Die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West registriert ungewöhnlich viele schwere und sogar tödliche Unfälle von Wintersportlern.
In diesem Winter musste die Alpine Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bereits eine ungewöhnliche Häufung von schweren oder sogar tödlichen Unfällen von Wintersportlern registrieren. Seit Ende November 2008 bis heute wurden bereits zwölf Vorfälle, bei denen Wintersportler bei Kollisionen verletzt wurden oder alleinbeteiligt schwerst verunglückten, von den Alpinbeamten bearbeitet. Hierbei verloren vier Personen ihr Leben, neun Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Die Bandbreite der Vorfälle reichte hierbei von der Suche nach verirrten Snowboardern, über die Bergung tödlich verunglückter Bergwanderer, sowie der Bearbeitung von fahrlässigen Körperverletzungen aufgrund von Kollisionen oder aufgrund einer unzureichenden Sicherung der Piste. Gleichwohl stellt diese Anzahl an Vorfällen nur einen Bruchteil der tatsächlichen Vorfälle statt, bei denen Wintersportler sich verletzten und von der Bergwacht versorgt worden sind.
Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei, die seit 1986 unter anderem auch im Allgäu besteht, wird tätig, wenn zum Beispiel Ermittlungen zu einem tödlichen Unfall in alpinen Gelände anstehen. Die 13 Beamten des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West - davon zwei Lawinenhundeführer - die im normalen Dienstbetrieb als Streifen- oder Ermittlungsbeamte tätig sind, werden aber auch häufig bei Vermisstensuchen in den Bergen oder sonstigen Einsätzen in schwierigen Gelände angefordert. Die Beamten, unter anderem von den alpinnahen Dienststellen Oberstdorf, Sonthofen, Füssen und Pfronten sind bei diesen Einsätzen häufig Situationen ausgesetzt die nicht nur physisch sondern gerade psychisch extreme Belastungen darstellen.
Oft müssen sie sich zusammen mit den Männern der Bergwacht, mit denen eine hervorragende Zusammenarbeit besteht, in gefährliches Gelände begeben, um Vermisste zu suchen und Tote zu bergen. Auch die Bearbeitung von Unfällen bei modernen Sportarten wie Rafting, Canyoning oder bei allen Variationen des Kletterns fällt in ihren Zuständigkeitsbereich.
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