Donnerstag, 30. Oktober 2014

02. Juni 2013 07:14 Uhr

Hochwasser-Liveticker

Hochwasser in Bayern: A8 dicht, Katastrophenalarm, Schulausfall

Hochwasser in Bayern: Die Pegel steigen, Straßen sind dicht, mehrere bayerische Städte haben den Katastrophenfall ausgerufen. Alle News hier bei uns im Liveticker. Von Sascha Borowski, Ina Kresse und Daniela Deeg

i

 

21.31 Uhr: Kreis Neu-Ulm: Zwischen Entspannung und bangem Warten

Der Hochwasserscheitel hat Kellmünz im Laufe des Nachmittags passiert. Dort ist der Wasserstand laut Feuerwehr leicht fallend. Der Höchststand für Neu-Ulm wird gegen Mitternacht erwartet und wird auch dort einige Stunden anhalten. Die Prognosedaten sind nach Angaben der Feuerwehr nun relativ sicher und lassen den Schluss zu, dass das Schlimmste überstanden sein könnte.

21.26 Uhr: Polizei konkretisiert Fahrverbot

Die Regierung von Oberbayern hat wegen der starken Regenfälle und wegen des ausgelösten Katastrophen-Alarms in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf, sowie in der Stadt Rosenheim ein Lkw-Fahrverbot verhängt. Es gilt von Sonntag, 2. Juni , 22.00 Uhr, zunächst bis Montag, 3.Juni 2013, 22.00 Uhr.Ausgenommen sind folgende Strecken: A 94 - beide Fahrtrichtungen,  A 93 Süd - beide Fahrtrichtungen, A 8 Ost FR München: AD Inntal bis München.

21.20 Uhr: Entwarnung für Wertach und Lech bei Augsburg

Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth gibt vorsichtige Entwarnung für Augsburg. An der Wertach am Pegel Augsburg-Oberhausen wird Meldestufe 3 voraussichtlich nicht erreicht werden. Am Lech an den Pegeln Haunstetten und Augsburg unterhalb der Wertachmündung seien die Wasserstände im Bereich der Meldestufe 1. Hier werde nicht mehr mit deutlichen Anstiegen gerechnet.

21.10 Uhr: Passau: Pegel jetzt höher als bei Jahrhundert-Flut 2002

In Passau ist der Pegel der Donau auf einen historischen Höchststand angestiegen. Gegen 20 Uhr überschritt er den Pegel des Jahrhundert-Hochwassers von 2002 (10,81 Meter) - und steigt seitdem weiter.

21.00 Uhr: Weitere Sperrung der A8 bei Rosenheim

Nach der Sperrung der A8 bei Grabenstätt (Lkr. Traunstein) am Sonntagvormittag ist die Autobahn nun auch zwischen den Anschlussstellen Rosenheim und Rohrdorf, in Richtung Salzburg, gesperrt worden. Problem ist laut Polizei das angeschwemmte Holz an der Innbrücke. Die andere Richtung ist der Polizei zufolge derzeit noch freigegeben, da die Gegenfahrbahn auf einer eigenen Brücke verläuft. Ebenfalls in Richtung Salzburg ist die Fahrbahn auf Höhe der Anschlussstelle Bad Aibling (bei Wasserwiesen) überflutet. Auch dort wird eine Sperrung vorbereitet. Der Verkehr soll bei Irschenberg ausgeleitet werden.

20.54 Uhr: Feuerwehren im Kreis Aichach-Friedberg im Dauereinsatz

Im Landkreis Aichach-Friedberg sind die Feuerwehren seit 15 Uhr im Dauereinsatz, vor allem in den Aichacher Stadtteilen Klingen und Griesbeckerzell sowie im Schiltberger Ortsteil Allenberg. Hauptsächlich werden Sandsäcke aufgeschichtet, um zu verhindern, dass Wasser von den Feldern auf die Grundstücke läuft, zum anderen werden teilweise Keller ausgepumpt.

Laut Kreisbrandrat Ben Bockemühl scheint sich die Lage im Raum Aichach gerade einigermaßen zu beruhigen. Dafür sind die Feuerwehren jetzt in Friedberg im Einsatz. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth meldet wieder steigende Pegel. Die Spitze in Aichach wird erst morgen im Laufe des Tages erwartet mit 2,50 Meter, vielleicht auch 2,60 Meter.

20.50 Uhr: Notstand in Tschechien

Die tschechische Regierung hat wegen steigender Pegelstände an den Flüssen des Landes den Notstand ausgerufen. Die Mitte-Rechts-Regierung stellte umgerechnet 11 Millionen Euro sowie bis zu 1000 Soldaten zur Bekämpfung der Fluten zur Verfügung. An mehr als 50 Orten Tschechiens galt die höchste Warnstufe 3. In der Millionenstadt Prag musste der U-Bahn-Verkehr fast vollständig gestoppt werden.

20.38 Uhr: Hochwasserschutz in Neu-Ulm montiert - Scheitel gegen 22 Uhr erwartet

Steigende Donau-Pegel in Neu-Ulm: Um die Innenstadt vor dem Hochwasser zu schützen, hat die Stadtverwaltung vom Donaubad Wonnemar bis zur Herdbrücke mobile Hochwasserschutzelemente montiert. Diese halten das Wasser aus der Stadt fern, "so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Innenstadt trocken bleiben wird", so die Stadtverwaltung. Der Scheitel der Hochwasserwelle wird gegen 22 Uhr in der Stadt erwartet.

20.27 Uhr: Hochwassernachrichtendienst: Pegel an der Donau steigt weiter

Die Wasserstände entlang der Donau werden über Nacht weiter steigen. Davon geht der Hochwassernachrichtendienst Bayern aus. Bis morgen früh wird auf der Strecke von Regensburg bis Passau durchgehend Meldestufe 4 erwartet. In Passau/Donau wird der Wasserstand nachts die 11-Meter-Marke überschreiten.

Auch an den nördlichen Donauzuflüssen Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen kommt es verbreitet zu Überschreitungen der Meldestufe 1 bis 3, örtlich auch der Meldestufe 4.

20.22 Uhr: Oberbayerische Polizei verhängt Lkw-Fahrverbot

Die Regierung von Oberbayern hat wegen der starken Regenfälle und wegen des ausgelösten Katastrophen-Alarms in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf, sowie in der Stadt Rosenheim ein Lkw-Fahrverbot verhängt. Es gilt von Sonntag, 2. Juni , 22.00 Uhr, zunächst bis Montag, 3.Juni 2013, 22.00 Uhr.Laut Polizei gilt dieses Fahrverbot für alle Fahrzeuge ab 12 Tonne. Natürlich sind Fahrzeuge, die im Rahmen des Katastropheneinsatzes tätig sind, von dieser Regelung ausgenommen werden. Weiterhin ausgenommen ist der Verkehr auf der A  und der A93 zwischen Kufstein und München.

