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11. November 2010 19:02 Uhr

Rettungshubschrauber

Standort Augsburg oder Donauwörth? Entschieden ist nichts

Eigentlich hatte Horst Seehofer in der Frage nach dem Standort des Rettungshubschraubers ein Machtwort gesprochen. Die FDP will das aber nicht hinnehmen.

Rettungshubschrauber landet in der Augsburger Innenstadt
Foto: Silvio Wyszengrad

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat entschieden: Der Rettungshubschrauber für Schwaben kommt nach Augsburg. Auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach sich inzwischen für den Standort am Klinikum aus. Also alles klar? Nein.

Es gibt nach wie vor Widerstände. Jetzt hat die FDP-Landtagsfraktion in einem Dringlichkeitsantrag die Staatsregierung aufgefordert, den Helikopter "entsprechend den Ergebnissen der Bedarfsanalyse zur Luftrettung in Bayern in Donauwörth zu stationieren".

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Die CSU-Fraktion hat den Antrag des Koalitionspartners prompt zurückgewiesen. Ihr innenpolitischer Sprecher Christian Meißner sagte: "Es ist Stand der Dinge, dass wir den Rettungshubschrauber nach Augsburg verlegen. Ich kenne keine neuen Gesichtspunkte, die Anlass geben würden, neu nachzudenken."

Seehofer soll in der jüngsten CSU-Fraktionssitzung äußerst verärgert reagiert haben, dass die Entscheidung für Augsburg nun wieder angezweifelt wird. "In jeder bayerischen Großstadt steht ein Rettungshubschrauber. In Schwaben soll das anders sein. Unglaublich", sagte der Ministerpräsident gegenüber unserer Zeitung. Der CSU-Landtagsabgeordnete Max Strehle, der seit Jahren für den Standort Augsburg kämpft, betonte: "Die FDP sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass die Entscheidung gefallen ist."

Anders sieht das Georg Barfuß (FDP, Lauingen). Das Gutachten sei klar für Donauwörth ausgefallen. Eine Basta-Politik dürfe es nicht geben. Augsburg müsse eben auf andere Weise berücksichtigt werden. Die bayerische FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß (Augsburg) ist "dezidiert anderer Meinung". Seehofer habe sich klar für den Standort am Klinikum ausgesprochen. Jetzt dürfe es keine weitere Verzögerung mehr geben.

Der Landrat des Kreises Donau-Ries, Stefan Rößle (CSU), bleibt indes auf Konfrontationskurs. "Es kann nicht angehen, durch die Stationierung des Hubschraubers in Augsburg Fakten zu schaffen, und erst dann nach Lösungen für das Donau-Ries zu suchen." Und auch der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Georg Schmid (Donauwörth), hat nochmals unmissverständlich klargemacht, dass zunächst "rechtssicher und abschließend geklärt sein muss, dass Nordschwaben und Mittelfranken in der Notfallversorgung abgedeckt sind."

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