Endspurt für die Münchner Wiesn: Bis einschließlich Montag, 3. Oktober, werden die Massen auf die Theresienwiese strömen. Und zum letzten Wochenende erwarten die Wetterexperten einen Altweibersommer, wie er im Bilderbuch steht. München kann sich also erneut auf einen riesigen Besucheransturm einstellen. Das dürfte die Laune der Schausteller, Marktkaufleute und Wirte noch einmal steigern, nachdem sie sich schon zur Wiesn-Halbzeit zufrieden zeigten.
Die Besucher tranken bisher 3,4 Millionen Maß Bier
Laut Festleitung kamen trotz des wechselhaften Auftakts mit Sonne und Regen bereits nach den ersten eineinhalb Wochen rund 3,5 Millionen Gäste auf die Theresienwiese, ebensoviele wie im vergangenen Jahr. Besonders als am zweiten Wiesn-Wochenende der Sommer zurückkehrte, drängten Tausende Besucher aus aller Welt auf das Festgelände.
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Nirgendwo auf dem Oktoberfest trinkt es sich vermutlich idyllischer als unter dem Himmel der Bayern. Im Hacker-Festzelt schlägt das Herz der Traditionalisten, hier ist es urig und altbayerisch. Knapp 7.000 Besucher haben unter dem einzigartigen Wolken- und Sternenhimmel Platz. An der Nordost-Seite bietet das Zelt einen Raucherbalkon.
Foto: dpa

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Das Hippodrom gilt als einer der beliebtesten Wiesn-Plätze der Münchner und als das Promi-Zelt schlechthin. Besonders gefragt ist die Champagner-Bar. Auch für Singles ist das Hippodrom ein heißer Tipp: Nirgendwo auf der Wiesn soll der Flirtfaktor größer sein. Mit 3.200 Sitzplätzen zählt das Zelt eher zu den kleineren. Kuschelig.
Foto: Roemmelt

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O'zapft is!: Punkt 12 Uhr am ersten Wiesn-Tag sticht Münchens Oberbürgermeister Christian Ude im Schottenhamel das erste Fass an. 1867 war der Schottenhamel noch eine kleine Bierbude mit 50 Sitzplätzen, heute fasst das Zelt knapp 10.000 Gäste. Der Großteil davon ist jung: Wer Spaß haben will, gerne feiert und dem anderen Geschlecht nicht abgeneigt ist, trifft sich hier.
Foto: dpa
Und sie konsumierten nahezu dieselben Mengen an Speisen und Getränken wie schon 2010. In der Ochsenbraterei wurden 58 Ochsen verspeist. Die Kalbskuchl meldete zur Wiesn-Halbzeit 27 verzehrte Kälber. Beim Bierkonsum schafften es die Besucher nach eineinhalb Wochen wie im Vorjahr auf 3,4 Millionen Maß Bier.
Mehr Taschendiebe waren unterwegs
Viel zu tun hatte die Polizei. Die Zahl der Straftaten stieg zur Halbzeit um 11,3 Prozent auf 619 im Vergleich zum vergangenen Jahr mit 556. Polizeivizepräsident Robert Kopp zeigte sich trotzdem zufrieden. "Auch wenn sich die Gesamtzahl der Straftaten im Vergleich zum letzten Jahr erhöht hat, sind heuer doch weniger Gewaltdelikte festzustellen", sagt er. Der Anstieg bei der Zahl der Straftaten lässt sich laut Polizei darauf zurückzuführen, dass deutlich mehr Taschendiebe auf der Theresienwiese unterwegs waren.
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Ein Oktoberfestbesuch wird meist teuer, kein Wunder wenn man sich die Preise für eine Maß Bier im Laufe der letzten 40 Jahre anschaut:
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1970 zahlte man wirklich nur 2,65 DM für eine Maß auf der Wiesn.
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Zehn Jahre später hat sich der Preis pro Maß fast verdoppelte: 4,80 DM bis 4,90 DM zahlte man 1980.
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1990 zahlte der Wiesn-Besucher je nach Zelt zwischen 6,95 DM und 7,55 DM.
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Bis zu 3,45 DM zahlte der Wiesnbesucher 1995 mehr: Der Bierpreis lag zwischen 9,50 DM und 10,40 DM.
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Im Jahr 2000 war es gut die Preise in den Bierzelten zu vergleichen, die teuerste Maß kostete gleich 1,40 DM mehr als im billigsten Zelt. Insgesamt zahlte man 11,20 DM bis 12,60 DM.
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Die Einführung des Euros änderte den Bierpreis nicht, er stieg einfach weiter an. So zahlte man 2005 zwischen 6,80 Euro bis 7,25 Euro für eine Maß Bier.
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Und der Bierpreis steigt und steigt: Zwischen 7,80 Euro und 8,30 Euro zahlte der Oktoberfestbesucher 2008.
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Im Jahr darauf gab es die Maß für 8,10 Euro bis 8,60 Euro.
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2010 kostet das Bier 8,30 Euro bis 8,90 Euro.
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Mit einer Preissteigerung um 3,6 Prozent gegenüber Vorjahr muss der Oktoberfestbesucher 2011 rechnen: Von 8,70 Euro bis 9,20 Euro zahlt man dieses Jahr auf der Wiesn.
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2012 liegt der Preis für eine Mass bei teuren 9,50 Euro.
Für Aufregung sorgte gleich am Auftaktwochenende die Pfefferspray-Attacke eines 19-Jährigen aus Landsberg. 37 Menschen wurden dabei verletzt. Insgesamt mussten jedoch weniger Menschen als im Vorjahr ärztlich versorgt werden. Für den Leiter der Wiesn-Sanitätsstation, Dr. Ulrich Hölzenbein, profitierte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) vom zunächst eher kühlen Wetter. "Bei den teilweise frischen Temperaturen hatten weniger Gäste mit Herz- und Kreislaufbeschwerden zu kämpfen", sagte er.
Am Montag, 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, endet die 178. Ausgabe des Oktoberfests.

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Der ehemalige Tennisprofi Boris Becker und seine Frau Lilly kommen am Samstag ins Hippodrom Festzelt.

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Ex-Fußballstar Lothar Matthäus und seine Freundin Joanna Tuczynska kommen am Samstag auf dem Oktoberfest in das Käferzelt.

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Die Unternehmerin Verona Pooth feiert am Samstag auf dem Oktoberfest im Käferzelt.
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