20.11 Uhr: Kleinstadt in Thüringen wird evakuiert

Die thüringische Kleinstadt Gößnitz mit rund 3000 Einwohnern wird wegen Hochwassers komplett evakuiert. «Der Pegel der Pleiße steht momentan bei 4,14 Meter, normal ist ein Meter», sagte die Sprecherin des Landratsamtes, Jana Fuchs, am Sonntagabend. Die Menschen würden bei Verwandten oder in einem Notquartier untergebracht, das in einer höher gelegenen Schule eingerichtet sei.

20.07 Uhr: Unterricht fällt in Hochwassergebieten aus

Der Unterricht fällt am Montag nach Ende der zweiwöchigen Pfingstferien in etlichen Städten und Landkreisen aus. So versicherte ein Sprecher der Stadt Rosenheim, am Montag blieben alle Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim geschlossen. Einzige Ausnahme: Die Abiturprüfungen an der Rosenheimer Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) finden statt, während sie in den städtischen Gymnasien auf Freitag verschoben wurden.

Auch im gesamten Kreis Berchtesgadener Land fällt nach Angaben eines Sprechers an sämtlichen Schulen der Unterricht aus, im Landkreis Miesbach in den teils vom Tegernsee überfluteten Gemeinden Bad Wiessee, Rottach-Egern und der Stadt Tegernsee. In Passau bleiben am Montag insgesamt 14 Schulen geschlossen. Im Landkreis Garmisch-Patenkirchen gibt es Schulausfall hier: Grund- und Mittelschule Oberau, Grundschule Eschenlohe, Grundschule Ohlstadt, Mittelschule Murnau.

19.36 Uhr: Donau in Neu-Ulm erreicht Meldestufe 4

In Neu-Ulm hat der Pegel der Donau soeben Meldestufe 4 erreicht. Vor Ort sind die Rettungsdienste in Alarmbereitschaft.

19.28 Uhr: Ammersee-Pegel steigt weiter

Das Wasser im Ammersee steigt kontinuierlich. Auch er dürfte bald über die Ufer treten. Die Ammer hat Meldestufe 3 und steigt auch weiter.

19.13 Uhr: Hochwasser: Regensburg bereitet Evakuierungen vor

In Regensburg wird zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt eine Evakuierung von Hochwasseropfer vorbereitet. Das erklärte der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz. Er sprach von einer Vorsorgemaßnahme, von der er nicht hoffe, dass er sie brauchen wird. Mit den derzeitigen Maßnahmen könnten bis zu 2000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, berichten die Kollegen der Mittelbayerischen Zeitung.

19.05 Uhr: Passau rechnet mit einem Pegelstand von zwölf Metern

In Passau wird nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg bis zum frühen Morgen mit einem Pegelstand von knapp zwölf Metern gerechnet. Das bisherige Jahrhunderthochwasser von 2002 verzeichnete einen Pegelstand von 10,81 Metern.

18.57 Uhr: Erdrutsche am Bodensee befürchtet

Drei Monate nach einem Erdrutsch in Sipplingen am Bodensee droht erneut Gefahr an einem Hang an der Bundesstraße B 31. Sechs Bewohner des dortigen Mehrfamilienhauses mussten in Sicherheit gebracht werden, wie das Landratsamt in Friedrichshafen am Sonntag mitteilte. Die B 31 bleibe weiterhin befahrbar. Züge auf der Bodensee-Gürtelbahn passierten die Stelle zunächst bei langsamen Tempo. Einer groben Schätzung zufolge drohen rund 30 Kubikmeter Erdreich abzurutschen und gegen das Haus zu drücken. Am Montag sollten Spezialisten bereits begonnene Sicherungsarbeiten fortsetzen.

18.44 Uhr: Auch der südliche Landkreis Neu-Ulm glimpflich davon gekommen

Der südliche Landkreis Neu-Ulm und der Raum Babenhausen sind noch einmal glimpflich davon gekommen. Die eigentlich für den Sonntagabend erwartete höchste Welle rollte bereits am frühen Nachmittag die Iller hinunter, ohne viel Schaden anzurichten. Kreisbrand Bernhard Schmidt sprach bereits mittags von einer „leicht entspannten Lage“.

Weil Helfer andernorts dringender gebraucht wurden, schickte die Kreiswasserwacht Sonntag Mittag fünf Helfer in den Raum Rosenheim. Die Wasserwacht rät dringend, sich von der Iller fern zu halten: „Wer sich zu nah an den reißenden Fluß heran wagt, begibt sich in ernsthafte Lebensgefahr. Uferböschungen dürfen auf keinen Fall betreten werden.“

18.34 Uhr: Entwarnung im Kreis Augsburg

Die starken Regenfälle im Augsburger Land seit Freitag ließen zwar das Schmutter- und das Zusamtal zu einer ausgedehnten Seenlandschaft werden. Größere Schäden an Häusern entstanden im Landkreis Augsburg durch die Überschwemmungen allerdings nicht. Die Unwetterwarnung war bereits am Sonntagvormittag aufgehoben.

18.26 Uhr: Erste Tote in Österreich und Tschechien

In der tschechischen Stadt Trebenice bei Prag ertrank am Sonntag  eine Frau in den reißenden Fluten. Im österreichischen St. Johann  im Pongau wurde laut der Nachrichtenagentur APA ein Arbeiter bei  einem Erdrutsch getötet. In beiden Ländern wurde zudem nach  mehreren Vermissten gesucht. In Österreich mussten mindestens 300  Menschen ihre Häuser verlassen. In einigen Landesteilen wurde der  Notstand ausgerufen.

18.24 Uhr: In Passau spitzt sich die Lage weiter zu

Seit Stunden arbeiten in Passau rund 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht und Technischem Hilfswerk unter Hochdruck - die Lage unter Kontrolle bringen können sie jedoch nicht. Es fehlt an Sandsäcken, Wänden und Pumpen. Und die Lage wird sich noch zuspitzen, ist Andreas Dietz von der Wasserwacht überzeugt. «Wir rechnen bis Sonntagabend mit einem Pegelstand von 11,20 Meter. Das ist schlimmer als beim Jahrhunderthochwasser 2002.»

18.17 Uhr: Auf der A8 am Chiemsee keine Entspannung

Keine Entspannung der Situation auf der A8 am Chiemsee. Dort regnet es weiter. Laut Rosenheimer Polizei staut sich der Verkehr nun auf 34 Kilometern. Die Autofahrer werden abgeleitet. "Aber auch auf den Umleitungsstrecken staut es sich", sagt ein Polizeisprecherin. Alle Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. 

