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Radlparkhaus in Augsburg ist ein Renner
Von Eva Maria Knab Eines vorweg: Die Radstation am Hauptbahnhof ist ein gutes Angebot. Augsburg kann Radlern damit mehr Service bieten als viele andere bayerische Städte. Andererseits kostet dieser Service Geld. Und nicht jeder Radfahrer kann oder will es sich leisten, seinen Drahtesel gegen Gebühr abzustellen. Das zeigt das Durcheinander von Rädern am Bahnhofsvorplatz. Wenn die Stadt dort mehr Ordnung schaffen will, dient das sicherlich der Optik. Wenn aber im Frühjahr Räder im großen Stil abgeschleppt werden, dürften viele Pendler ziemlich sauer sein. Vor rigorosen Eingriffen müssen genügend andere Stellplätze zur Verfügung stehen -darunter auch kostenlose. |
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#2 (permalink) | |
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die "Abzocke" greift weiter um sich
Man will bzw. muss sparen - die Monatskarte nach München ist nun teuer genug - , fährt mit dem Rad zum Bahnhof, was im Winter keineswegs ein Vergnügen ist, und nun fällt unserer ach so kompetenten neuen Stadtregierung ein: "Bei den Fahrradfahrern ist ja auch noch was rauszuholen"! Vielleicht kommt ja auch noch der "Fußwegezoll" - Armes Augsburg! |
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#3 (permalink) | |
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Von Eva Maria Knab Augsburgs erstes Radlparkhaus entwickelt sich zum Renner. Vor einem Jahr ist die Radstation am Hauptbahnhof in Betrieb gegangen. Inzwischen ist sie zu 95 Prozent ausgelastet. "Wir sind fast voll", freut man sich beim Betreiber Zweirad Bäuml. Trotzdem ist das Chaos von geparkten Fahrrädern nebenan am Bahnhofsvorplatz noch nicht entscheidend besser geworden. Die Stadt plant im Frühjahr eine große Räumaktion. Insgesamt macht der Radverkehr in Augsburg Fortschritte. Mit Blick auf die neue Radstation spricht Baureferent Gerd Merkle vom "Beginn einer Erfolgsgeschichte". Denn dort ist die Auslastung schon im ersten Jahr deutlich höher als Fachleute erwartet haben. Die Kundschaft besteht vor allem aus Pendlern, die einen gut geschützten Parkplatz für ihr Zweirad wollen, der rund um die Uhr zugänglich ist. Bislang habe es keinen Fall von Diebstahl oder Vandalismus gegeben, sagt Geschäftsführer Thomas Lis von Zweirad Bäuml. Für Sicherheit sorgen Videokameras und nachts ein Wachdienst. Laut Lis ist die Kundschaft durchgehend sehr zufrieden mit dem Angebot in der Radstation. Neben 380 sicheren Abstellplätzen gibt es dort einen schnellen Reparaturservice und einen Fahrradverleih. Allerdings: Allein aus Parkgebühren könne sich die Radstation am Hauptbahnhof nicht finanzieren. Der Umsatz liege bei 30 000 Euro im Jahr, sagt Lis. Deshalb hat sich die Stadt finanziell mit 1,2 Millionen Euro engagiert und einen langjährigen Pachtvertrag mit dem Betreiber abgeschlossen. Darüber hinaus flossen öffentliche Zuschüsse. Nun hofft man noch auf weitere Radler, die Monatskarten oder Jahreskarten kaufen. Zuletzt bescherten die hohen Benzinpreise der Radstation mehr Kunden und damit einen geschäftlichen Zuwachs. Zurück zum viel kritisierten Radchaos am Bahnhofsvorplatz. An schönen Sommertagen standen dort schon bis zu 1500 Drahtesel herum. Durch die neuen Abstellmöglichkeiten in der Radstation sei die Situation etwas besser geworden, so die Bilanz im Tiefbauamt. Trotzdem will die Stadt im Frühjahr 2009 energisch durchgreifen. Geplant ist eine groß angelegte Räumung von Rädern, die für Behinderungen sorgen oder herrenlos sind. Zwar "gibt es kein Halteverbot für Fahrräder", räumen Experten ein. Andererseits will die Stadt auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof nur noch maximal 600 abgestellte Räder zulassen. Das sind nur halb so viele wie dort aktuell (kostenlos) parken. Als Alternative soll es weitere neue Abstellangebote rund um den Bahnhofsvorplatz geben. Denkbar seien Bahnflächen im Ladehof, sagt Referent Merkle. Dort war früher schon mal ein Radlparkhaus vorgesehen. Inzwischen habe es ein neues Gespräch gegeben, so Merkle. Sein Ziel sei, künftig rund 2000 Parkplätze für Räder rund um den Augsburger Hauptbahnhof anzubieten. |
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#4 (permalink) | |
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zukunftsfähiges Verkehrsmittel
