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11. Januar 2010 07:40 Uhr

Zirkus

Unglaublich: Verletzter Dompteur zurück in der Manege

Vor zwei Monaten haben drei Tiger ihren Dompteur Christian Walliserattackiert und lebensgefährlich verletzt. Am Sonntagabend stand der28-Jährige erstmals wieder in einer Zirkusmanege. Von Till Hofmann

Erster öffentlicher Auftritt für Dompteur Christian Walliser nach der Tigerattacke.
Foto: Silvio Wyszengrad

Augsburg Es war ein ganz besonderer Moment gestern Abend im Circus Barelli. Bei seiner letzten Vorstellung in Augsburg hatte der Zirkuschef etwas für Außenstehende kaum Fassbares zu bieten: Plötzlich stand gewissermaßen ein medizinisches Wunder vor dem staunenden Publikum - ein Wunder in Person des schwer verletzten Tiger-Dompteurs Christian Walliser (28). Drei seiner Tiger hatten den jungen Mann aus Königsbrunn bei Augsburg während einer Dressurnummer am 8. Dezember in Hamburg angefallen. Walliser wurde von den Raubkatzen in den Kopf, die Brust und die linke Hand gebissen. Die Verletzungen waren lebensgefährlich. Der 28-Jährige musste in ein Koma versetzt werden.

Gestern, nicht einmal eine Woche nach der vorerst letzten Operation am Becken, stand der Dompteur - gestützt von Kollegen - erstmals wieder in der Manege, die ihm so viel bedeutet. Heute bekommt er Spezialkrücken, damit er sich besser fortbewegen kann. In wenigen Wochen soll die Fixierung seiner Hand entfernt werden. Und dann steht einem wirklichen Comeback als Dompteur - zumindest aus Sicht von Walliser - nichts mehr im Wege. Am 6. März will er in München wieder im Circus Crocofant auftreten. Dort sei er vor dem Angriff engagiert gewesen.

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"Die Ärzte haben zu 100 Prozent gesagt, dass es kein Problem sein wird", sagte Walliser gegenüber unserer Zeitung. Und selbst hat er nicht die Spur eines Zweifels, dass dies klappen wird. Für den jungen Dompteur stand nie infrage, nach dem dramatischen Vorfall wieder mit den zwölf Tigern zusammenzuarbeiten. "Die Tiere haben keine Schuld. Sie haben, nachdem ich gestolpert bin, instinktiv gehandelt."

Die Tiger sind bei einem Freund in einem Zirkus in Ostdeutschland untergebracht. Dorthin wollte Walliser am Samstag eigentlich zuerst, nachdem er aus der Hamburger Klinik entlassen worden war. Doch nach einem kurzen Streit im Auto setzten die Eltern ihr Veto durch - und es ging Richtung Augsburg.

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