18.12 Uhr: Seehofer spricht vom wahrscheinlich schlimmsten Hochwasser in Bayern

Die Situation habe sich dramatisch zugespitzt, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer am Sonntagnachmittag vor Beginn eines Krisentreffens in der Staatskanzlei. «Wir haben bereits Regionen in Bayern mit einem sogenannten Jahrhunderthochwasser. Möglicherweise werden wir eine Entwicklung bekommen, die zu einem Hochwasser führen könnte, das bisher noch nie dagewesen ist.» Nach Angaben von Umweltminister Marcel Huber ist die Situation in Südostbayern vom Tegernsee bis Bad Reichenhall bereits jetzt schlimmer als beim letzten großen Hochwasser 1999. Die Staatsregierung überlegt deswegen, gemeinsam mit Österreich Hilfen nicht nur des Bundes, sondern auch der EU zu beantragen.

18.03 Uhr: Behinderungen bei der S7 dauern bis Montag

Die Störung auf der Strecke der S-Bahn-Linie 7 zwischen Baierbrunn und Wolfratshausen dauert noch bis Montag. Bislang sei nicht klar, wie mit dem Hochwasser auf der Strecke der S7 Wolfratshausen zu verfahren ist. Ein Schienenersatzverkehr ist bestellt, aber noch zugesichert.

17.44 Uhr: Rosenheim: 360 Helfer kämpfen gegen die Fluten - Dämme halten

Kampf gegen das Hochwasser in Rosenheim: „Insgesamt sind derzeit rund 360 Kräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten im Einsatz", berichtet Stadtbrandrat Hans Meyrl. Um einen Damm zu sichern, wurden zusätzlich Soldaten angefordert. "Zwei Sattelzüge mit weiteren Sandsäcken sind auf dem Weg nach Rosenheim“, so Meyrl. Der Pegel-Höchststand der Mangfall in Rosenheim wird für 19 Uhr erwartet. Dieser Höchststand dürfte bis Montagmittag erhalten bleiben. „Die positive Nachricht für Rosenheim ist: Die Dämme im Stadtgebiet halten bisher."

17.34 Uhr: Pegel in Mittelschwaben sinken

Die Pegel in Mittelschwaben sind in den vergangenen Stunden gesunken. Auch die Südstraße in Krumbach ist wieder frei. Die Verbesserung des Krumbacher Hochwasserschutzes bewährt sich, heißt es. Kollege Peter Bauer fasst die Lage im Großraum Krumbach hier zusammen.

17.20 Uhr Bundeswehr rückt in Hochwasser-Gebiete aus

In den Hochwassergebieten im Süden und Osten Deutschlands kommen den Bewohnern jetzt Soldaten der Bundeswehr zur Hilfe. In Berchtesgaden in Bayern würden 100 Soldaten als «helfende Hände» im Kampf gegen das Hochwasser  eingesetzt, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit. Auf Anfrage des Landes Sachsen kämen Soldaten auch den  Bewohnern in der Region Glauchau im Landkreis Zwickau zur Hilfe. Im  bayerischen Bischoffswiesen und in Straubing unterstütze die  Bundeswehr die Einsatzkräfte durch Bereitstellung von Unterkünften  und Verpflegung, und in Bad Reichenhall stelle die Bundeswehr warme  und trockene Bekleidung für Evakuierte zur Verfügung.

17.15 Uhr: Keller in Aichach laufen voll

An der Paar spitzt sich die Lage zu: Vor allem im Ortsteil Klingen und um Aichach herum laufen die Keller allmählich voll, berichten die Kollegen vor Ort gerade. Das Wasser kommt über die Felder.

17.10 Uhr: Aktuell - die Pegelstände aus unserer Region

Hier im Überblick die wichtigsten aktuellen Pegelstände der Gewässer in unserer Region (Quelle: Hochwassernachrichtendienst Bayern, Stand: 17.05 Uhr).

Donau bei Donauwörth: Meldestufe 3

Donau bei Neu-Ulm: Meldestufe 3

Donau bei Günzburg: Meldestufe 3

Donau bei Dillingen: Meldestufe 1

Donau bei Neuburg: Meldestufe 3

Zusam bei Fleinhausen: Meldestufe 0 (gesunken)

Mindel bei Offingen: Meldestufe 2

Schmutter bei Fischach: Meldestufe 0

Wörnitz bei Harburg: Meldestufe 2

Paar bei Aichach: Meldestufe 3

Wertach bei Augsburg-Oberhausen: Meldestufe 1 (gesunken)

Wertach bei Türkheim: Meldestufe 1

Lech in Haunstetten: Meldestufe 0

Lech bei Landsberg: Meldestufe 0

Iller bei Kempten: Meldestufe 3

Iller bei Sonthofen: Meldestufe 0 

16.56 Uhr: In Teilen von Passau und Rosenheim fällt die Schule aus

Hochwasser: In Stadt und Landkreis Rosenheim sowie in Teilen von Passau fällt morgen die Schule aus. Das teilt das Bayerische Kultusministerium mit. Auch die Uni bleibt zu.

16.48 Uhr: Hochwasser an 180 von 240 Pegel-Stellen in Bayern

Es ist eine Zahl, die die Dimension dieses Hochwassers zeigt: 180 der 240 Pegel-Messstellen in Bayern melden aktuell Hochwasser. 

16.32 Uhr: Wetterdienst warnt: Es regnet weiter in Bayern

Heute Abend regnet es vor allem in Süd- und Ostbayern schauerartig weiter. Das meldet der Deutsche Wetterdienst. Zu den bereits gefallenen Mengen werden bis Montagabend an den Alpen nochmals 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter, erwartet. In Oberbayern und vom Bayerwald bis zum Frankenwald muss mit 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. In Schwaben sowie teilen Mittelfrankens sowie dem westlichen Oberfranken regnet es meist leicht, es kommen nochmals 5 bis 10 Liter pro Quadratmeter zusammen.

In einem - trotz der Dramatik sehr sympathischen - Video erklärt ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes hier die aktuelle Situation: 

16.22 Uhr: Sperrung der A8 am Chiemsee: Über 30 Kilometer Stau

Liebe Pfingsturlauber, die ihr gerade über die A8 aus Österreich kommt - ihr müsst jetzt ganz stark sein. Wegen der Hochwasser-Totalsperre der A8 bei Grabenstätt am Chiemsee staut sich der Verkehr inzwischen auf über 30 Kilometer Länge. Auch die Umleitungsstrecken sind völlig überlastet und dicht. 

16.15 Uhr: In Neuburg werden Hochwasser-Barrieren errichtet

Soeben haben THW, Feuerwehr und Stadt Neuburg beschlossen, die Hochwasserschutzwände entlang des Donaukais in Neuburg aufzubauen. Zwar hat das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt "Entwarnung" dahingehend gegeben, dass der Pegelstand vom letzten Hochwasser aus dem Jahr 2005 von 6,50 Meter wohl nicht erreicht wird. Trotzdem wollen die Rettungskräfte der Bevölkerung ein sicheres Gefühl geben, hieß es bei einer Besprechung.

