Die Museen des Bezirks Schwaben präsentieren ihr Jahresprogramm. Von Till Hofmann
Wie haben sich die konfessionellen Unterschiede im Ries ausgewirkt? Wie sah Schwaben zur Römerzeit aus? Und welche Reiseandenken nehmen die Menschen als Erinnerung an eine schöne Zeit zu sich nach Hause mit? Fragen auf diese Antworten sollen in Ausstellungen gegeben werden, die die Museen des Bezirks Schwaben für 2012 vorbereiten. Am Mittwoch wurde in Augsburg das Programm präsentiert. Das sind die Themen der geplanten Sonderausstellungen:
Volkskundemuseum Oberschönenfeld (Kreis Augsburg). Vor Ostern geht es in der Ausstellung „Was vom Urlaub übrig bleibt“ um die Geschichte der Reiseandenken (25. März – 7. Oktober). Ab 25. November und bis 27. Januar 2013 werden Märchen, Sagen und Geschichten aus den Alpen thematisiert.
Naichen (Kreis Günzburg). „Masken – das andere Gesicht“ gibt es in der Hammerschmiede und dem Stockerhof zu sehen (6. Mai – 4. November). Einen breiten Raum nehmen Faschingsmasken ein – von der Allgäuer Butzelarve bis hin zur Halloween-Maske. Aber auch Feuerwehrleute oder Imker maskieren sich beruflich – zum Schutz.
Rieser Bauernmuseum Maihingen (Kreis Donau-Ries). Zweimal steht die Religion im Mittelpunkt. Ab dem Frühjahr werden Einblicke in das spannende Miteinander, Nebeneinander und auch Gegeneinander der Konfessionen im Ries vermittelt („Rosenkranz und Lutherbibel“, 21. März – 28. Oktober). Zeitlich parallel läuft eine kleine Schau zur Bedeutung religiöser Motive als Wandschmuck.
Schloss Höchstädt (Kreis Dillingen). Eine Etage des staatlichen Schlosses nutzt der Bezirk – und zeigt in der historischen Ausstellung „Via Romana“, wie die Region durch die Römer verändert worden ist – und wie wichtig Straßen dabei waren (3. April – 30. September).
Schwäbisches BauernhofmuseumIllerbeuren (Kreis Unterallgäu). Nach den „Tierglocken aus aller Welt“ (1. April – 29. Juli) wird in „Très chic im Schnee“ vor Augen geführt, wie die Skimode aufkam und wie sie sich entwickelt hat (14. Oktober – 6. Januar 2013).
139000 Besucher zählten 2011 die fünf Museumsstandorte – ein Plus gegenüber 2010. Der komplette Kulturhaushalt beträgt 7,7 Millionen Euro, rund 1,4 Prozent des Bezirksetats. Davon sind die selbst betriebenen Museen mit 3,4 Millionen Euro veranschlagt. (ioa)
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