Donnerstag, 20. Juni 2013

02. Februar 2012 18:06 Uhr

Bäckerei-Kette

Hygienemängel: Ungeziefer bei Müller-Brot gefunden

Der Betrieb bei der Bäckerei-Kette Müller-Brot steht vorerst still. Es gibt weitere Details zu den Hygiene-Problemen. Von Ungeziefer ist die Rede.

Nach Hygienemängeln steht der Betrieb bei der Bäckerei-Kette Müller-Brot noch immer still. «Die Probleme bei der Grundhygiene werden behoben. Der Betrieb kann aber erst wieder aufgenommen werden, wenn die Hygienestandards einwandfrei sind», erklärte ein Sprecherin des Landratsamtes Freising am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Nun wurden weitere Details bekannt. Die stillgelegte Großbäckerei Müller-Brot ist auch von Schädlingen befallen. Wie das Landratsamt Freising am Donnerstag mitteilt, seien bei einer Kontrolle Anfang der Woche «Schädlinge in erheblichem Umfang in den Betriebsräumen und starke Verschmutzungen bei den für die Lebensmittelherstellung eingesetzten Geräten festgestellt worden». Dies habe nach dem Lebensmittelrecht eine komplette Anlagen- und Betriebsreinigung des Produktionsstandortes Neufahrn erforderlich gemacht.

Müller-Brot: Nicht das erste Mal Hygiene-Probleme

Es ist offenbar nicht das erste Mal, dass es bei Müller-Brot Probleme mit der Hygiene gibt. «Bei zurückliegenden Kontrollen bei der Firma Müller-Brot wurden in Teilbereichen Mängel festgestellt», heißt es in der Mitteilung weiter. Sie hätten jedoch nicht dauerhaft beseitigt werden können.

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Wie eine Sprecherin des Landratsamtes Freising sagt, würden derzeit die Probleme der Grundhygiene behoben. «Der Betrieb kann aber erst wieder aufgenommen werden, wenn die Hygienestandards einwandfrei sind.»

Die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung kontrollierten die Wartung der Anlage. Wann die Produktion in der Groß-Bäckerei in Neufahrn (Oberbayern) wieder hochgefahren werden könne, sei noch immer offen. Müller-Brot zählt laut Verband Deutscher Großbäckereien zu den zehn größten Bäckereiketten Deutschlands.

Hygienemangel bei Müller-Brot

Die Kunden der rund 260 Müller-Brot-Filialen und an die 3600 Verkaufsstellen mussten am heutigen Donnerstag nicht komplett auf Backwaren verzichten. «Es kommt allerdings zu Verzögerungen bei der Auslieferung», so ein Firmensprecher. Durch Zusammenarbeit mit Partner-Unternehmen werde versucht, den Produktionsausfall in Neufahrn abzudämpfen. Welche - sonst eventuell in Konkurrenz zu Müller-Brot stehende Bäckereien dies sind - wollte der Sprecher jedoch nicht mitteilen.

Müller-Brot: Für Verbraucher bestand nie Gefahr

Die Leitung der Firma hatte schon zu Beginn der Woche in Absprache mit der Behörde einen vollständigen Produktions-Stopp beschlossen, nachdem sie zuvor «hygienische Mängel» eingeräumt hatte - ohne aber konkret zu werden. Laut der Firma bestand für die Verbraucher zu keinem Zeitpunkt Gefahr. Müller-Brot backt nach eigenen Angaben bis zu eine Million Semmeln und Brezeln pro Tag sowie bis zu 70.000 Brote. Müller-Brot beschäftigt etwa 1300 Mitarbeiter. dpa/AZ

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