16:08 Uhr: Behinderungen im S-Bahn-Verkehr München

Auch im Münchner S-Bahn-Verkehr kommt es jetzt zu Behinderungen. Wegen Hochwasser-Schäden ist der Streckenabschnitt der S7 (München-Wolfratshausen) zwischen Baierbrunn - Ebenhausen gesperrt. Die Züge wenden in Baierbrunn und Ebenhausen. Züge pendeln zwischen Ebenhausen und Wolfratshausen.

16:04 Uhr: Hochwasserspitze am Montagmorgen

Die Hochwasser-Spitze der Donau wird für Dillingen am Montagmorgen gegen fünf Uhr erwartet. Das teilt die Polizei Nordschwaben mit.

16 Uhr: Straße im Kreis Dillingen gesperrt

Erste Auswirkungen zeigen sich am Sonntagnachmittag in Dillingen an der Donau. Zwischenzeitlich wurde die Kreisstraße DLG 24 zwischen dem Kreisverkehr bei Lauingen (Donau) und Weisingen wegen Überflutung für den Verkehr komplett gesperrt, teilt das Landratsamt Dillingen auf seiner Homepage mit.

15:56 Uhr: Seenlandschaft im Augsburger Land

Im Landkreis Augsburg traten die Schmutter und die Zusamen über die Ufer. Große Schäden blieben aber laut Auskunft der Polizei aus. Das Schmuttertal gleicht aber einer Seenlandschaft.

15:53 Uhr: Übersichtliche Lage in Augsburg

In Augsburg ist die Lage soweit entspannt, heißt es von Seite der Polizei am Sonntagnachmittag.

15:48 Uhr: Rosenheim droht Jahrhundertwasser

«Die Pegelstände dürften in den Bereich eines hundertjährigen Hochwassers und möglicherweise darüber ansteigen», so die Befürchtung eines Sprechers der Stadt Rosenheim. Noch seien die Deiche im Stadtgebiet selbst den Belastungen durch die zunehmenden Wassermengen in Mangfall und Inn aber gewachsen.

15:40 Uhr: Mure mitten durch ein Gästehaus

Im Berchtesgadener Land wurden drei landwirtschaftliche Anwesen evakuiert. In der Region bahnte sich zudem eine Mure den Weg mitten durch ein Gästehaus. Beschäftigte und Urlauber mussten das Gebäude verlassen. Über der Stadt brach am Mittag die Schleuse des Hintersees. Das Wasser des Bergsees lief ins Stadtgebiet. Davon betroffene Häuser würden geräumt, sagte ein Sprecher des Landratsamtes.

15:35 Uhr: Brücken über die Achen gesperrt

Am meisten Sorgen bereitet den Krisenstäben in Oberbayern das Anschwellen der aus Österreich kommenden Tiroler Achen, die in den Chiemsee mündet. Alle über den Fluss führenden Brücken wurden gesperrt, wie ein Polizeisprecher berichtete. An mehreren Stellen trat der Fluss über die Ufer.

15:32 Uhr: Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten

Nach fast ununterbrochenem Dauerregen hat sich die Hochwasserlage auch im südlichen Oberbayern dramatisch zugespitzt.  Katastrophenalarm gilt in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Miesbach sowie in Stadt und Landkreis Rosenheim. Mehrere Ortschaften sind wegen Überflutungen von der Außenwelt abgeschnitten, wie etwa Unterwössen und Schleching im Kreis Traunstein.

15:24 Uhr: Spendenaktion für Würzburger Africa-Festival

Erstmals in seiner über 20 Jahre langen Geschichte hat das Würzburger Africa-Festivals ein abruptes Ende gefunden - zumindest zum Teil. Die Abendkonzerte konnten spontan ins Trockene verlegt werden. Fast das gesamte Rahmenprogramm fiel allerdings im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Wo afrikanische Händler sonst ihre Waren feilbieten, schwappt auf den Wiesen das braune Main-Wasser. Bürgerschaft und Stadt haben mittlerweile eine Spendenaktion angeschoben, um den finanziell gebeutelten Veranstaltern unter die Arme greifen zu können.

15:15 Uhr: Wichtiger Hinweis für Hochwasser-Geschädigte

Hochwasser-Schäden sollten rasch dem Versicherer gemeldet werden. Darauf weist die Versicherungskammer Bayern hin. Die Telefonnummer der dortigen Schadenhotline: 0800/62 366236. Die Mitarbeiter sind auf die zu erwartende große Anzahl der  Meldungen   vorbereitet   und   werden   sich   schnellstmöglich   um   die Schadenregulierung   kümmern, heißt es in der Pressemitteilung.

15:10 Uhr: Aktuelle Warnungen

Der deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Starkregen im Süden und Osten Bayerns.

15:04 Uhr: Hochwasser erreicht Politik

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) berief ein Krisentreffen ein, um über mögliche Hilfen zu beraten.

14:55 Uhr: Hochwasserschutzwände werden in  Neuburg aufgebaut

Soeben haben THW, Feuerwehr und Stadt Neuburg beschlossen, die Hochwasserschutzwände entlang des Donaukais in Neuburg aufzubauen. Zwar hat das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt "Entwarnung" dahingehend gegeben, dass der Pegelstand von 6,50 Meter im 2005 nicht erreicht werden wird. Trotzdem wollen die Rettungskräfte der Bevölkerung ein sicheres Gefühl geben, hieß es bei einer weiteren Besprechung heute um 14 Uhr.

14:38 Uhr: Regen verwirrte offenbar Biber

Wahrscheinlich weil es auf der A8 derzeit so schön nass ist, lief am Samstagabend gegen 23 Uhr ein Biber auf die Autobahn zwischen Neusäß und Adelsried in Richtung. Das meldet heute die Polizei. Das Tier war auf der Fahrbahn in Richtung Stuttgart unterwegs. Ein Autofahrer erfasste das Tier. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Biber nicht.

14.25 Uhr: Merkel kündigt Unterstützung durch Bundeswehr an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den vom Hochwasser am stärksten betroffenen Ländern die «volle Unterstützung» der Bundesregierung versprochen. Wenn notwendig sei auch ein Einsatz der Bundeswehr möglich, betonte Merkel nach Angaben eines Regierungssprechers vom Sonntag. Die Kanzlerin habe mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dem sächsischen Regierungschef Stanislaw Tillich telefoniert. Die Bundesregierung stehe in ständigem Kontakt mit den betroffenen Ländern.

