Fast 400.000 Euro hat ein 65-jähriger Mann über Jahre hinweg vom Roten Kreuz in Kempten abgezweigt.
Das Geld gab er zwar auch Bedürftigen, diese gewerbsmäßige Untreue brachte dem Mann am Landgericht dennoch eine Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten ein. Der Angeklagte legte ein Geständnis ab.
Im Sommer 2011 war der Mann nach 16 Jahren als leitender Mitarbeiter beim Roten Kreuz in Kempten groß verabschiedet und für sein Engagement gelobt worden. Kurz darauf machte man beim Roten Kreuz eine Entdeckung: In dem Laden, für den der Angeklagte zuständig war, kletterten die Umsätze in ungeahnte Höhen. Es kam heraus, dass es diese hohen Umsätze schon lange gab. Der 65-Jährige hatte jahrelang Geld aus der Kasse genommen. 456-mal nahm er Beträge in Höhe von meistens 400 bis 2000 Euro an sich. In gut fünf Jahren kamen so fast 400000 Euro zusammen.
Das Geld verteilte er unter anderem an die ehrenamtlichen Helfer in der Wärmestube, die er ebenfalls leitete. Auch Obdachlose und andere Bedürftige profitierten. Der 65-Jährige bezahlte vom Rotkreuz-Geld aber auch seine eigenen Urlaube, unterstützte seine Kinder und bestritt seinen Lebensunterhalt.
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