Ansturm auf die Unis Von Alois Knoller

So überstürzt die Bayerische Staatsregierung 2003 das achtjährige Gymnasium eingeführt hat, so überlegt hat sie nun die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs ins Studium hinübergeführt. Fast scheint die wirklich exzellente Vorbereitung auf die besondere Belastungssituation eine Wiedergutmachung für all das vorher ausgestandene Durcheinander zu sein. Und wahrscheinlich werden auch Doppelabiturienten anderer Bundesländer, die nun folgen, von der bayerischen Vorsorge profitieren.
Der Freistaat hat richtig viel Geld für den Ausbau in seine Universitäten und Hochschulen gepumpt. Fakultätsgebäude, Labore und Hörsäle entstanden neu oder wurden saniert. Tausende Personalstellen sind eingerichtet worden, die meisten dauerhaft mit unbefristet eingestellten Dozenten. Davon werden die Hochschulen noch lange zehren, und das ist gut so.
Denn eine Entspannung der momentan hohen Auslastung ist nicht in Sicht. Ein Teil des Doppelabiturjahrgangs wird sich verzögert immatrikulieren. Deutlich höher liegt inzwischen die Übertrittsquote ins Gymnasium und auch die Bildungsreserve junger Migranten wird angezapft. In Bayern werden auf jeden Fall mehr junge Leute studieren.
»Lesen Sie dazu den Artikel „Studenten in Hülle und Fülle“.
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