Samstag, 25. Mai 2013

17. Mai 2012 09:03 Uhr

Pikante Werbung

Landshuter Frauen-Union erzürnt über "sexistische" Wurstwerbung

Mit einem Werbeplakat für seine Wurstwaren hat ein Metzger für erhebliche Verstimmung in den Reihen der Landshuter Frauen-Union gesorgt.

Damit, dass seine Werbung für soviel Resonanz sorgen würde, hat der Metzgermeister Mayer aus Landshut nicht gerechnet. "A bisserl gschnauft hammer scho", meint er. Ansonsten interessiere ihn die Kritik der aufgebrachten Damen aus der Frauenunion aber nicht besonders.

Die Damen der Landshuter-Frauen-Union erregen sich derzeit über ein Plakat, das die Grenzen sittlicher Moralvorstellungen in ihren Augen definitiv überschritten hat. Dabei handelt es sich nicht etwa um Reklame für einen Eskort-Service oder aufreizende Damenunterwäsche, sondern das aktuelle Angebot einer Landshuter Metzgerei. Bei den angepriesenen Produkten handelt es sich um die hausgemachten pikanten Würste der Metzgerei Mayer namens "Rote Lola" "Lolita" und "Kolbasz", die mit einer leicht bekleideten Dame und dem Slogan "scharf, aber mit Geschmack" beworben werden.

Die Mehrzahl der Kunden der Metzgerei Mayer fand nichts Verwerfliches an dem Plakat. „Ein paar fragten schon, ob es das braucht aber gut 70 Prozent der Kunden hat das Plakat gefallen", so Mayer. Nur die Damen der Frauen-Union verstanden diesbezüglich überhaupt keinen Spaß.

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Metzger Mayer: Eigentlich interessiert mich die Kritik nicht besonders

In einem öffentlichen Schreiben, das in der Landsberger Zeitung veröffentlicht wurde, unterzeichnet von der ersten Vorsitzenden Elisabeth Diewald, heißt es: "Sehr geehrte Damen und Herren, im Namen der Frauen-Union, Kreisverband Landshut-Stadt, und als deren 1. Vorsitzende möchte ich Ihnen unsere heftige Missbilligung gegen Ihre Werbekampagne, bei der Sie Ihre ,scharfe Wurst‘ – wohl witzig gemeint – im Zusammenhang mit einer Dame im knappen Spitzenhöschen anpreisen, ausdrücken. Wir halten diese Form der Werbung in extremer Weise für sexistisch, diskriminierend, herabsetzend und respektlos." Ferner bittet die Frauen-Union die Metzgerei „derartige Werbekampagnen sofort und auch in Zukunft" aus ihrem Angebot "zu verbannen." Metzgermeister Mayer hat kein solches Schreiben erhalten obwohl es an ihn persönlich adressiert ist.

Ob der vehemente Aufruf Erfolg hat ist fraglich. Mayer winkt ab: "Eigentlich interessiert mich das nicht besonders." Er frage sich auch, ob die Damen von der Frauen-Union nicht wichtigere politische Fragen zu diskutieren hätten. Der Metzgermeister plant inzwischen an einer neuen, ebenfalls untypischen Metzger-Kampagne. "Dieses Mal aber ohne Sex", meint Mayer.

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Frauen-Union | Landshut


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