Freitag, 29. August 2014

05. Juni 2013 13:38 Uhr

Wichtige Arbeit

NSU-Ermittlungen

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Die Freien Wähler haben der Sache selbst vermutlich einen Bärendienst erwiesen

Dass die größten Fehler bei den jahrelang erfolglosen Ermittlungen zur Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe NSU außerhalb Bayerns zu suchen sind, steht nach bisherigen Erkenntnissen fest. Doch auch die Polizei in Nürnberg hat möglicherweise nicht sorgfältig genug gearbeitet. Die gestrige Aussage einer Zeugin im Untersuchungsausschuss des Landtags legt diese Vermutung nahe.

Zwar gab es danach keine Hinweise auf einen rechtsextremen Hintergrund. Aber es gab Hinweise auf zwei Verdächtige, die bei einem Tatort in Nürnberg auf Fahrrädern unterwegs waren und von der Zeugin auf einer Videoaufnahme wiedererkannt wurden, die in Köln vor einem Bombenattentat gemacht wurde. Dieses Attentat wird mittlerweile ebenfalls der NSU-Terrorgruppe angelastet.

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Die Beobachtungen und Aussagen der Zeugin passten nicht in das Bild, das sich die Polizei damals von den Verbrechen gemacht hatte. Doch statt ihr Bild zu überdenken, ließen die Beamten die Spur kalt werden. Dass solche Dinge ans Licht kommen, zeigt, wie wichtig die Arbeit von Untersuchungsausschüssen sein kann.

»Lesen Sie auch den Artikel „Zeugin belastet Polizei“.

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Schlagworte

Polizei | Nürnberg | NSU | Köln

Unsere Autoren von A bis Z
Uli Bachmeier

Redaktion München
Ressort: Politik