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Durach bei Kempten: Massenpanik in Festzelt nach Detonation von Kanonenschlag

Durach bei Kempten

Massenpanik in Festzelt nach Detonation von Kanonenschlag

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    Massenpanik in Festzelt nach Detonation von Kanonenschlag. Symbolbild
    Massenpanik in Festzelt nach Detonation von Kanonenschlag. Symbolbild

    In einem Festzelt in Durach nahe Kempten kam es am Donnerstag gegen drei Uhr zu einer Massenpanik, nachdem Unbekannte laut Polizei Kanonenschläge gezündet hatten. Die meisten Besucher stürmten in Panik aus dem Festzelt.

    Wie die Polizei berichtet, gingen gegen 3.30 Uhr vermehrt Mitteilungen über eine vermeintliche Massenschlägerei auf der Veranstaltung in einem größeren Festzelt in Durach ein. Das Veranstaltungsgelände wurde darauf mit mehreren Streifenwagen der Dienststellen aus Kempten angefahren. Neben der Schutzpolizei rückten auch Verkehrspolizei, Einsatzzug und Diensthundeführer aus.

    Beim Eintreffen stellten die Polizisten den eigentlich Grund des Einsatzes fest

    Beim Eintreffen der Polizisten war die Lage soweit ruhig, doch dann stellte sich schnell der eigentliche Grund des Einsatzes heraus: Die befragten Personen gaben an, dass in und vor dem Zelt mehrere Kanonenschläge gezündet worden waren. Daraufhin brach eine Massenpanik aus und zahlreiche Gäste drängten nach draußen.

    Einer der Knallkörper, so Zeugenaussagen, wurde demnach inmitten des Zeltes im Bereich der Küchenzeile gezündet. Daraufhin sei es zu zum Teil tumultartigen Szenen gekommen und größere Personengruppen drängten aus dem Zelt nach draußen. Im Bereich des Vorzeltes wurde, inmitten der Herausdrängenden, ein weiterer Knallkörper gezündet. Ein dritter Knallkörper, so Zeugenaussagen, sei bereits vor 3.00 Uhr im Bereich der Toilettenanlage gezündet worden.

    Drei Personen verletzt - darunter ein Augsburger

    Bei den Vorfällen wurden nach bisherigem Kenntnisstand drei Personen (ein 20-Jähriger aus Augsburg, ein 21-Jähriger aus dem Lkrs. Oberallgäu, ein 28-Jähriger aus dem angrenzenden Baden-Württemberg) leicht verletzt. Eine der drei Personen erlitt möglicherweise einen Hörsturz.

    Wegen des erheblichen Knalls und der enormen Lautstärke geht die Polizei davon aus, dass es sich bei den Knallkörpern um nicht zugelassene, ausländische Pyrotechnik gehandelt haben könnte.

    Die Polizei geht auch Zeugenhinweisen nach, wonach einer der Knallkörper aus einer Personengruppe heraus gezündet worden sein könnte, welche nach dem Knall gemeinsam Fußball-Fanparolen skandiert hat. Gesucht wird in diesem Zusammenhang auch ein junger Mann, welcher ein weißes Hemd trug. Dieser hielt sich in der Personengruppe auf.

    Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

    Eine Fahndung durch mehrere Streifen im Ortsbereich von Durach nach dieser Personengruppe verlief ergebnislos. Die Polizeiinspektion Kempten ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstößen nach dem Sprengstoffgesetz. Personen, die ebenfalls Angaben zu den möglichen Verursachen machen können, dies aber noch nicht getan haben, werden gebeten, sich mit der PI Kempten in Verbindung zu setzen. stni

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