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10. März 2010 08:57 Uhr

Servus

Blogger aus Überzeugung

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist Dominik Mai wichtig. Beim Bayerischen Landtag hat er darum schon einmal eine Petition eingereicht. Mittlerweile bloggt er bei Servus. Von Uta Baumann

Blogger Dominik Mai aus Augsburg schreibt besonders viel über das Studentenleben
Foto: privat

Freie Meinungsäußerung steht bei Dominik Mai an erster Stelle. Deshalb hat sich der 22-jährige Student als Schüler erfolgreich mit einer Petition an den Bayerischen Landtag für die Aufhebung der Zensur von Schülerzeitungen eingesetzt. Und deshalb ist Dominik inzwischen Blogger aus Überzeugung.

"Blogs sind ein prima Kanal, um seine Meinung zu veröffentlichen. Es geht schnell und so einfach, dass es wirklich jeder kann." Seit einem Jahr bloggt Dominik unter dem Namen "doma" auf Servus, dem Mitmach-Portal unserer Zeitung im Internet. Besonders fleißig bloggte der Student der Sozialwissenschaften an der Uni Augsburg während der Studentenproteste.

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Als Mitglied des Presseteams berichtete er in seinem Servus-Blog regelmäßig über die Situation an der Uni. "In dieser Zeit wurden meine Einträge verstärkt gelesen. Blogs bieten eben schnelle Infos im Netz", so der 22-Jährige. Jeden Tag traf sich das Plenum zur Presseschau, um zu erörtern, wie und wo über die Studentenproteste berichtet wurde. "Bloggen ist eine super Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Denn eine richtige Lobby haben wir Studenten ja nicht."

Jeder rede zwar über Studiengebühren, Bachelor und Master, aber was das für die Studenten tatsächlich bedeutet, wüssten die wenigsten. Deshalb liest Dominik auch Blogs von anderen Studenten etwa aus München oder Wien, um sich über die Situation dort auf dem Laufenden zu halten. Wenn der Augsburger allerdings wissen will, was vor seiner Haustür passiert, schaut er bei den Servus-Bloggern rein. "So ist man sehr gut informiert, was lokale Themen angeht."

Abgesehen vom Uni-Wahnsinn bloggt Dominik, der nach seinem Studium Journalist werden möchte, auch gerne über Aufreger-Themen wie das Dönerverbot oder die Diskussion um die Sperrstunde. "Es sind Themen, die uns junge Leute bewegen und betreffen, bei denen aber viel zu selten unsere Meinung gehört wird." In Blogs aber könne jeder schreiben, was ihn bewegt, aufregt oder glücklich macht. Uta Baumann

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