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22. November 2011 15:48 Uhr

Extreme Trockenheit in Bayern

Wasserstand der Donau extrem niedrig - hohe Waldbrandgefahr

Schiffe laufen in der Donau auf Grund, in Oberbayern brennt ein Bergwald - der Freistaat bekommt die Folgen der extremen Trockenheit spüren.

Ein Hubschrauber der Bundeswehr nimmt am Montag, 21. November bei Lenggries Wasser in einem Loeschwasserbehaelter aus dem Sylvenstein-Stausee, um einen Waldbrand zu löschen.
Foto: dapd/Uwe Lein

Die anhaltende Trockenheit macht der Schifffahrt zu schaffen und erhöht die Waldbrandgefahr in den bayerischen Alpen. Die Donau hat Rekordniedrigwasser. Der Pegel sei noch in keinem November so niedrig gewesen wie derzeit, sagte Jürgen Schmid vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Der Wasserstand liege bis zu 30 Zentimeter unter dem üblichen Niedrigwert. Bei Straubing betrage er 2,70 Meter - normal wären dem Experten zufolge 4 Meter. «Für die Schifffahrt ist das sehr schlecht», erläuterte Schmid.

Schifffahrtsamt hofft auf Regen

Probleme gebe es auf der nicht ausgebauten Strecke zwischen Straubing und Vilshofen. «Die Fahrrinnentiefe ist hier geringer.» Wegen des Niedrigwassers saßen dort in den vergangen Wochen mehrere Schiffe fest. Zuletzt sei der Wasserstand im August 2003 so niedrig gewesen wie momentan, sagte der Experte. «Aber das war eben im Sommer.» Schmid hofft auf einen Wetterumschwung. «Wenn es regnet, dann steigen die Wasserstände wieder.»

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Erhöhte Waldbrandgefahr durch anhaltende Trockenheit

Ohne Niederschlag steigt auch die Waldbrandgefahr. In Oberbayern stand am Sonntag und Montag ein Bergwald in Flammen. Das Feuer war an der Südflanke des rund 1.200 Meter hohen Schwarzbergs ausgebrochen. Es weitete sich auf acht Hektar aus. Am Dienstag wurden die verbliebenen Glutnester nicht mehr nur aus der Luft gelöscht. Rund 20 Feuerwehrleute bekämpften die Flammen direkt in dem steilen Gelände.

Die Brandursache steht nach Polizeiangaben noch nicht fest. Da es in dem steilen Gelände aber kaum Wanderwege gebe, sei eher nicht von Brandstiftung auszugehen, sagte ein Sprecher. Ursache für das Feuer dürfte eher die anhaltende Trockenheit sein. Seit rund vier Wochen registriert der Deutsche Wetterdienst (DWD) keine nennenswerten Niederschläge. Eine ähnliche Trockenphase habe es zuletzt vor 40 Jahren gegeben, heißt es beim DWD. dpa/AZ

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