14.15 Uhr: Pegel der Donau steigt weiter

Geht es so weiter, wird der Pegel der Donau bei Donauwörth bald die Meldestufe 4 erreichen.

14.04 Uhr: 32-Jähriger tot aus Ammersee geborgen

In Utting (Kreis Landsberg) ist ein Mann tot aus dem Ammersee geborgen worden. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 32-Jährige den Abend in einem Lokal in Utting verbracht, bevor er dann zu Fuß den Heimweg antrat. "Nach Sachlage wäre es möglich, dass der 32-Jährige in den Hochwasser führenden Mühlbach stürzte und dann an die Einmündung in den Ammersee auf eine Sandbank getrieben wurde", berichtet die Kripo.  Die Ermittlungen dauern an, eine Obduktion wurde angeordnet.

13.56 Uhr: Talsperren laufen über - Sieben Orte in Thüringen evakuiert

Sieben Orte im Altenburger Land (Thüringen) werden derzeit evakuiert. Das berichtet der MDR. In Greiz wird die Überflutung der Stadt erwartet. Die Talsperren im Erzgebirge und Vogtland laufen über und bedrohen fünf Orte in Sachsen. Die Pegelstände der Mulde und der Weißen Elster steigen immer höher.

13:49 Uhr: Kleine Aufheiterung zwischendurch

Nächste Woche soll der Sommer kommen. Wirklich. Lesen Sie hier.

13.40 Uhr: 30 Kilometer Stau nach Totalsperre der A8 am Chiemsee

Das ist übel: Seit Sonntagvormittag ist die Autobahn A8 bei Grabenstätt (nähe Chiemsee) wegen Überflutung in beiden Richtungen total gesperrt. Der Verkehr - viele die Pfingsturlauber kehren heute zurück - staut sich aus Richtung Österreich mittlerweile auf knapp 30 Kilometern Länge. Aktuelle Stauinformationen in Echtzeit gibt es zum Beispiel hier.

13.30 Uhr: Wetterdienst will Unwetterwarnung für Schwaben aufheben

In Schwaben lässt der Niederschlag im Tagesverlauf langsam nach und es kommen nochmals 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter zusammen, mit den höchsten Werten im Allgäu. Das

berichtet der Deutsche Wetterdienst. Die laufenden Unwetterwarnungen für Schwaben würden voraussichtlich im Laufe des Nachmittags aufgehoben.

Zu den bereits gefallenen Mengen werden bis Montagvormittag an den Alpen nochmals 30 bis 70 Liter pro Quadratmeter erwartet. In Staulagen vor allem des östlichen Alpenrandes sind über 90 Liter pro Quadratmeter möglich. In Oberbayern und vom Bayerwald bis zum Frankenwald muss mit 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden.

13:23 Uhr: Auswirkungen auf Bahnverkehr

Die Bahnstrecken zwischen München und Salzburg über Freilassing sowie über Kufstein nach Österreich sind wegen Unterspülungen oder nach Murenabgängen unterbrochen.

13:20 Uhr: Neu-Ulm: Spitzen-Pegel für heute Abend erwartet

Hochwasser in Bayern - das bedeutet auch für die Einsatzkräfte im Raum Neu-Ulm höchste Anspannung. Nachdem für heute Abend gegen 20 Uhr Pegelspitzen von maximal 5,60 Meter an der Donau und sieben Meter an der Iller zu erwarten sind, wurden im Bereich Illerbrücke Sandsäcke platziert. Der Mobile Hochwasserschutz im Bereich Wonnemar wurde geschlossen. Der Bereich Silberwald und Umgebung ist teilweise überflutet; die dortige Gaststätte ist nicht mehr zugänglich, berichtet Wilhelm Schmid, Sprecher der Kreisbreandinspektion. In der Innenstadt sei der Mobile Hochwasserschutz vorbereitet und könne bei Bedarf jederzeit geschlossen werden, ebenso an der Wiblinger Straße.

13:13 Uhr: THW bringt Hochwasserschutzwände in Neuburg in Stellung

Das THW bringt in Neuburg gerade die Hochwasserschutzwände entlang des Donaukais vorsorglich in Stellung. Ob sie aufgebaut werden, entscheidet sich um 14 Uhr. Pegel steigt weiter. Momentan liegt er bei 5,15 Meter. An der Hölle, wo am Samstag bereits Hochwasserschutzwände aufgebaut wurden, ist die Donau bereits über das Ufer getreten. Dort steht aktuell das Wasser wenige Millimeter hoch.

13 Uhr: Hochwasser in Bayern - eine Zwischenbilanz

Die Hochwasser-Lage bleibt weiter sehr angespannt. Hier unsere Zwischenbilanz am Sonntagmittag:

+ In Berchtesgaden, Passau und Rosenheim wurde Katastrophenalarm ausgelöst

+ Der Pegel der Donau steigt weiter. In Dillingen, Donauwörth, Neuburg blicken die Rettungskräfte mit etwas Sorge auf die weitere Entwicklung. Brisant könnte sich die Lage auch noch an der Donau im Bereich Neu-Ulm entwickeln; hier treffen sich die verantwortlichen Einsatzleiter der beteiligten Behörden um 14.00 Uhr zu einer weiteren Einsatzbesprechung.

+ Relativ ruhig ist die Lage aktuell in Augsburg, Wertingen und Landsberg. Hier sind nur kleinere Überschwemmungen zu verzeichnen.

+ Auch in München melden die Rettungsdienste nur wenige Einsätze.

+ Im Allgäu hat sich die Lage nach einer hektischen Nacht leicht entspannt. Zwischen 8 und 12 Uhr registrierte die Polizei Schwaben Süd/West noch insgesamt 62 Vorkommnisse. Vereinzelt wurden geringe Fahrbahnüberschwemmungen und Behinderungen auf Gehwegen mitgeteilt.

12.55 Uhr: A8 am Chiemsee total gesperrt

Seit Sonntagvormittag ist die Autobahn bei Grabenstätt (nähe Chiemsee) wegen Überflutung in beiden Richtungen total gesperrt. Auch alle örtlichen Umleitungsstrecken sind beeinträchtigt und nicht befahrbar, berichtet die Polizei.  Autofahrer werden gebeten Fahrten auf ein absolut notwendiges Minimum zu beschränken oder die Chiemseeregion weiträumigst zu umfahren. Die Situation wird wohl - der weiteren Wetterentwicklung entsprechend - noch länger Andauern.

Derzeit ist es nicht möglich konkrete Umleitungsstrecken zu empfehlen, da beispielsweise auch die Tauernautobahn (A10) im österreichischen Kärnten wegen  Erdrutsch total gesperrt ist. 

