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20. Oktober 2005 16:40 Uhr

Greiselbacher Umgehung kommt - aber wann und wo?

Eines ist sicher: Die Ortsumgehung von Greiselbach kommt. Aber wann und wie? Bernd Hager, Abteilungsleiter der Planungsgruppe und der Leiter des Straßenbauamtes Ansbach, Franz Custodis, informierten bei einer Bürgerversammlung im Wilburgstetter Ortsteil über zwei mögliche Varianten zur Trassenführung. Im günstigsten Fall stellte Hager Baurecht für die Umgehung in drei Jahren in Aussicht. Der große Wunsch der Greiselbacher Bürger, gleich welche Variante, lautete aber: bald bauen.

Den zahlreichen Besuch und die Anwesenheit vieler Gemeinderäte mit Kreisrat Alfred Michel an der Spitze wertete Wilburgstettens Bürgermeister Bernhard Kisch als klares Zeichen, dass die Umgehung uneingeschränkt gewünscht wird. Weniger die Einführung der Lkw-Maut führte Kisch als Begründung an, sondern gefährliche Situationen seit der überproportionalen Zunahme des Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße 25.

Fremdingen ab Samstag wohl offen

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18 Prozent mehr Personenverkehr und die Steigerung um 28 Prozent bei Gütertransport, so Kisch, sprächen eine deutliche Sprache. Hier ergänzte ein Zwischenruf die aktuelle Situation: "Seit die Ortsdurchfahrt in Fremdingen gesperrt ist, fühlen wir uns wie im Urlaub." Dieser "Urlaub" geht freilich zu Ende, weil voraussichtlich schon am morgigen Samstag die Ortsdurchfahrt von Fremdingen wieder befahrbar ist. Hager erläuterte zunächst mehrere Aspekte, wie etwa den Erhalt der Bahnlinie bei gleichzeitiger Beseitigung von höhengleichen Bahnübergängen.

Die ist im "vordringlicher Bedarf", der bis 2015 realisiert sein muss. Hauptpunkt bei allen Betrachtungen seien Verkehrssicherheit und Schutzgüter wie der Mensch, Wald, Wasser, Boden und Landschaftsbild. Diese Faktoren sind in die Planung eingeflossen, die der Abteilungsleiter der Planungsgruppe anhand eines Luftbilds aufzeigte.

Ausgangspunkt für beide Trassenführungen ist die Bahnkreuzung beim Betonwerk Ruf an der B 25. Während sich eine Trasse immer nördlich von der Bahn in einem großen Bogen um Greiselbach und Gramstetterhof hält, wird bei der Variante ein Brückenbauwerk nördlich der Ortschaft und im Waldstück "Leitach" oberhalb des 49. Breitengrades notwendig. Dennoch ist diese Variante mit veranschlagten 6,2 Millionen Euro gegenüber der längeren Variante an der Bahn mit 6,8 Millionen Euro günstiger.

An die Politiker rangehen

Nach Vorentwurf und Beteiligung Träger öffentlicher Belange könnte die Planfeststellung in zwei Jahren eingeleitet werden, entwarf Bernd Hager eine Zeitschiene; das Baurecht könnte in drei Jahren erlangt werden. Die Entscheidung, wann dann tatsächlich gebaut werde, falle auf politischer Ebene, so Hager, der die Bürger ermutigte, sich an die politischen Vertreter zu wenden. Einige Bürger würde ein gewaltiges Brückenbauwerk am nördlichen Ortsrand von Greiselbach stören und sie führten die Folgekosten einer Betonsanierung an. Ferner wurde der Wert des Waldstückes im Bereich "Leitach" angezweifelt. Von einem hochwertigen Wald könne keine Rede sein.

Für Franz Custodis ist die Trassenführung parallel der Bahn "bestechend", jedoch hätten sich die Naturschutzbehörden dagegen ausgesprochen.

Die Mehrheit wünschte sich am Ende der Versammlung die Führung entlang der Bahn.

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