Mittwoch, 17. Januar 2018

02. Januar 2018 22:38 Uhr

Orkanböen

Tief Burglind bringt Orkan-Böen von bis zu 120 Stundenkilometer

Tief Alja und Tief Burglind bringen Orkan-Böen mit mehr als 120 Stundenkilometern nach Deutschland. Wann Vorsicht geboten ist.

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Am Mittwoch kommt Sturmtief "Alja" in den Süden. Starke Winde mit orkanartigen Böen von bis zu 120 Stundenkilometern sind dann auch in der Region zu erwarten.
Foto: Jens Büttner, dpa (Symbolbild)

Wer nicht unbedingt nach draußen muss, sollte am Mittwoch lieber zu Hause bleiben. Aus dem Nordwesten zieht im Tagesverlauf nämlich das Sturmtief Alja heran. Meteorologen zufolge wird es jede Menge Regen, starke Gewitter und teils schwere Orkanböen geben, die auch in der Region so manchen Schaden anrichten können.

Orkantiefs Alja und Burglind ziehen über Schwaben

Seit Jahresbeginn werden die Tiefdruckgebiete wieder nach Frauennamen benannt - und schon das erste "weibliche" Tief des Jahres könnte am Mittwoch gleich ein kräftiges Orkantief werden. Am Vormittag liegt die Gewitterlinie noch über Nordbayern, zum Mittag hin wandert der Sturm aber in Richtung Süden und bringt schwere Gewitter mit orkanartigen Böen bis in die Region um Augsburg.

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Dort beginnt der Mittwoch zunächst mit milden Temperaturen um etwa neun Grad. Mit den stürmischen Winden des Orkantiefs wird es in Schwaben leicht abkühlen, sagt Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterdienst wetterkontor.de und warnt: "Wir haben es mit einer extrem stürmischen Wetterlage zu tun. Besonders um die Mittagszeit ist mit stärksten Böen von bis zu 120 Stundenkilometern zu rechnen." Bayern und Baden-Württemberg liegen dann im Zentrum des Orkantiefs.

Besondere Vorsicht ist am Mittwochmittag in der Nähe von Bäumen, auf den Straßen und in Wäldern geboten, sagt Schmidt: "Wer es irgendwie einrichten kann, sollte bei dem starken Sturm besser zu Hause bleiben. Draußen kann jederzeit ein Ast abbrechen." Auf Landstraßen und Autobahnen sollten besonders Lastwagenfahrer vorsichtig sein, denn an Brücken kann ihnen starker Seitenwind gefährlich werden.

Sturm bringt Regen, Schnee und Gewitter in die Region

Über Schwaben und Südbayern werden heftige Regenfälle niedergehen, die in den höheren Lagen des Allgäus oberhalb von 800 Metern auch als Schnee, Schneeregen oder Graupel fallen können. Die Gewitter werden laut Schmidt sehr kurz, aber durchaus heftig ausfallen. Wie der Meteorologe sagt, sind diese im Winter nicht so häufig: "Wintergewitter gehen in der Regel mit einem Sturmtief. Sie entstehen, wenn kalte Luft über die Region zieht und die wärmere Luft, die zuvor dort war, in die Höhe drängt."

Wie Schmidt weiter erklärt, handelt es sich im Sommer dagegen meist um Strahlungsgewitter, die durch viel direkte Sonneneinstrahlung und die aufsteigende heiße Luft entstehen.

Etwas ruhiger und kühler: Die Aussichten fürs Wochenende

Nach dem "Hauptsturmtag" mit teils heftigen Orkanböen am Mittwoch werde der Wind in der Nacht zum Donnerstag und an den Folgetagen etwas schwächer, sagt Schmidt. Bis Freitag halten bei teils heftigen Regenfällen noch leichte Böen an. Am Wochenende wird der Sturm vorüber sein, so der Meteorologe.

Die Temperaturen bleiben zunächst weiterhin mild, für die Region um Augsburg sind Werte von etwa zehn Grad zu erwarten. "Erst am Wochenende wird es langsam kühler, die Temperaturen nähern sich allmählich der Null-Grad-Grenze; ein plötzlicher Wintereinbruch ist aber nicht zu befürchten."

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Ein Artikel von
Anika Zidar

Günter Holland Journalistenschule
Ressort: Volontärin


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