12.50 Uhr: Aktuell - die Pegelstände aus unserer Region

Hier im Überblick die wichtigsten aktuellen Pegelstände der Gewässer in unserer Region (Quelle: Hochwassernachrichtendienst Bayern, Stand: 12.45 Uhr).

Donau bei Donauwörth: Meldestufe 3

Donau bei Neu-Ulm: Meldestufe 3

Donau bei Günzburg: Meldestufe 3

Donau bei Dillingen: Meldestufe 1

Donau bei Neuburg: Meldestufe 3 (gestiegen)

Zusam bei Fleinhausen: Meldestufe 2

Günz bei Nattenhausen: Meldestufe 2

Mindel bei Offingen: Meldestufe 2

Mindel bei Hasberg: Meldestufe 2

Schmutter bei Fischach: Meldestufe 0

Wörnitz bei Harburg: Meldestufe 2

Paar bei Aichach: Meldestufe 3

Wertach bei Augsburg-Oberhausen: Meldestufe 2

Wertach bei Türkheim: Meldestufe 1

Lech in Haunstetten: Meldestufe 0

Lech bei Landsberg: Meldestufe 1

Iller bei Kempten: Meldestufe 3

Iller bei Sonthofen: Meldestufe 2 

12.28 Uhr: Kleine Überflutungen in Augsburg - es regnet weiter

Die Feuerwehr in Augsburg ist aktuell an mehreren Stellen im Einsatz. Bereits am Samstag hatte es an der Perzheimstraße und an der B17-Auffahrt in Göggingen kleinere Überschwemmungen gegeben, die Fahrbahnen waren teilweise überschwemmt. Derzeit sind die Unterführungen am Oberhauser Bahnhof und in der Hochzoller Straße neuralgische Punkte. Dort bleibt immer wieder Wasser stehen, weil Gullyschächte von Müll und Laub verstopft sind. Gleichzeitig regnet es in Augsburg weiter.

12:15 Uhr: Katastrophenalarm auch in Rosenheim

Auch im oberbayerischen Rosenheim wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Speziell die Mangfall bereite Probleme, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. «Die Pegelstände dürften in den Bereich eines hundertjährigen Hochwassers und möglicherweise darüber ansteigen», so die Befürchtung. Nach derzeitiger Einschätzung seien die Deiche im Rosenheimer Stadtgebiet selbst den Belastungen durch die zunehmenden Wassermengen in Mangfall und Inn gewachsen. Die Behörden sorgen sich um jene Stellen, wo der verbesserte Hochwasserschutz noch nicht durchgängig fertiggestellt ist.

12:13 Uhr: Katastrophenalarm in Passau

Nach dem tagelangen Dauerregen in Bayern hat die Stadt Passau am Sonntag Katastrophenalarm ausgerufen. In Passau rechnen die Einsatzkräfte damit, dass der Pegel der Donau bis zum Abend auf etwa 10,50 Meter steigt. Neben Teilen der Altstadt sind auch die Bundesstraßen 388 und 12 überspült, viele Häuser in Passau sind nur noch über Stege erreichbar. Die Stadt hat um Unterstützung der Bundeswehr gebeten.

11.50 Uhr: Weitere Überflutungen in Neuburg erwartet

Der Pegel der Donau in Neuburg hat mit derzeit 5,05 Meter eine kritische Höhe erreicht, berichten die Kollegen vor Ort. Erste Schutzwände wurde bereits gestern Nachmittag aufgebaut.

Bis 14 Uhr fällt die Entscheidung, ob entlang des Donaukais ebenfalls eine Hochwasserschutzwand aufgebaut werden soll. Der Nachtbergweg ist bereits gesperrt, ebenso wie der Fußweg ab der Schlösslwiese. Im Laufe des Tages wird mit einem Anstieg der Donau auf über sechs Meter gerechnet. Damit würden Teile des Brandls überschwemmt werden. Für die Bewohner der Leopoldineninsel ist derzeit noch keine Gefahr in Verzug, hieß es Sonntagvormittag bei einer Besprechung zwischen THW, BRK, Katastrophenschutz, Feuerwehr und der Stadt Neuburg.

11.35 Uhr: Katastrophenalarm in Berchtesgaden

Angesichts der Überflutungen hat das Landratsamt in Berchtesgaden Katastrophenalarm ausgelöst. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gerade.

11.30 Uhr: Hochwasser: A8 total gesperrt

Auf mehreren Autobahnen und Bundesstraßen kommt es aktuell wegen Überflutungen zu Sperrungen und Behinderngen. Betroffen sind unter anderem die A8, die bei Grabenstätt total gesperrt ist,  und die B304 bei Wasserburg. Ein aktueller Überblick über die Verkehrslage bei bayerninfo.de.

11.28 Uhr: Damm gebrochen - Rettungskräfte evakuieren Teile von Marquartstein

Einsatzkräfte begannen am Sonntagvormittag damit, Teile Marquartsteins (bei Traunstein) zu räumen. Sorge bereitete hier der sehr hohe Wasserstand der Ache und die aufgeweichten Dämme. Gegen 10.00 Uhr brach ein Teil eines Achendammes zwischen Grassau und Übersee ostseitig, berichtet die Polizei aktuell. Einsatzkräfte beobachten dort die Entwicklung des überwiegend in landwirtschaftliche Felder und Waldstücke abfließenden Wassers.

11.22 Uhr: Trinkwasserversorgung in Schneizlreuth eingeschränkt

In der Gemeinde Schneizelreuth im Berchtesgadener Land mussten die Trinkwasserpumpen wegen Überflutung abgeschaltet werden. Die Gemeinde ruft ihre Bürger zu sparsamen Verbrauch auf.

11.15 Uhr: Donauwörth: "Deutliche Verschärfung der Lage" erwartet

Mit Stand um 10.50 Uhr hat die Donau bei Donauwörth einen Pegel von 5,14 erreicht - die gleiche Marke wie beim Hochwasser am 11. März 2006. Doch nach Informationen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern, gehen die Verantwortlichen von einer "deutlichen Verschärfung der Hochwasserlage" im Laufe des Sonntag und Montag aus. Die Spitze ist für Montag/Dienstag über der Meldestufe 4, also über 5,40 Meter zu erwarten.

11.05 Uhr: Feuerwehr in München pumpt Keller aus

Der Dauerregen der letzten Tage hat auch die Isar stark anschwellen lassen. Derzeit ist laut Wasserwirtschaftsamt die Meldestufe 2 überschritten worden. Bisher hat die Feuerwehr in München aber nur wenige Einsätze aufgrund von Wasser in Kellern zu verzeichnen. In den letzten 24 Stunden waren 16 Einsätze abzuarbeiten, hieß es. Schwerpunkt war dabei die Au im Bereich der Lilienstraße.

