Es wird weder Bier gebraut noch ausgeliefert: Rund 60 Beschäftigte des Münchner Hofbräuhauses legten am Morgen ihre Arbeit in der Brauerei nieder. Auch in anderen Brauereien stand in den vergangenen Tagen die Produktion still.

München (dpa) - Seit dem Morgen wird in der Brauerei des weltberühmten Münchner Hofbräuhaus weder Bier gebraut noch ausgeliefert. Rund 60 Beschäftigte befinden sich nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Ausstand.
Bis zum Mittag soll die gesamte Produktion stillstehen.Die NGG fordert für die rund 10000 Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe sechs Prozent mehr Lohn, der Bayerische Brauerbund hat nach eigenen Angaben bislang zwei Prozent mehr Geld vom 1. April an angeboten.
Vor gut zwei Wochen hatten die Tarifparteien die Verhandlungen nach der zweiten Runde ergebnislos abgebrochen. Ein neuer Verhandlungstermin wurde zunächst nicht vereinbart. In den kommenden Tagen will die NGG mit weiteren Aktionen Druck auf die Arbeitgeber ausüben.
Am Montag hatten Brauer der Spaten-Franziskaner-Brauerei und der Augustiner Brauerei in München sowie der Kulmbacher Brauerei und das Schweinfurter Brauhaus ihre Arbeit zeitweise niedergelegt. Bereits am Freitag waren Beschäftigte des Allgäuer Brauhauses in Marktoberdorf in den Warnstreik getreten.
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