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26. Februar 2008 10:01 Uhr

Kinderpornos: Ministerialrat gefeuert

Weil er Sex-Szenen von kleinen Mädchen auf seinem Computer hatte, ist ein Ministerialrat gefeuert worden.

(AZ) - Seine leitende Position im Wirtschaftsministerium ist er nun los: Ein 50-jähriger Ministerialrat ist vom Gericht gefeuert worden, weil er Vergewaltigungs-Szenen von kleinen Mädchen auf seinem Computer hatte.

Der Mann hatte nach einem Bericht der Abendzeitung auf seinem Privatlaptop 1315 Kinderpornobilder und 23 Videodateien, in denen Mädchen unter 14 Jahren sexuell missbraucht wurden - das jüngste war erst zwei Jahre alt. 2006 entdeckte die Polizei bei einer Razzia die Bilder und Videos. Seine Kreditkarte hatte den Mann entlarvt. Er und weitere 321 Männer in ganz Deutschland hatten so für die Lieferung von Kinderporno-Dateien gezahlt, wie die tz berichtet.

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Der Ministerialrat gestand, verurteilt wurde er bereits im Februar 2007: Er erhielt eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung und musste 3000 Euro Strafe zahlen. Als Beamter wurde er zudem noch disziplinarrechtlich verfolgt, wobei ihm zunächst nur das Gehalt gekürzt werden sollte. Eine Degradierung um zwei Gehaltsstufen wurde angestrebt.

Als aber herauskam, dass der Beschuldigte mit seiner Kreditkarte nicht nur einmal im Internet Kinderpornos gekauft hatte, beantragte Landesanwältin Simone Widmann die Entlassung des Mannes. Zunächst hatte der Anwalt des Beschuldigten, der nicht vor Gericht erschien, die Vertagung des Prozesses gefordert: "Das Verfahren muss ausgesetzt werden, weil ein psychiatrisches Gutachten eingeführt werden muss", so zitiert ihn die Abendzeitung.

Sein Mandat leide danach unter einer "krankhaften Mutter-Sohn-Beziehung" und habe sich zur Tatzeit in einem "psychischen Ausnahmezustand" befunden. Das Gericht wies den Antrag auf Aussetzung dennoch ab. Es folgte dem Antrag der Landesanwältin am Montag und feuerte den 50-Jährigen.

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