Mittwoch, 22. Mai 2013

31. Juli 2012 18:03 Uhr

Oktoberfest 2012

Herzstrumpfbänder und Riesen-Resi: Wiesn-Neuheiten vorgestellt

Das Oktoberfest will auch heuer mit Verbesserungen aufwarten. Wiesnchef Reiter stellt zwei Monate vor dem Start Neuheiten auf dem größten Volksfest der Welt vor.

Auch mit vielen neuen Attraktionen soll das diesjährige Oktoberfest wieder mindestens sechs Millionen Besucher anlocken. So sind Live-Bilder aus der Geisterbahn, eine Riesen-Resi mit dem singenden Elch "Hubertus" und Forscherexpeditionen für Kinder geplant. Wegen des Zentral-Landwirtschaftsfests (ZLF) sei es eine «kleine» Wiesn, dafür gebe es qualitative Verbesserungen, sagte Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) am Dienstag in München. Im Südteil des Festgeländes feiern die Bauern in der ersten Wiesn-Woche alle vier Jahre das ZLF, das neueste Entwicklungen aus Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft zeigt. Das Oktoberfest findet dieses Jahr vom 22. September bis 7. Oktober statt.

Hightech und Historie

Die Organisatoren setzen auch dieses Jahr wieder auf Hightech und Historie. So setzt die Geisterbahn Shocker auf Live-Übetragungen aus der finsteren Gruselstrecke, in der auch ein Geisterfahrer unterwegs ist. Im Osten des Festgeländes spielt dieses Jahr erstmals ein restauriertes Orchestrion aus den 1950er Jahren auf. Diese Tanzorgel vereint zehn Instrumente von Akkordeon über Posaune und Xylofon bis zu Schlagzeug und Hammondorgel und kann 500 Lieder zum Besten geben.

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Strumpfbänder für die Damen

Auch an neuen Accessoires fehlt es nicht: Strumpfbänder mit bunten Herzen sollen zarte Damenfesseln zieren - analog zur Schleife der Dirndlschürze bedeutet links getragen «noch zu haben» und rechts «vergeben». Nicht neu, aber nie in seiner tiefen Bedeutung geklärt: das Bierglas mit Wiesn-Emblem in Form eines Nikolausstiefels.

Ein Blick hinter die Kulissen

Hinter die Kulissen des weltgrößten Volksfestes können heuer erstmals die jungen Besucher. Bei Wiesn-Forscherexpeditionen und Schulklassen-Führungen können die kleinen Besucher etwas über die ausgeklügelte Technik und die gut 200-jährige Geschichte des Fests erfahren. Für die Jüngeren gibt es ein Sammel-Quartett und für die Allerkleinsten einen Schnuller im weiß-blauen Design. «Ich bin nicht sicher, ob er nach Wiesn schmeckt, aber er schaut nach Wiesn aus», sagte Reiter.

"Klima-Lebkuchenherzen" sollen der Umwelt helfen

Die Ökobilanz der Konsumorgie sollen heuer Biostrom und «Klima-Lebkuchenherzen» aufbessern. Der Aufpreis der Herzen soll in Projekte zur Verringerung von CO2-Emissionen fließen. Wie Reiter betont, seien die Abfallmengen pro Besucher in den vergangenen 20 Jahren bereits um 90 Prozent reduziert worden.

Mehr Sicherheit durch Glasflaschenverbot

Mehr Sicherheit soll ein Verbot von Glasflaschen bringen. «Es ist ein Wahnsinn, was für ein Riesenberg an Glasscherben sich auf der Wiesn befindet», sagte Reiter. Besonders viele Verletzungen zählen die Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes an warmen Tagen, wenn die Gäste mit Ballerinas oder Flip-Flops kommen. Die Oktoberfestleitung will hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: «Wir hoffen damit auch das Thema Vorglühen ein bisschen einzudämmen», sagte Reiter.

Das Betretungsverbot ist ein Problem

Seit Jahren ein Problem: Die Ersten kommen - nach durchzechter Nacht - morgens um 5.00 Uhr oder 6.00 Uhr und behindern insbesondere den Lieferverkehr. Das Betretungsverbot von 01.30 Uhr bis 08.00 Uhr schert sie wenig. Wiesn-Stadtrat Helmut Schmid (SPD) will das Fest dennoch nicht später öffnen.  Stattdessen müsse das bestehende Verbot endlich einmal durchgesetzt werden. «Das wäre einen Versuch wert.» (AZ/dpa/lby)

Mehr zur Münchner Wiesn auch in unserem Special Oktoberfest 2012.

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