10.40 Uhr: Dauerregen in Günzburg lässt nach, Donau-Pegel bei Meldestufe 3

In Günzburg hat der Dauerregen nachgelassen, berichten unsere Kollegen vor Ort. Aber der Pegel an der Donau in Günzburg steigt immer weiter. Meldestufe drei ist erreicht. Das bedeutet, dass einzelne Grundstücke geflutet werden können. Gegenwärtig steht der Donauradweg zwischen Günzburg und Reisensburg unter Wasser.

10.29 Uhr: Mittelschwaben: "Könnten mit einem blauen Auge davonkommen"

Leicht entspannt zeigt sich die Hochwasser-Lage aktuell in Mittelschwaben. Die Pegel der Flüsse und Bäche sind insgesamt etwas gesunken, der Dauerregen hat nachgelassen. Aber einen Grund zur Entwarnung gibt es noch nicht. "An der Donau könnte es noch kritisch werden", meint Roman Gepperth, Fachbereichsleiter Kathastrophenschutz im Landratsamt. "In Mittelschwaben könnten wir aber mit einem blauen Auge davonkommen", ergänzt der Thannhauser Feuerwehr-Kommandant Karl Heinz Pfitzmayr. Ähnlich sieht dies Krumbachs Kommandant Wolfgang Hiller. Mehr im ausführlichen Bericht von Peter Bauer aus Krumbach.

10.20 Uhr: Pegel der Iller in Kempten stabil - Weitere Sperrungen

Aktuell ist der Pegel der Iller im Stadtgebiet Kempten nach einer Spitze in der Nacht stabil. Das berichtet die Stadt Kempten. Nach einer Überflutung der Füssener Straße / Lenzfrieder Straße ist der Bereich noch gesperrt. Straßen sowie Geh- und Fußwege in Iller-Nähe bleiben zur Sicherheit allerdings weiterhin gesperrt. Die Stadt Kempten bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die Uferbereiche zu meiden. Aktuelle Informationen gibt es auf der Webseite der Stadt.

10.15 Uhr: Experten: Hochwasserschäden immer dokumentieren

Wichtig zu wissen für alle, die vom Hochwasser betroffen sind: Schäden am Haus oder auf dem Grundstück sollten sofort der Versicherung gemeldet werden. Zudem müssen Betroffene nachweisen, dass tatsächlich das Wasser die Ursache für die Schäden war. Deshalb sollten sie beschädigte Gegenstände nicht sofort wegwerfen, sondern besser erst einmal zur Seite räumen, rät Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV). "Wenn man in seinem Aufräumwahn alles schon wegschmeißt, hat man natürlich ein Problem." Können die Schäden nicht unrepariert bleiben, sollte der Besitzer sie fotografieren oder filmen.

10.05 Uhr: Dramatische Bilder aus dem Allgäu

140 Einsätze in zwölf Stunden - das Hochwasser hielt in der Nacht viele Feuerwehren im Allgäu in Atem. Hier die ersten Bilder, die uns erreicht haben.

9.56 Uhr: Webcam zeigt überflutete Innenstadt von Passau

In Passau stehen Teile der Altstadt bereits unter Wasser. Hier eine Webcam, die die Ausmaße der Überschwemmung ganz gut zeigt.

9.51 Uhr: Katastrophenalarm in Chemnitz, Zwickau und Raum Leipzig

Die Stadt Chemnitz hat nach nächtlichem Dauerregen Katastrophenalarm ausgerufen. Am Sonntagmorgen wurde am Fluss Chemnitz kurzzeitig die Schwelle zur Hochwasser-Alarmstufe 4 überschritten, teilte die Stadt mit. Für die Zwönitz gilt bereits die  höchste Alarmstufe. Auch in Zwickau und im Landkreis Leipzig gaben die Behörden Katastrophenalarm.

9.45 Uhr: Lech in Haunstetten erreicht Meldestufe 1

Der Lech in Augsburg-Haunstetten hat jetzt auch die Meldestufe 1 erreicht. An der Wertach in Augsburg-Oberhausen haben wir schon länger die Meldestufe 2. Danke an David H. für den Hinweis per Facebook.

9.34 Uhr: 140 Feuerwehr-Einsätze in der Nacht im Allgäu

140 Feuerwehr-Einsätze binnen zwölf Stunden: Diese Bilanz zieht das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West für die vergangene Nacht. Schwerpunkte waren dabei die Landkreise Lindau und Oberallgäu.

9.31 Uhr: Hochwassernachrichtendienst: Deutliche Anstiege von Naab und Regen

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern erwartet im Lauf der kommenden Stunden einen deutlichen Anstieg von Naab und Regen. Bei den nördlichen Donauzuflüssen Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen kommt es schon jetzt verbreitet zu Überschreitungen der Meldestufe 1 bis 3 (Thann/Altmühl Meldestufe 4).

9.27 Uhr: Hochwasser: Evakuierungen in Tirol

"Überschwemmungen, Murenabgänge und Ausuferungen": so beschreiben die Kollegen der "Kleine Zeitung" die aktuelle Situation in Tirol ausgelöst. Besonders betroffen sind demnach die Bezirke Kitzbühel und Kufstein. In der Gemeinde Kössen (Bezirk Kitzbühel) ist eine Siedlung mit etwa 200 Häusern gefährdet, 80 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden.

9.23 Uhr: Zwei Menschen nach Murenabgang vermisst

Auch in Österreich hat der Dauerregen fatale Folgen. In Taxenbach im Salzburger Land hat eine Mure vermutlich zwei Menschen in den Tod gerissen. Das berichten die Salzburger Nachrichten soeben.

9.02 Uhr: Hochwasser: Zwei Todesopfer in Baden-Württemberg befürchtet

In Baden-Württemberg hat das Hochwasser vermutlich zwei Todesopfer gefordert. Im überfluteten Reutlingen wird seit gestern Abend ein zweiter  Mann vermisst. Die Rettungskräfte suchten bislang vergeblich. Seit Freitag wird bereits ein 46-jähriger Bauarbeiter vermisst.

Die Polizei sperrte am Samstag in Baden-Württemberg bereits mehrere Autobahn-Abschnitte und Bundesstraßen ab. Auf der A8 bei Pforzheim überschwemmte die Enz einen Teil der Fahrbahn. Bei Karlsruhe mussten sowohl die A5 als auch die B10 nach Erdrutschen zeitweise gesperrt werden.

