Ein regelrechtes Tierdrama erregt im Raum Aichach die Gemüter. Ein Jagdhund hat eine Katze totgebissen.
Kühbach-Haslangkreit (ull) - Ein regelrechtes Tierdrama erregt derzeit die Gemüter im Kühbacher Ortsteil Haslangkreit (Landkreis Aichach-Friedberg). Fakt ist, ein oder zwei Jagdhunde haben eine Katze in die Enge getrieben und diese anschließend totgebissen. Kontroverse Angaben gibt es jedoch zum genauen Hergang. Eine Zeugin wirft der Hundehalterin vor, die Katze ihren Tieren der Rasse Deutsch Stichelhaar absichtlich zum Fraß vorgeworfen zu haben.
Wie Polizeihauptkommissar Erich Weberstetter gestern auf Anfrage bestätigte, erstattete die Zeugin des Vorfalls, die zufällig des Weges kam, Anzeige bei der Polizei. Diese zog sie wenig später zwar wieder zurück, die Aichacher Polizei ermittelt aber dennoch und wird die Anzeige demnächst auch der Staatsanwaltschaft vorlegen.
Frau hat die Katze vom Baum geschüttelt
Die Zeugin gab bei der Polizei an, dass sich die Katze am vergangenen Donnerstag im Nachbargrundstück, dem Anwesen der Hundebesitzerin, aufgehalten habe. Aus Furcht vor den herannahenden Jagdhunden sei sie offenbar auf einen Baum geflüchtet. Dann soll nach Angaben der Zeugin Ungeheuerliches passiert sein: Anstatt ihre Tiere zurückzuhalten, soll die Hundebesitzerin den Baum geschüttelt haben, so dass die Katze herunterfiel. Dann sollen die Hunde die Katze gerissen haben.
Die Hundehalterin stellt die Situation nach Angaben von Erich Weberstetter jedoch ganz anders dar. Beteiligt gewesen sei nur ein Hund. Sie habe versucht, den betreffenden Vierbeiner, der 37 Kilo schwer sei und eine Schulterhöhe von 70 Zentimetern habe, vom Baum wegzuziehen. Dies sei ihr aber nicht gelungen. Stattdessen habe das Rütteln am Baum verursacht, dass die Katze zu Boden fiel und von dem Hund geschnappt wurde. Für die Aichacher Polizei steht hier Aussage gegen Aussage. Beweise, die gesichtet werden könnten, gebe es wenig, so der Polizeihauptkommissar. Die tote Katze sei bereits entsorgt; weitere Zeugen gebe es keine. Die Ermittlungen laufen aber weiter.
Vor allem deshalb, weil die Spaziergängerin die Hundebesitzerin auch wegen Bedrohung angezeigt hat. Bei der vermeintlichen Rettungsaktion für die Katze soll Letztere nach Angaben der Zeugin gesagt haben: Sie und ihr Hund sind die nächsten. Die Angesprochene ist des Öfteren mit dem kleinen Mischlingshund einer Familienangehörigen unterwegs. Die beschuldigte Frau sprach gegenüber der Polizei von einem Missverständnis. Ihrer Aussage nach habe sie lediglich so etwas gesagt wie: Wie soll ich das allein schaffen. Machen Sie es doch, wenn Sie es besser können.
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