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21. Dezember 2007 10:54 Uhr

Eigene Tochter vergewaltigt

Von Mutter und Stiefvater ist eine 13-Jährige bestialisch gequält worden.

München (AZ) - Von ihrer Mutter und dem Stiefvater ist eine 13-Jährige über Jahre hinweg bestialisch gequält worden.

Jetzt wurden nach Angaben der tz die 47-jährige Mutter zu zehn Jahren und der 37-jährige Stiefvater zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass die Eheleute das damals 13-jährige Mädchen sexuell missbraucht, gefährlich verletzt und vergewaltigt hatten.

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Das jüngste der drei Kinder, die die Mutter Nurhan D. in die Ehe mit Erdogan D. mitgebracht hatte, hatte zuvor lange bei ihrem leiblichen Vater gelebt. Als sie im Alter von neun Jahren zur Mutter kam, habe diese einen brutalen "Jungfrauen-Test" an ihr durchgeführt. Ab ihrem 13. Lebensjahr kam es zu sexuellen Übergriffen.

Das Mädchen musste unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gericht gegen die Eheleute aussagen, weil die Angeklagten schwiegen. Vier Tage lang schilderte sie perverse Details. Nach Angaben der Zeitung musste sie ihre Mutter und den Stiefvater abwechselnd sexuell befriedigen, wurde von ihnen mit Karotten oder Gurken gequält. Ihr Stiefvater vergewaltigte sie, ihre Mutter kommentierte ihre Schmerzenschreie nur mit den Worten: "Zieh keine Show ab!"

Die heute 16-Jährige brach während des Prozesses immer wieder in Tränen aus. Sie hatte ihre Eltern laut tz zunächst nicht anzeigen wollen, ihr älterer Bruder habe sie aber mit zur Polizei genommen. Seelisch ist sie stark angeschlagen: Drei Selbstmordversuche hat sie hinter sich und befindet sich in ständiger psychatrischer Behandlung.

Das Gericht kam zur Überzeugung, dass sie die Wahrheit sagte und verurteilte die Eheleute zu hohen Haftstrafen. Der vorsitzende Richter Reinhold Baier begründete dies mit dem "extrem massiven Vorgehen" der Täter. Er zeigte sich erschreckt darüber, dass eine Mutter ihr eigenes Kind derart brutal misshandelte.

Die Verteidigerin der Mutter hatte allerdings Freispruch gefordert. Sie kündigte gegenüber der tz an, das Urteil anzufechten.

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