Samstag, 24. Februar 2018

07. Juli 2016 06:38 Uhr

Ritterturnier

Kaltenberger Ritterturnier: Der Kampf um Kaltenberg beginnt

Beim Kaltenberger Ritterturnier ist einiges neu: Neuer Herold, neue Dramaturgin – und eine neue Geschichte, die aus der Feder des Prinzen Heinrich stammt. Eine Vorschau.

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Die Kaltenberger Rittertspiele 2015: Königin Isabel (Betina Pelz) schlägt den Falken (Yann Vaille) zum Ritter.
Foto: Julian Leitenstorfer

Er hat im Laufe der Jahre seine Namen mindestens genauso so oft gewechselt, wie seine Kontrahenten. Und auch in diesem, dem 37. Jahr des Kaltenberger Ritterturniers (15. bis 31. Juli) , wird er wieder maßgeblich die Geschichte und den Verlauf des weltweit wohl mit bekanntesten Mittelalter-Events prägen: der Schwarze Ritter. Ab nächstem Freitag wird er seine Anhänger wieder um sich scharen, bereit für den „Kampf um Kaltenberg“.

Vermutlich werden sich Frédéric Laforêt und seine Spießgesellen in diesem Jahr ganz besonders in Zeug legen, denn Regisseur Till Wyler von Ballmoos hat versprochen: „In diesem Jahr dürfen die Zuschauer den Ausgang der Geschichte in jeder Show maßgeblich beeinflussen.“ Wie er das anstellen möchte, das weiß bislang er allein – oder vielleicht sein neuer Herold, der in Berlin lebende Schauspieler Mathias Kopetzki (Alarm für Cobra 11, Soko Köln, GSG 9, ...). Der ist zwar bekennender Winnetou-Fan, Fechten gehört aber zu seinen vielen Hobbies und Mittelaltergeschichten faszinieren ihn ohnehin.

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Er kam auf Empfehlung der neuen Dramatikerin Rebekka Kricheldorf – in Berlin zählt die 41-Jährige neben Kollegen wie Peter Handke oder Ferdinand Schirach zum Autorenkreis des Deutschen Theaters – nach Kaltenberg, die für die Entwicklung der Geschichte und der Dialoge zuständig ist. Der „Kampf um Kaltenberg“ stammt nämlich aus der Feder von Heinrich Prinz von Bayern, also einem Autor, der die Geschichte und die Örtlichkeiten des Wittelsbacher Schlosses wohl wie kein zweiter kennt.

Kaltenberger Ritterturnier: Welche Rolle spielt der Hofnarr?

Er verwandelt die große Turnierarena in das Königreich Kaltenberg, in dem Königin Marian – und da gibt es ein Wiedersehen mit der Stuntfrau Marion Levavasseur – und Prinz Erec (Ludovic Gortva) gemeinsam herrschen. Auf der Suche nach den mutigsten Recken durchstreift eines Tages Kaiser Theudebald die Lande, der von Andreas Sühner, einem Mitwirkenden der Lagergruppe Cullach Cuthach, dargestellt wird, und macht ausgerechnet den Schwarzen Ritter Vladorak zu seiner rechten Hand.

Damit kennen wir den aktuellen Namen des Schwarzen. Vladorak, welch Wunder, hat natürlich keinen guten Einfluss auf den eigentlich so gütigen und gerechten Kaiser. Theudebald verändert seinen Charakter und das nicht zum Guten. Königin Marion flieht vor der Zwangshochzeit mit Vladorak bis in die Mongolei zu Abdul Khan, solange, bis das Ganze dann in einem Gottesurteil endet.

Wie das aber aussehen wird, welche Rolle der Königliche Hofnarr Wandelbar erstmals in der Geschichte spielen wird, was die amtierenden Gauklerkönige Mick und Danny in der Arena zu suchen haben und was sich hinter einem sechs Meter hohen Denkmal für den Schwarzen Ritter verbirgt – nur ein Besuch in der Arena zu Kaltenberg kann da Licht ins Dunkel der Geschichte bringen.

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Schlagworte

Berlin | Köln | Mongolei

Ein Artikel von
Dieter Schöndorfer

Landsberger Tagblatt
Ressort: Lokalnachrichten Landsberg


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