8.50 Uhr: Aktuell - die Pegelstände aus unserer Region

Hier im Überblick die wichtigsten aktuellen Pegelstände der Gewässer in unserer Region. Viele Flußpegel sind in den letzten Stunden weiter gestiegen:

Donau bei Donauwörth: Meldestufe 3 (gestiegen)

Donau bei Neu-Ulm: Meldestufe 3 (gestiegen)

Donau bei Günzburg: Meldestufe 3 (gestiegen)

Donau bei Dillingen: Meldestufe 1

Donau bei Neuburg: Meldestufe 3 (gestiegen)

Zusam bei Fleinhausen: Meldestufe 2

Günz bei Nattenhausen: Meldestufe 3

Schmutter bei Fischach: Meldestufe 1

Mindel bei Offingen: Meldestufe 3

Mindel bei Hasberg: Meldestufe 2

Wörnitz bei Harburg: Meldestufe 2

Paar bei Aichach: Meldestufe 3

Wertach bei Augsburg-Oberhausen: Meldestufe 2 (gestiegen)

Wertach bei Türkheim: Meldestufe 1

Lech in Haunstetten: Meldestufe 0

Iller bei Sonthofen: Meldestufe 2

Iller bei Wiblingen: Meldestufe 3 (gestiegen)

8.42 Uhr: 10.000 Sandsäcke in Passau verteilt - Krisenstab tagt

In Passau nehmen die Überschwemmungen wie befürchtet zu. inzwischen sind auch Teile der Bundesstrassen B388 und B12 überspült. Der Pegel der Donau erreichte mehr als 8,70 Meter - das sind 1,20 Meter mehr als noch am Samstagabend, berichtet der Bayerische Rundfunk. Auch der Inn ist demnach rasant angeschwollen und führt jetzt 6,00 Meter Wasser - ebenfalls eine Steigerung von rund 1,50 Meter binnen weniger Stunden. Ein Krisenstab aus Ordnungsamt, Feuerwehr, THW und BRK plant das weitere Vorgehen. 10.000 Sandsäche liegen bereit, um die hereindrückenden Wassermassen zu bändigen.

8.30 Uhr: Feuerwehren im Allgäu im Großeinsatz

Vor allem im Allgäu sind sind die Feuerwehren seit der Nacht vielerorts im Großeinsatz. Keller sind vollgelaufen, Muren haben Straßen verschüttet.  Besonders betroffen sind Lindau, Lindenberg, der Bereich um Oberstdorf, Marktoberdorf und Scheidegg.

8.25 Uhr: B16 nach Murenabgang gesperrt - Fahrer prallt gegen Baum

Bei Rieden am Forggensee ist eine Mure abgegangen und hat die Hälfte der Fahrbahn der B 16 verschüttet. Zudem wurde ein Baum umgerissen. Ein Lkw-Fahrer fuhr in den verschütteten Bereich und prallte gegen den Baum. Der Fahrer blieb unverletzt. Aufgrund des Murenabgangs kommt es zu Behinderungen. Für die Beseitigung der Mure wird derzeit eine Zeitdauer von einem Tag angesetzt.

8.22 Uhr: Zufahrt zum Birgsautal bei Oberstdorf gesperrt

Im Bereich der Straße zum Birgsautal bei Oberstdorf kam es in der Nacht zu einem Murenabgang. Zwar wurde die Straße selbst bisher nicht betroffen, aber aus Sicherheitsgründen musste die Straße bis Tagesanbruch für den Verkehr gesperrt werden. Die Bewohner im Birgsautal wurden über die Maßnahme informiert, so die Polizei.

8.20 Uhr: Wettervorhersage: Es regnet weiter

Wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, wird es heute vor allem in Süd- und Ostbayern gebietsweise schauerartig verstärkt weiter regnen. Zu den bereits gefallenen Mengen werden bis Montagfrüh an den Alpen nochmals 30 bis 70 Liter pro Quadratmeter, in den Staulagen des östlichen Alpenrandes sind bis zu 90 Liter pro Quadratmeter möglich. In Oberbayern und vom Bayerwald bis zum Frankenwald muss mit 20 bis 50 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. In den betroffenen Gebieten sei mit einer Verschärfung der Hochwassersituation zu rechnen.

Am Alpennordrand bis Sonntagabend mit höchstens kurzen Unterbrechungen wird es weiterhin starke Regenfälle geben, mit Niederschlagsmengen von verbreitet 60 bis 100 Liter pro Quadratmeter. Im Allgäu im Tagesverlauf allerdings deutlich nachlassende Regenfälle.

8.12 Uhr: Hochwasser in Bayern - Wasserstände der Donau steigen

Die Hochwasserlage im Donau- und Inngebiet verschärfe sich, meldet der Hochwassernachrichtendienst soeben. Vielerorts komme es in Bayern zur Überflutung von überörtlichen Straßen und bebauten Flächen.

Die Wasserstände entlang der gesamten Donau steigen weiter in der Meldestufe 3, am Pegel Passau/Donau ist die Meldestufe 4 überschritten und im Tagesverlauf steigt dort der Wasserstand noch weiter.

In den Flussgebieten von Iller, Lech und Isar werden Überschreitungen der Meldestufen 1 bis 3 registriert. Der Schwerpunkt der Überflutungen liegt im Inngebiet, wo derzeit schon an einigen Pegeln die Meldestufe 4 überschritten wird (Kraiburg/Inn, Hochberg/Traun, Staudach/Tiroler Achen und in Kürze Feldolling/Mangfall). Für Südostbayern sind weitere ergiebige Regenfälle vorhergesagt.

Auch bei den nördlichen Donauzuflüssen Wörnitz, Altmühl, Naab und Regen kommt es verbreitet zu Überschreitungen der Meldestufe 1 bis 3 (Thann/Altmühl Meldestufe 4), deutliche Wiederanstiege werden für Naab und Regen erwartet.

8.00 Uhr: Hochwasser: Landratsamt Dillingen richtet Hotline ein

Angesichts weiter steigender Pegel hat das Landratsamt Dillingen eine Hotline eingerichtet. Besorgte Bürger erhalten seit heute, 8 Uhr, unter der Nummer 09071/51-350 Informationen.

7.45 Uhr: Was gestern geschah

Die Hochwasser-Lage in Bayern spitzte sich weiter zu. Auch in Schwaben und Oberbayern stiegen die Pegel. An der Paar, der Donau und der Günz war teilweise schon die Meldestufe 3 erreicht. Besonders besorgt blickten die Rettungskräfte auf die Iller. Im Allgäu sind vielerorts Straßen und Keller überflutet, die Feuerwehren sind im Großeinsatz. Auch im Raum Dillingen warteten die Menschen gespannt auf die Entwicklung an der Donau. Das Problem: Der Deutsche Wetterdienst rechnet zumindest bis Sonntagmittag weiter mit Stark- und Dauerregen.

Den Liveticker vom Samstag finden Sie zum Nachlesen hier.

7.00 Uhr: Tag 3 unseres Livetickers zum Hochwasser

Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Wir berichten heute weiter aktuell über die Hochwasserlage in Deutschland mit einem Schwerpunkt auf unsere Region.

i

Artikel kommentieren

Die neuesten Kommentare