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17. April 2007 18:48 Uhr

Bruno der Bär wird ausgestopft

Bruno der Bär wird ausgestopft und soll ins Museum. Das teilte das bayerische Umweltministerium mit. Damit hat das Tauziehen um den Verbleib des toten Bären ein Ende. Auch Brunos Herkunftsland Italien hatte Anspruch auf das Tier erhoben.Eisbär Knut geht es wieder besserBilder von Knuddel-Knut

Bär Bruno
Foto: B. Feldmann

(dpa). Bär Bruno wird ausgestopft. Das im vergangenen Sommer nach wochenlanger Hatz erschossene Tier soll anschließend in einem bayerischen Museum ausgestellt werden, sagte eine Sprecherin von Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Dienstag. «Die Präparation dauert etwa vier Wochen. Wir sind mit mehreren Museen im Gespräch.» Es solle auch keine reine Zurschaustellung des Braunbären geben, sondern eine wissenschaftlich aufbereitete Darstellung. Eine Rückgabe des Bären an Italien ist damit vom Tisch.

Bruno wird derzeit noch in einer geheimen Tiefkühlkammer aufbewahrt, nachdem militante Tierschützer Drohungen gegen Mitarbeiter der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ausgesprochen hatten, in deren Institut für Tieranatomie die sterblichen Überreste des am 26. Juni 2006 geschossenen Bären zuvor aufbewahrt worden waren. Auch Umweltminister Schnappauf hatte Morddrohungen erhalten. Der Präparationsauftrag für Bruno solle in den nächsten Monaten erteilt werden, sagte die Sprecherin.

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Der tote Bruno hatte auch diplomatische Verwicklungen mit Italien ausgelöst, von wo aus das Tier über Österreich nach Bayern eingewandert war. Die italienische Regierung hatte Anspruch auf den Bären erhoben. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte das italienische Anliegen unterstützt, war damit jedoch in Bayern auf kein Gehör gestoßen. Mit dem Abschuss Brunos habe sich die Staatsregierung bis auf die Knochen blamiert, sagte die SPD-Tierexpertin Susann Biedefeld im Landtag. «Erst wurde er willkommen geheißen, dann wurde er zum Problembär erklärt, und anschließend war Bruno tot.»

Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard (CSU) stellte im Landtag einen «Managementplan» für Bären vor, mit dem künftige Begegnungen von Mensch und Bär im Freistaat möglichst ohne tödliche Folgen für die Tiere geregelt werden sollen. Der Abschuss einwandernder Bären soll das allerletzte Mittel sein. Bernhard betonte, der Tod Brunos sei nicht zu verhindern gewesen, weil das Tier von Experten allgemein als gefährlich eingeschätzt wurde. Bruno war mehrfach in Tierställe eingebrochen und hatte mehrere Dutzend Schafe gerissen. Ein Entschädigungsfonds soll künftig bayerischen Bauern finanziell beistehen, wenn ihre Tiere von Wildtieren gerissen werden.

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