Die Hinweise auf ein Krokodil im Klausensee im Landkreis Schwandorf verdichten sich. Eine Frau hat Anfang Juli bereits ein unbekanntes Tier gesehen.



Das am 7. Juli von einem Spaziergänger im Uferbereich des Klausensees-Mitte im Landkreis Schwandorf gesichtete Krokodil fiel, wie sich jetzt erst herausstellt, schon am 1. Juli dieses Jahres gegen 13.00 Uhr einer 44 Jahre alten Frau auf. Dies berichtet die Polizei in Schwandorf.
Die Frau sagte der Polizei, dass sie ihre in den Uferbereich abgetriebene Luftmatratze holen wollte, als sie beim Schwimmen plötzlich mit Erdreich überschüttet worden war und ein Tier über sie hinwegschwamm, das einen langen Schwanz hatte und etwa einen Meter lang war.
Sie flüchtete laut Polizei sofort laut Hilfe rufend aus dem Wasser und schilderte das Geschehene ihrem hinzueilenden Sohn, der seinerseits nur noch Blasen im Wasser sah. Bei der Berührung mit dem Tier zog sich die Frau an der linken Schulter eine etwa sieben Zentimeter lange Kratzwunde zu.



Nun, nachdem die "Geschichte vom Krokodil" offenkundig wurde, vertraute sich auch die 44-Jährige der Polizei an.
Die Suche wurde mittlerweile dennoch eingestellt. Aus polizeilicher Sicht wird es nach jetziger Bewertung keine weiteren Maßnahmen geben. Die Stadt Schwandorf hat ein Verbot des Betretens des Uferbereichs und des Schwimmens erlassen.
Rückblick: Ein Spaziergänger will das Krokodil am Samstagabend des vergangenen Wochenendes im Schilf des Mittleren Klausensees in Schwandorf gesehen haben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Gemeinsam mit der Feuerwehr suchten Beamte auf einem Motorboot stundenlang die Wasseroberfläche des Badesees nach dem angeblich ein Meter langen Reptil ab. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Kurz vor Mitternacht hätten sie den Kopf eines Tieres gesehen, das jedoch sofort abgetaucht sei.
Die Einsatzkräfte konnten nicht sagen, ob es sich dabei um ein Krokodil, einen Biber oder Ähnliches handelte. Der See wurde vorsichtshalber gesperrt. Für Menschen bestehe keine Gefahr. Ein Krokodil sei nicht gefährlich, solange es sich nicht bedrängt oder in die Enge getrieben fühle.
Schon 2009 wurde in einem Weiher bei Pressath (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) nach einem Krokodil gesucht. Diese Fahndung blieb jedoch genauso erfolglos wie die Suche nach einem Krokodil zwei Jahre zuvor in Schwarzenfeld (Landkreis Schwandorf). stni
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