Samstag, 18. Mai 2013

04. Mai 2012 09:01 Uhr

26 Mal in München geblitzt

Stinkefinger-Raser: Die Polizei stellte ihm eine Falle

Wochenlang hatte der Stinkefinger-Raser die Münchner Polizei genarrt. Doch dann stellten die Beamten dem 17-Jährigen eine Falle.

Der Stinkefinger-Raser von München entpuppte sich als 17-jähriger Schüler.

Er narrte die Münchner Polizei wochenlang und wurde schließlich nur durch eine Falle der Fahnder geschnappt. Wie die Polizei bereits zuvor mitgeteilt hatte, war der 17 Jahre alte Schüler seit März 26 Mal im Richard-Strauss-Tunnel auf seinem kleinen Motorrad geblitzt worden - und hatte dabei auch noch teilweise den ausgestreckten Mittelfinger in die Kamera gehalten. Da der junge Raser nur von vorne fotografiert worden sei, habe der Jugendliche nicht identifiziert werden können, erläuterte eine Polizeisprecherin. Schließlich hat ein Leichtkraftrad vorn kein Nummernschild.

Theoretisch 78 Punkte in Flensburg

Die Polizei suchte nun gezielt nach dem frechen Motorradraser mit dem Stinkefinger. Die Streifen legten sich mit einer Laserpistole auf die Lauer und konnten den Jugendlichen schließlich stellen. Er war nicht nur zu schnell gefahren - statt Tempo 60 etwa 100 - sondern hatte sein Zweirad auch getunt. Die Polizei nahm dem Jugendlichen den Führerschein ab. Der Jugendliche hätte sich theoretische in Flensburg 78 Punkte eingehandelt, doch schon bei 18 Punkten ist der Führerschein weg. Die Bußgelder für die Raserei summieren sich zudem auf 4160 Euro. Für wie lange der 17-Jährige auf seinen Führerschein verzichten muss, wird voraussichtlich ein Gericht entscheiden. dpa/lby

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