Auf ein Plagiatsverdacht hin wird derzeit die Dokotorarbeit von Edmund Stoibers Sohn Dominic Stoiber überprüft. Gegenüber dem Münchner Merkur bestätigte die Universität Innsbruck, dass die Doktorarbeit von Dominic Stoiber wie in allen Fällen, in denen der Vorwurf des Plagiats erhoben wird, rountinemäßig überprüft werde. Zu den Gründen der Überprüfung der Dissertation Stoibers wollte sich die Uni Innsbruck jedoch nicht äußern, so die Zeitung. Es sei offen, wie schwerwiegend der Plagiatsverdacht überhaupt ist.
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Gekaufte Doktortitel oder Plagiatsvorwürfe haben schon so manchen Politiker zu Fall gebracht. Eine Übersicht:
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Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU): Viele Passagen fremder Autoren in der Doktorarbeit des damaligen Verteidigungsministers sorgten im Februar 2011 für Aufsehen. Wenig später erkannte ihm die Uni Bayreuth den Doktortitel ab. Nach heftigen Protesten trat Guttenberg von seinen Ämtern zurück.
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Silvana Koch-Mehrin (FDP): Wegen rund 120 Plagiaten in der Doktorarbeit der Europapolitikerin entzog die Universität Heidelberg ihr den Titel Mitte Juni 2011.
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Jorgo Chatzimarkakis (FDP): Der Europaabgeordnete verlor seinen Titel im Juli 2011, da mehr als die Hälfte seiner Arbeit nach Angaben der Uni Bonn aus fremder Feder stammte.
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Dieter Jasper (CDU) - Der nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete wurde Anfang Mai 2011 zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt, weil er einen Doktortitel zu Unrecht geführt hatte. Jasper hatte den Doktor der Wirtschaftswissenschaften 2004 an einer Universität in der Schweiz erworben, die gegen Geld akademische Grade vergeben soll.
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Kai Schürholt (CDU) - Der Oberbürgermeisterkandidat der Landauer CDU hatte sich 2007 im Wahlkampf mit einem Doktortitel geschmückt, obwohl er seine Promotion noch längst nicht abgeschlossen hatte. Das Amtsgericht Landau verurteilte ihn wegen Titelmissbrauchs zu einer Geldstrafe.
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Bernd Althusmann (CDU): Der niedersächsische Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz geriet im Juli 2011 ebenfalls wegen seiner Doktorarbeit unter Druck. Die Universität Potsdam überprüfte die Arbeit daraufhin und kam zum Schluss: Althusmanns Dissertation weise zwar eine Vielzahl formaler Mängel auf, die guter wissenschaftlicher Praxis widersprächen. Ein Plagiats-Verdacht habe sich aber nicht bestätigt.
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Florian Graf: Der Berliner CDU-Fraktionschef gab im April 2012 seinen Doktortitel wegen gravierender wissenschaftlicher Mängel zurück. Er sei den an sich selbst gestellten Ansprüchen «im Hinblick auf ein Standhalten meiner Dissertation in der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden», teilte er mit - und kam einem Zeitungsbericht zuvor.
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Margarita Mathiopoulos: Nach Plagiatsvorwürfen entzog die Universität Bonn der Politikprofessorin und FDP-Politikerin im April 2012 den Doktortitel.
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Annette Schavan: Weil sie in ihrer 1980 eingereichten Doktorarbeit Zitierfehler gemacht und Quellen nicht richtig ausgewiesen hatte, wird der Bundesbildungsministerin im Februar 2013 der Doktortitel entzogen. Schavan hatte Flüchtigkeitsfehler in ihrer Dissertation eingeräumt, den Vorwurf der Täuschung aber stets zurückgewiesen.
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Plagiat: Stoibers Tochter wurde Doktortitel aberkannt
Es wäre nicht die erste "Plagiats-Ermittlung" im Hause Stoiber. Veronika Saß, Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten, wurde ihr Doktortitel aberkannt. Nachdem ihre Arbeit von den Plagiatsjägern durchleuchtet worden war, kam die Uni zu einem eindeutigen Urteil: Saß wird der Doktortitel aberkannt. "Erhebliche Teile der Arbeit" stellten Plagiate dar, schrieb die Universität seinerzeit. Saß hatte Berühmtheit erlangt, weil nach ihr eine Seite von Plagiatsjägern benannt wurde: VroniPlag. Die Plagiatsjäger hatten die Saß-Doktorarbeit "Regulierung im Mobilfunk" als erste von 18 Doktorarbeiten auf abgekupferte Stellen untersucht.
Veronika Saß hat gegen die Aberkennung des Doktortitels Klage eingereicht. AZ

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Zuletzt musste Bildungsministerin Annette Schavan ihren Hut nehmen.
Foto: Wolfgang Kumm, dpa

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Einer der ersten im Visier der Plagiatsjäger: Im Februar wurde dem damaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg von der Universität Bayreuth der Doktortitel aberkannt. Den Anstoß hatte die Website "GuttenPlag" gegeben, die seine Arbeit mit dem Titel "Verfassung und Verfassungsvertrag" genauer unter die Lupe genommen und zahlreiche plagiierte Stellen gefunden hatte. Der CSU-Politiker trat infolge der Affäre von allen politischen Ämtern zurück.
Foto: dpa

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Silvana Koch-Mehrin musste ihren Doktorgrad im Juni wieder zurückgeben. Die Universität Heidelberg hatte in der Dissertation der Europa-Abgeordneten
"Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik" gravierende Fehler festgestellt. Sie trat von ihren Ämtern als Leiterin der FDP-Delegation sowie als Vizepräsidentin des EU-Parlaments zurück. Ihr Parlamentsmandat behielt sie.
Foto: dpa
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