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München
29.02.2016

Neuer Befangenheitsantrag von Wohlleben verzögert NSU-Prozess

Der mutmaßliche NSU-Helfer Ralf Wohlleben wirft den Richten vor, seine Grundrechte zu verletzten. Deswegen verzögert sich der Prozess in München erneut. (Archiv)
Foto: Andreas Gebert, dpa

Der mutmaßliche NSU-Helfer Ralf Wohlleben wirft den Richten vor, seine Grundrechte zu verletzten. Deswegen verzögert sich der Prozess in München erneut.

Wegen eines noch nicht entschiedenen Befangenheitsantrags des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben fällt der Münchner NSU-Prozess an diesem Dienstag aus. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Montag mit. Ursprünglich hatte der Senat alle drei geplanten Verhandlungstermine in dieser Woche stattfinden lassen wollen. Wegen des "zeitaufwendigen anderweitigen Sitzungsdienstes der zuständigen Richter" sei über Wohllebens Antrag aber noch nicht entschieden worden. Die beiden Termine an diesem Mittwoch und Donnerstag sollen wieder stattfinden.

Wohlleben hatte den Richtern vorgeworfen, seine Grundrechte zu verletzen. Das Gericht lege sein langes Schweigen und seine Aussage erst am 251. Verhandlungstag im vergangenen Dezember zu seinen Lasten aus. Damit hätten die Richter gezeigt, dass sie nicht mehr unbefangen seien.

Wohlleben muss sich vor Gericht verantworten, weil er die Mordwaffe vom Typ "Ceska" organisiert haben soll. Mit dieser Pistole sollen die beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft ermordet haben. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe, die einzige Überlebende des NSU-Trios. Sie ist als mutmaßliche Mittäterin aller NSU-Verbrechen angeklagt. dpa/lby

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