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23. Juni 2009 19:45 Uhr

Gast der Redaktion

Konsul geht von München nach Islamabad

US-Generalkonsul Eric Nelson verlässt nach drei Jahren Bayern. 72.000 Kilometer sei er in dieser Zeit kreuz und quer durch den Freistaat gefahren. Von Ursula Ernst Von Ursula Ernst.

Von München nach Islamabad
Foto: ALFA

Von Ursula Ernst. Augsburg

Die drei Jahre in Bayern waren schnell vorbei für den US-Generalkonsul Eric Nelson. 72.000 Kilometer sei er in dieser Zeit kreuz und quer durch den Freistaat gefahren, habe alle Ecken kennen, die Menschen schätzen und die Landschaft lieben gelernt.

Und mehrfach machte er auf diesem Weg, so auch am Dienstag, Station im Haus der Augsburger Allgemeinen. Doch jetzt heißt es für den 47-jährigen Abschied nehmen. Die diplomatische Karriereleiter sieht als nächste Stufe die pakistanische Hauptstadt Islamabad als Station vor.

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Gemeinsam mit Freunden aus halb Europa und den USA feierte der gebürtige Texaner Mitte Juni ein Abschiedsfest. Am Freitag wurde getanzt, erzählt er, Schuhplattler seien aufgetreten und am Samstag sei die Festgesellschaft mit dem Bus bei herrlichem Wetter nach Babenhausen (Unterallgäu) gefahren und dort vom Fürsten Fugger empfangen worden. In der Wallfahrtskirche habe man für seine Sicherheit in Pakistan gebetet.

In Bayern habe er seine Aufgabe erledigt, sagt er. Heute sei das Konsulat ein Vorreiter auf dem Gebiet der Neuen Medien. Von München aus werde unter anderem "getwittert", sagt er stolz und man mische bei den "Lokalisten" mit.

Die bayerisch-amerikanischen Beziehungen seien seit jeher gut gewesen, daran habe auch die Bush-Regierung nichts ändern können. Doch jetzt, seit Präsident Obama im Amt ist, sei es hierzulande auch wieder "salonfähig" amerikafreundlich zu sein.

Für die Zukunft der bayerisch-amerikanischen Zusammenarbeit sieht Nelson "grün". Die USA hätten einen großen Bedarf an Umwelttechnologie, Bayern hat sie. Sein Lieblingsbeispiel ist die Firma Schott-Solar mit Standorten in Mitterteich, Putzbrunn und Alzenau, die im Mai in Albuquerque (New Mexico) eine Fertigungsanlage für Solarkraftwerke in Betrieb genommen hat und dort bis zu 1000 Arbeitsplätze schaffen will.

Eric Nelson mag Bayern nicht "Good Bye" sagen, er bevorzugt das deutsche "Auf Wiedersehen". Er werde sicher wieder zum Oktoberfest in München sein.

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