Es ist begrüßenswert, dass sich endlich wieder etwas tut, um das umweltfreundliche und zukunftsfähige Verkehrsmittel Fahhrad ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Das Fahrradparkhaus ist ein vorbildliches Beispiel der so oft beschworenen "private public partnership". Derlei innovatives Denken ist jedoch in der Privatwirtschaft, expressis verbis beim Einzelhandel offenbar noch nicht angekommen. So musste ich unlängst beim Besuch der Filiale einer bundesweit operierenden Lebensmittelkette mit dem roten "K" an der Gögginger Straße die Androhung rigorosen Vorhehens gegen 2- Rad Falschparker auf dort angebrachten Schildern zur Kenntnis nehmen- Fahrräder gehören schließlich in den Fahrradständer und nicht in den Eingangsbereich. Nur: für ca. 15.000 m2 Verkaufsfläche sind ganze 24 (!) Fahrradständer vorhanden. Die Nachfrage bei der Firma per e-mail ergab leider nur eine freundliche aber nichtssagende Antwort- natürlich ohne Ergebnis. Fazit: Im Kofferraum haben mehr Waren Platz als auf dem Gepäckträger- um die Klimaänderung sollen sich andere kümmern! |
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#5 (permalink) | |
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Für Menschen, die eine gut bezahlte Arbeitsstelle in München haben sind die Gebühren für das Fahrradparkhaus sicherlich peanuts. Aber schon mal überlegt, dass es auch Leute gibt, die nicht über entsprechende Mittel verfügen? Die pendeln müssen wegen eines nicht so gut bezahlten Jobs oder wegen des Studiums? Solche, die nicht wegen des hohen Benzinpreises das Fahrrad nutzen sondern weil sie sich grundsätzlich kein Auto leisten können. Nun sind auch die Gut-Verdiener aufs Fahrrad umgestiegen und stellen den Bahnhofsplatz mit ihren Drahteseln zu, zum Nachteil derer, die schon immer mit dem Fahrrad fahren mussten. Ist ja auch vom ökologischen Standpunkt aus sinnvoll mit dem Fahrrad zu fahren, nur, dass dabei schon wieder eine Nische für Gebührenerhebung anfällt, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Irgend etwas läuft hier schief in unserem Lande. |
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#6 (permalink) | |
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Naja, das Argument, dass sich nur "Besserverdiener" einen Stellplatz im Radlparkhaus leisten können, is vielleicht etwas löchrig, wenn man bedenkt, dass eine Jahreskarte umgerechnet 5,83 € im Monat kostet. Einfach eine Schachtel Kippen pro Monat weg lassen, und schon ist das Ding bezahlt ;) Mein Nachbar arbeitet in München und stellt sein Rad schon seit geraumer Zeit dort ab, da die Kosten für den Stellplatz auf Dauer fast billiger sind als die Reparaturen und Ersatzteile (z.B. geklauter Sattel oder zerstochene Reifen), die früher des öfteren an seinem Rad fällig geworden sind. Aber stimmt schon, wenn man den Bahnhofsvorplatz von rostigen Drahteseln räumen will, wäre es schon ein feiner Zug, ersatzweise im nächstmöglichen Umkreis auch genügend kostenfreie Stellplätze zur Verfügung zu stellen, z.B. irgendwo auf dem Gelände zwischen Halder- und Hermanstraße. Es wird ja oft genug proklamiert, dass man wenn möglich aufs Rad umsteigen soll (ist ja auch richtig!), aber dann sollte man das den Menschen auch irgendwie schmackhaft machen und nicht noch Stöcke in die Speichen werfen. |
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#7 (permalink) | |
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Auch ich habe mir kurz nach der Eröffnung eine Jahreskarte gekauft und kann mir kaum mehr vorstellen, was ich ohne machen würde. Ich kann so mit meinem "guten" Rad zum Bahnhof fahren ohne Sorgen, dass abends Sattel, Reifen oder das ganze Rad verschwunden sind. Übers Jahr gesehen finde ich auch die Kosten in Ordnung, auch wenn ich keine gut bezahlte Arbeitsstelle in München habe. Ich nutze das Parkhaus auch mal beim Weggehen abends oder wenn ich anderweitig in der Stadt unterwegs bin. Die Ankündigung, nur noch 600 Räder zuzulassen halte ich für fragwürdig. Wenn die Räder aus ästhetischen Gründen weg sollen, dann müssen gleichwertige (= ebenfalls kostenlose) Stellflächen bereitgestellt werden. Die Maßnahme der Filiale einer bundesweit operierenden Lebensmittelkette mit dem roten "K" an der Gögginger Straße finde ich ebenfalls unverschämt. Im Sommer werden die Stellplätze nie und nimmer ausreichen. Noch dazu stehen die neu angeordneten (vom Eingangsbereich weg) Fahrradständer zu einem großen Teil nicht mehr im überdachten Bereich; das setzt dem ganzen noch die Krone auf, wie ich finde. |
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