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07. Februar 2012 07:55 Uhr

Unfall-Statistik

Pannenhelfer sind alle acht Sekunden im Einsatz

Die "Gelben Engel" sind im vergangenen Jahr mehr als vier Millionen Mal ausgerückt. Die häufigste Panne ist die Batterie. Der ADAC gibt Tipps für die aktuelle Kälte.

Die sibirische Kälte bringt die Pannenhelfer an die Grenze der Belastung. Gerade morgens, wenn die Autofahrer zur Arbeit wollen und ihre Fahrzeuge in klirrender Kälte nicht anspringen, klingeln beim ADAC die Drähte heiß. Pro Tag melden sich bundesweit 20.000 genervte Autofahrer und bitten um Hilfe - doppelt so viele wie normalerweise.

Statistik des vergangenen Jahres

Der milde Herbst und Winterbeginn im vergangenen Jahr hat die Zahl der Panneneinsätze beim ADAC 2011 sinken lassen. Die «Gelben Engel» halfen bei knapp 4,07 Millionen Pannen, wie der Automobilclub am Dienstag in München mitteilte. Das waren zwar rund vier Prozent weniger als im Vorjahr, dennoch mussten die 1.700 Straßenwachtfahrer im Schnitt alle acht Sekunden ausrücken.

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Die Erfolgsquote kann sich dabei sehen lassen. Wie schon im Vorjahr bekamen sie gut vier von fünf Fahrzeugen wieder flott. «Wir haben 84 Prozent Erfolgsquote», sagte ADAC-Sprecher Christian Buric. 2010 hatten der strenge Winter, aber auch heiße Sommertage für reihenweise schwache Batterien und einen Rekord von 4,25 Millionen Pannen gesorgt.

Häufigster Pannengrund: Defekte oder leere Batterie

Auch 2011 waren defekte oder leere Batterien der häufigste Pannengrund (641.923 Einsätze). «Wir raten zu einem Check, vor allem wenn die Batterie älter als vier Jahre ist», sagte Buric auch mit Blick auf die derzeitigen Minusgrade. Besonders kurze Fahrten zur Arbeit belasteten die Batterie.

Als störanfällig erwiesen sich im vergangenen Jahr auch Zündanlagen (176.158 Einsätze). Dritthäufigster Pannengrund waren Probleme mit Reifen (152.173).

Nicht immer war ein Defekt am Auto der Grund des Hilferufs: Mehr als 99.000 Autofahrer brauchten Unterstützung, weil sie sich ausgesperrt hatten. In 157.000 Fällen half der ADAC am Unfallort, sicherte die Straße ab oder leistete Erste Hilfe.

Ortung durch das Handy möglich

Die neue ADAC-Pannenhilfeapplikation für Smartphones, die seit einem Jahr im Einsatz ist, habe sich bewährt. «Man muss vor allem seinen Standort nicht mehr durchgeben», sagte Buric. Denn der wird über GPS ermittelt und - sofern vom Anwender gewünscht - automatisch an den Autoclub weitergeleitet.

«Das ist vor allem bei Nacht und Nebel eine Riesenvorteil, wenn man nicht mehr weiß, wo man ist», sagte Buric. Mehr als 40.000 Pannen seien bereits über die kostenlose App abgewickelt worden. (daam, dpa)

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ADAC | Auto | Batterie | Kälte | München | Ratgeber | Unfall | Verkehr | Wetter


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