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26. Juni 2007 15:52 Uhr

Pflanzenseuche bedroht bayerische Obstbäume

In Schwaben und im Allgäu ist der Feuerbrand ausgebrochen - eine bakterielle Pflanzenseuche, die vor allem Obstbäume bedroht. Betroffene Gartenbesitzer müssen das Auftreten der Krankheit unbedingt dem Landratsamt melden.

Feuerbrandgefährdet sind vor allem Obstbäume wie Quitte, Birne, Apfel sowie Weiß- und Feuerdorn. Aber auch Ziergehölze wie Cottoneaster (Zwermispeln), Felsenbirnen und Ebereschen sind nicht vor dem Erreger gefeit.

Feuerbrand-Symptome sind braune Äste. In der Baumkrone verdorren Zweige und vertrocknen Blätter, an jungen Austrieben verkrümmt die Triebspitze. Grund für Panik besteht für Rudolf Siehler, Gartenfachberater im Landratsamt Neu-Ulm, aber nicht: Menschen werden von dem Erregerbakterium nicht befallen.

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Ganz wichtig: Die hochansteckende Krankheit ist meldepflichtig. Gartenfreunde, deren Bäume befallen sind, müssen deshalb das Landratsamt informieren. Den Gartenbesitzern wurde geraten, die befallenen Teile aus den Bäumen bis ins gesunde Holz auszuschneiden und zu verbrennen. Dafür wurde in mehreren Landkreisen eine Ausnahmegenehmigung erlassen. Das abgeschnittene Holz darf keinesfalls in den Kompost kommen, da sonst die gefährlichen Bakterien ins Grundwasser geschwemmt werden und sich die Seuche weiter ausbreitet.

Der Feuerbrand gehört zu den gefährlichsten Erkrankungen von Obst- und Ziergehölzen. Er wird durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht und verbreitet sich bei Temperaturen über 18 Grad sehr schnell. Die Krankheit, in Nordamerika seit rund 200 Jahren bekannt, trat in Europa erstmals 1957 in England auf.

Informationen im Internet unter www.lfl.bayern.de (Pflanzenschutz -> Erwerbsobstbau).

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