Ein Kommentar von Till Hofmann
Der Eiertanz ums Rauchverbot in bayerischen Kneipen geht weiter. Möglich macht dies ein Volksbegehren der ÖDP.
Die Initiative der konservativen Umweltpartei hat einen gewissen Charme. Denn sie benutzt für ihr Ansinnen just jene Formulierungen, mit denen sich vor nicht allzu langer Zeit die CSU gebrüstet hat. Nur die Ausnahme Raucherklub soll es nicht geben.
Was vom strengsten Nichtraucherschutz Deutschlands übrig blieb, ist bekannt. Geklärt ist bis heute nicht endgültig, was der CSU mehr geschadet hat: das kompromisslose Nachvornepreschen oder das Einknicken. Vermutlich ist es eine Mischung aus beiden Bestandteilen. Unterschätzt wurde das Thema jedenfalls lange Zeit. Ob es jetzt immer noch taugt, die Menschen zur Unterschrift zu bewegen, bleibt abzuwarten.
Die ÖDP muss auch aufpassen: dass sie das Instrument des Volksbegehrens nicht zu häufig gebraucht, um auf sich aufmerksam zu machen.
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