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01. Januar 2011 11:20 Uhr

Bayern

Silvesterbilanz: Zwei Tote und zahlreiche Brände

In der Silvesternacht haben sich in Bayern mehrere Unfälle ereignet. Eine Frau starb bei einem Brand, ein Mann wurde durch einen selbstgebastelteten Böller getötet. In München verursachten Feuerwerkskörper einige Brände.

Brand am Stiftungsbogen in München.
Foto: Berufsfeuerwehr München

Der 33-Jährige hatte in Bad Tölz kurz nach Mitternacht durch den vermutlich mit Schwarzpulver gefüllten Böller schwere Kopfverletzungen erlitten und war noch an der Unfallstelle gestorben. Das teilte das Landeskriminalamt am Samstag mit.

Der Mann hatte versucht, den Böller zu zünden. Nachdem die Explosion zunächst ausblieb, beugte er sich Zeugenaussagen zufolge über den Feuerwerkskörper. In diesem Moment explodierte dieser.

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Der Mann stammte nach Polizeiangaben aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Außer ihm wurde niemand verletzt. Nach dem Vorfall auf einer Silvesterfeier wurden sowohl die Umstehenden als auch die Eltern des Getöteten psychologisch betreut.

Mehrere Brände in und um Bad Reichenhall

In Bad Reichenhall starb eine 51-Jährige bei einer Silvesterfeier. Sie hatte offenbar zusammen mit ihrer 90-jährigen Mutter in einer Wohnung und auf dem Balkon den Jahreswechsel mit Kleinstfeuerwerksgegenständen wie Wunderkerzen gefeiert - als plötzlich das Wohnzimmer brannte.

Während die ältere Frau mit starken Rauchvergiftungen geborgen wurde, konnte ihre Tochter in der Wohnung nur noch tot geborgen werden.Die Wohnung brannte vollständig aus, doch konnten die Feuerwehrleute eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindern.

In den frühen Morgenstunden brannte um kurz nach halb fünf ein Holzschuppen in Oberammergau, der direkt an ein Hotel angrenzte. Da dieses durch Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen wurde und aufgrund der von den Flammen ausgehenden Gefahr für das Anwesen, wurden etwa 60 Hotelgäste evakuiert. Der Schuppen brannte ab - zwei in der Nähe geparkte Autos wurden stark beschädigt; am Hotel selbst entstand geringerer Schaden.

Ein weiterer Brand entstand im Dachstuhl des «Reichenhaller Anzeigers». Er wurde vermutlich durch einen Feuerwerkskörper ausgelöst. Die Einsatzkräfte mussten die Dachhaut aus Kupfer durchschneiden und konnten dann mit einer Wärmebildkamera die Glutnester im Gebälk lokalisieren und löschen. Personen kamen nicht zu Schaden.

Schließlich brannte in Bayerisch Gmain kurz nach Mitternacht ein Reihenhaus völlig aus. Nach rund einer Stunde war das Feuer gelöscht, das vermutlich ebenfalls durch einen Silvesterknaller entstanden war. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, doch auch hier wurde niemand verletzt. In allen Fällen müssen Polizei und Brandexperten nun zur Ermittlung der Ursachen aktiv werden.

München: Mann verletzt sich schwer mit einem Böller

In München hat sich nach Angaben der Polizei ein Mann beim Anzünden eines Silvester -Knallers schwer verletzt. Der Böller zerfetze ihm die Hand. Darüberhinaus kam es in der bayerischen Landeshauptstand zu zahlreichen Bränden.

Kurz nach Mitternacht musste die Münchner Berufsfeuerwehr zu einem Brand in Kleinhadern. Dort hatte vermutlich ein Feuerwerkskörper einen Brand auf einem Balkon im 7. Stock eines Wohnhauses ausgelöst. Das Feuer breitete sich rasch auf die Wohnung aus. Ein Passant warnte die Bewohnerin des Apartments, die ihre Wohnung verließ. >

Die Feuerwehr öffnete eine direkt über der brennenden liegende Wohnung - die leer, aber verraucht war. Das andere Apartment brannte vollständig aus. Die Bewohnerin zog sich eine Rauchgasvergiftung zu. Der Rettungsdienst versorgte die Patientin und brachte sie in eine Klinik. Der Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.

Ebenfalls ein Feuerwerkskörper hat vermutlich einen Dachstuhlbrand in Solln ausgelöst. Dort entstand nach Angaben der Münchner Berufsfeuerwehr ein Schaden in Höhe von 100.000 Euro. Das Gebäude selbst stand leer.

Im Münchner Stadtteil Giesing hatte am Neujahrsmorgen gegen 6.15 Uhr ein Unterstand für Mülltonnen Feuer gefangen. Die Holzkonstruktion stand bei Eintreffen der Feuerwehr vollkommen in Flammen. Auch ein in unmittelbarer Nähe stehender Wagen brannte zu diesem Zeitpunkt bereits. Die Mülltonnenbehausung grenzte direkt an die Fassade eines Wohngebäudes. Das Feuer drohte sich auf das Gebäude auszuweiten. Alle Bewohner verließen das Gebäude und brachten sich in Sicherheit.

Parallel zur Brandbekämpfung wurde die stark erhitzte Fassade sofort mit Wasser gekühlt. An einem weiteren, etwa zehn Meter entfernten Wohngebäude waren durch die starke Hitzestrahlung bereits die Jalousien geschmolzen. Durch den schnellen und energisch durchgeführten Löschangriff war der Brand nach knapp 30 Minuten unter Kontrolle. Der Pkw brannte vollständig aus. Verletzt wurde niemand. Nach Beendigung der Löscharbeiten konnte alle Bewohner wieder in ihre Wohnung zurück. AZ/dpa

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