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28. März 2008 10:00 Uhr

Familiendrama

Deggendorf: Homosexualität als mögliches Mordmotiv

Trotz Abschiedsbrief rätselt die Polizei weiterhin, warum ein Mann ausDeggendorf an Ostern seine Familie auslöschte. Nun wird spekuliert,dass die Homosexualität des Sohnes Auslöser für die Tat gewesen seinkönnte.

Deggendorf/Trier (AZ, dpa) - Trotz Abschiedsbrief rätselt die Polizei weiterhin, warum ein Mann aus Deggendorf an Ostern seine Familie auslöschte. Nun wird spekuliert, ob die Homosexualität des Sohnes Auslöser für die Tat gewesen sein könnte.

Der 30-jährige Sohn lebte in München und kam nur noch selten nach Hause ins niederbayerische Deggendorf. Seinen letzten Besuch nutzte der Vater, um den Sohn, seine Ehefrau und anschließend sich selbst zu töten. Anscheinend kam der 60-Jährige nicht damit zurecht, dass sein Sohn schwul war. Bild zitiert einen Bekannten: "Er war nicht der Typ Vater, der so was bei seinem Sohn dulden konnte."

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In seinem handschriftlichen Abschiedsbrief an die Kriminalpolizei habe der Mann zudem erklärt, dass er in seinem Leben keinen Sinn mehr sehe, teilten die Deggendorfer Staatsanwaltschaft und die Polizei mit. Genauere Angaben zu seinem Motiv habe der Mann nicht gemacht.

Polizisten hatten die drei Leichen am Mittwoch in der Wohnung in einem Hochhaus entdeckt, nachdem das Schreiben des Täters bei der Kripo eingegangen war. Der 60-Jährige hatte im früheren Kinderzimmer erst den Sohn mit drei Kopfschüssen umgebracht und dann die Frau mit einem Revolverschuss ebenfalls in den Kopf getötet. Nach jüngsten Ermittlungen könnte der Familienvater seine Angehörigen am Ostersonntag umgebracht und sich dann erst einen Tag später selbst mit einer «Pumpgun» erschossen haben.

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