Sonntag, 23. November 2014

07. Januar 2009 16:10 Uhr

Pizzerien in Bayern

Mit abgelaufenen Lebensmitteln beliefert

Pizzerien in Bayern sollen mit abgelaufenen und vergammelten Lebensmitteln beliefert worden sein.

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Deggendorf (dpa/lby) - Pizzerien in Bayern und Österreich sollen von einer Firma im niederbayerischen Landkreis Deggendorf in den vergangenen Jahren mit abgelaufenen und vergammelten Lebensmitteln beliefert worden sein.

Nach bisherigen Ermittlungen wurden in dem Betrieb unter anderem abgelaufene Lebensmittel umetikettiert und verschimmelte Salami gewaschen, um sie dann weiter zu verkaufen. Im Fadenkreuz stünden vor allem der 60-Jährige Geschäftsführer und seine 30 Jahre alte Freundin, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Deggendorf mit. Ein Großteil der Waren sei wahrscheinlich bereits verzehrt, Erkenntnisse über gesundheitliche Beeinträchtigungen von Verbrauchern lägen aber bislang nicht vor.

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Ein Zeuge hatte die Behörden auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam gemacht. Seit Anfang Dezember wird nach Polizeiangaben ermittelt. Bei einer Durchsuchung wenige Tage vor Weihnachten fanden die Beamten im Auslieferungslager größere Mengen Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war: Mehl, Nudeln aber auch erkennbar vergammelte Fischprodukte, wie die Polizei berichtete. Am 23. Dezember wurden mehrere Paletten mit Essen vernichtet.

Geschlossen wurde der Betrieb vorerst nicht. Dies sei nicht möglich gewesen, da eine Gesundheitsgefährdung nicht festzustellen war, erläuterte das Landratsamt in Deggendorf. Derzeit werde aber die gewerberechtliche Zulässigkeit des Betriebsinhabers überprüft.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben unter anderem wegen Verstößen gegen das Lebensmittelgesetz. Auch Betrug werde geprüft. Die Lebensmittel sollen an Restaurants in einem Umkreis von rund 200 Kilometern ausgeliefert worden sein.

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