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14. März 2010 15:48 Uhr

Reisebus kippt auf Autobahn um

Ulm - A8: Hustenanfall vielleicht Grund für tödliches Unglück

Bei einem Busunfall auf der A8 bei Ulm ist ein Ehepaar ums Leben gekommen, eine Frau schwebt in Lebensgefahr. Ein Hustenanfall könnte das Unglück ausgelöst haben.

Ein Reisebus aus dem Schwarzwald ist am Morgen bei Ulm verunglückt. Ein 78-jähriger Mann und dessen 77-jährige Ehefrau aus Offenburg kamen bei dem Unfall ums Leben. Die A8 zwischen Ulm-Ost und Oberelchingen war für mehrere Stunden voll gesperrt.

Der voll besetzte Reisebus war gegen 6.15 Uhr in Fahrtrichtung München auf Höhe der Rastanlage Seligweiler von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug kippte in den Straßengraben und blieb auf der Seite liegen. Mehrere Insassen wurden dabei eingeklemmt.

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die 77-jährige Frau und ihr Mann erlitten so schwere Verletzungen, dass sie noch am Unfallort starben. 16 Menschen wurden schwer verletzt, eine 53-jährige Frau schwebt in Lebensgefahr. 32 Insassen erlitten leichte Verletzungen. Neun Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in die Uni-Klinik und ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm, in Kliniken in Augsburg, Kempten, Ravensburg, München und Regensburg.

Auskunftstelefon für Angehörige

Die Leichtverletzten wurden zunächst in der nahe gelegenen Raststätte Seligweiler versorgt. Der Doppeldeckerbus war mit 51 Personen besetzt, darunter zwei Fahrer. Die Reisenden aus dem Schwarzwald, die an verschiedenen Stationen zugestiegen waren, wollten in den Urlaub nach Istrien.

Nach Angaben der Polizei hat vermutlich ein Fahrfehler des 37-jährigen Busfahrers zu dem Unfall geführt. Es werden Informationen geprüft, ob der Fahrer durch einen Hustenanfall eines Fahrgastes abgelenkt worden war. Ein Gutachter wurde herangezogen, um den Unfallhergang zu untersuchen. Nach ersten Erkenntnissen hatte das drei Jahre alte Fahrzeug keinen technischen Defekt.

Für Angehörige ist bei der Autobahnpolizeistation Günzburg ein Auskunftstelefon geschaltet, sie erhalten Informationen unter der Rufnummer (08221)919-315.

Großeinsatz für Rettungskräfte

Die Einsatzkräfte der Region waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben neun Hubschraubern des Rettungsdienstes war auch ein Helikopter der Polizei am Unfallort. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten rückten an.

Auch Feuerwehrkräfte aus Augsburg wurden alarmiert, nachdem zunächst der Umfang der erforderlichen Rettungsarbeiten unklar war. Sie konnten aber nach kurzer Zeit den Rückweg antreten.

Wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Autobahn in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Ulm-Ost und Oberelchingen komplett gesperrt. Drei Stunden nach dem Unfall ist der schwer beschädigte Bus aufgerichtet worden. Seit 9 Uhr rollte der Verkehr in Richtung Stuttgart wieder. In Richtung München blieb die Autobahn insgesamt für sieben Stunden bis 13.15 Uhr gesperrt. wis/AZ

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