Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nach dem Amoklauf in Winnenden seine Forderung nach einem Verbot sogenannter Killerspiele erneuert.

Zwar sei noch nicht klar, ob gewaltverherrlichende Computerspiele beim Täter eine Rolle gespielt hätten, sagte Herrmann am Donnerstag dem Radiosender Bayern2. Generell müsse aber klar gesagt werden, dass «Killerspiele» auf dem Markt seien, die offenkundig gerade bei jungen Menschen Hemmschwellen herabsetzten. Damit bestehe immer auch die Gefahr, «dass jemand meint, so etwas selbst nachspielen zu müssen».
Der CSU-Politiker beklagte, dass es «brutalste Killerspiele» gebe, die den Spieler in die Rolle eines Gewalttäters versetzten, um «andere Menschen hemmungslos abzuknallen». Herrmann fügte hinzu: «Solche Spiele haben meines Erachtens bei uns nichts verloren.»
Der Innenminister betonte weiter, das verschärfte Waffenrecht müsse auch im engsten Familienkreis konsequent umgesetzt werden. «Wenn die Waffen so aufbewahrt worden wären vom Vater, soweit ich das aufgrund der bisherigen Meldungen sehen kann, dann hätte der Junge auf keinen Fall darauf einen Zugriff haben können.» Die Politik müsse darauf drängen, dass das Wegsperren von Waffen auch im persönlichsten Umfeld konsequent eingehalten werde.
Forderungen nach einer Aufrüstung der deutschen Schulen mit Metalldetektoren an den Eingängen und bewaffneten Sicherheitsposten erteilte der CSU-Politiker eine Absage: «Ich glaube nicht, dass wir so unsere jungen Menschen aufwachsen lassen wollen.»
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