Am Mittwoch legen die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst die Arbeit nieder. Auch in Augsburg wird gestreikt.

Die angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben Mittwoch in den frühen Morgenstunden mit ersten Arbeitsniederlegungen begonnen. «Vor allem Mitarbeiter der Straßenmeistereien haben ihre Arbeit niedergelegt und sind früh zusammengekommen, um später zu demonstrieren», sagte Verdi-Sprecher Norbert Flach. Für den Berufsverkehr habe das jedoch keine Konsequenzen: «Wir haben weder Schnee noch Eis, die Straßen sind frei.»
Die Gewerkschaft Verdi hat rund 2300 Angestellte des öffentlichen Dienstes dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Betroffen sind neben Straßenmeistereien etwa die Landesverwaltung, Universitäten, Theater und Kliniken in insgesamt 37 Städten, darunter Augsburg, Ingolstadt und Regensburg. In München und Nürnberg werden am Vormittag mehrere hundert Beschäftigte zu Kundgebungen erwartet.
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes begründeten die Protestaktionen mit den stockenden Tarifverhandlungen auf Bundesebene. Am vergangenen Freitag war die zweite Verhandlungsrunde für die rund 600 000 Beschäftigten der Länder in Potsdam ergebnislos zu Ende gegangen. Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Gewerkschaft der Polizei fordern ein Lohnplus von 50 Euro und eine lineare Erhöhung von drei Prozent. Die Arbeitgeber legten bislang kein Angebot vor. Die Verhandlungen werden am 9. März fortgesetzt.
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