Streit im Auto - sie greift ihm wutentbrannt bei Tempo 150 ins Lenkrad und verursacht so einen schweren Unfall.

Ein Mann aus dem südlichen Landkreis Neu-Ulm stand wegen Vergewaltigung seiner Lebensgefährtin vor Gericht.
Für diese Tat ist eine 41-Jährige am Freitag vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu sechs Jahren Gefängnis wegen versuchten Totschlags verurteilt worden. Der 41 Jahre alte Geliebte, der den Wagen auf der A3 bei Erlangen gefahren hatte, sitzt wegen des Unfalls heute im Rollstuhl. Die Beifahrerin kam mit leichten Blessuren davon. Auch ein Bekannter, der hinten in dem Auto saß, wurde nur leicht verletzt. Der Staatsanwalt hatte für die Angeklagte acht Jahre Haft gefordert, der Verteidiger eine zweijährige Bewährungsstrafe.
Hintergrund des Dramas auf der Autobahn ist eine Dreiecksgeschichte. Die 41-Jährige war seit zwei Jahren die Geliebte des Mannes am Steuer. Als der Unfall im Juli 2011 passierte, waren beide auf der Heimfahrt nach Rumänien. Dort hat der Mann, der in Deutschland arbeitete, eine Ehefrau und einen jugendlichen Sohn. In Deutschland führte er eine Art Zweitehe mit der 41-Jährigen.
Schließlich kam es im Auto zum Streit, die 41-Jährige war eifersüchtig auf die Ehefrau in Rumänien und schlug dem Fahrer bei Tempo 150 ins Lenkrad. Der Wagen überschlug sich, der Mann wurde schwer verletzt. In seiner Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende Richter auch die Gefährdung der anderen Menschen auf der Fernstraße: «Der Wagen hätte auch in andere Autos rasen können.» dpa/lby
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