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15. Januar 2010 19:48 Uhr

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Was sind Legionellen

Was sind Legionellen überhaupt?

Legionellen sind Bakterien, die Pneumonien (Lungenentzündungen) auslösen. Ob eine Pneumonie allerdings tatsächlich auf Legionellen zurückzuführen ist, lässt sich an den Symptomen allein nicht erkennen. Wie bei anderen Lungenentzündungen kommt es bei der sogenannten Legionärskrankheit ("Legionella-Pneumonie") zu Beschwerden wie Fieber, Schmerzen oder Husten.

Für den Nachweis ist daher eine umfangreiche Labordiagnostik nötig. "Goldstandard" ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin die Anzucht des Erregers aus Sekreten oder Lungengewebe, was allerdings mehrere Tage dauere und nicht immer gelinge. Da die Labordiagnostik zudem nicht immer veranlasst werde, sei es trotz Meldepflicht schwierig, verlässliche Zahlen zur Erkrankungshäufigkeit zu erhalten.

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Dem RKI gemeldet wurden im vergangenen Jahr bis zur 51. Kalenderwoche insgesamt 442 Erkrankungen. Doch man geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Schätzungen zur tatsächlichen Erkrankungshäufigkeit bewegen sich im Bereich von 5000 bis 20 000 Fällen pro Jahr in Deutschland.

Die Legionärskrankheit tritt fast ausschließlich bei Erwachsenen auf. Besonders gefährdet sind ältere, chronisch kranke Menschen. Aber auch Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum gelten als Risikofaktoren, da sie ebenfalls die Abwehr schwächen. (shs)

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