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Fugger-Express und Regio-Schienen-Takt
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10.08.2008 22:55 Uhr
Redaktion
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Fugger-Express und Regio-Schienen-Takt

Von Thomas Faulhaber Eine harsche Kritik am neuen Fugger-Express der Bahn äußert die Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Augsburg (ANA). Jörg Schiffler, erster Vorsitzender, hält die Züge für unzumutbar und fordert Nachbesserungen beim Komfort. „Der Erfolg des Regio-Schienen-Takts ist in Gefahr“, so ANA-Vorstand Schiffler. Der Grund: Die neuen Elektrozüge (Baureihe 440) für die Strecken Donauwörth/Ulm -Augsburg - München seien sowohl für den Kurzstreckenverkehr im Verkehrsverbund (AVV) als auch für die Langstrecken „vollkommen unzumutbar“. Enge Sitzabstände, unbewegliche Armlehnen Die ANA bemängelt vor allem den engen Sitzabstand, unbewegliche Armlehnen sowie die steilen Rampen am Einstieg. Zu wenig Platz gebe es auch für Fahrräder, Gepäck und Kinderwagen. Zudem werden die engen Durchgänge moniert. „Bahn riskiert mit diesem Fahrzeug einen Flop“ Nach Meinung der ANA müssen die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), Deutsche Bahn AG und der Hersteller Alstom nachbessern. „Wer mit diesem Fahrzeug an den Start geht, riskiert beim Regio-Schienen-Takt einen Flop“, ist Schiffler überzeugt. Erst vergangene Woche hat die Bahn mit großem Aufwand ihren neuen Regionalzug „Fugger-Express“ am Hauptbahnhof präsentiert. Der „ET 440“ wird ab 14. Dezember auf der Strecke München - Augsburg - Ulm beziehungsweise München - Augsburg - Donauwörth unterwegs sein. Bis zu vier Triebzüge mit je 240 Sitzplätzen können dabei aneinandergekoppelt werden.

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Zuletzt geändert von Moderator, am 21.12.2011 um 11:11 Uhr
10.08.2008 22:55 Uhr
schienenfreund
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Fakten über den Fugger-Express
Anbei erste Fotos zur Erläuterung Die Einstiegshöhe beträgt übrigens 60cm - die Bahnsteige in Neusäß und Westheim sind nur knapp 20cm hoch, man muss also eine ca. 40cm Stufe in das Fahrzeug hochsteigen. Es gibt keinerlei Ausklappstufen etc.! Die Rampe zur Tür hinunter ist 85 cm lang und überbrückt dabei 12 cm Höhenunterschied. Den prinzipiellen Grundriss des Triebwagens können Sie hier einsehen: http://www.nahverkehr-franken.de/rbahn/sonderseiten/440-vorstellung/440-0_datenblatt.jpg (die Augsburger Version ist minimal anders - hat z.B. noch 4 Sitze mehr) Man sieht deutlich, dass man z.B. mit einem Fahrrad immer an der Toilette vorbei muss, wobei sich an der Wand allerdings noch Klappsitze befinden.
11.08.2008 07:31 Uhr
Aus Tschechien
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Zitat von schienenfreund
Anbei erste Fotos zur Erläuterung Die Einstiegshöhe beträgt übrigens 60cm - die Bahnsteige in Neusäß und Westheim sind nur knapp 20cm hoch, man muss also eine ca. 40cm Stufe in das Fahrzeug hochsteigen. Es gibt keinerlei Ausklappstufen etc.!
Meine Frage an dieser Stelle wäre, als Laie, wie hoch überhaupt die Bahnsteige am Hauptbahnhof sind bzw. an den neugebauten Bahnhöfen/Haltepunkten zwischen Hbf und Mering? :confused1:
Zitat von schienenfreund
Die Rampe zur Tür hinunter ist 85 cm lang und überbrückt dabei 12 cm Höhenunterschied.
Was einem Gefälle von 14% entspricht, wenn mich mein Taschenrechner nicht anlügt. :scared:
Zitat von schienenfreund
Den prinzipiellen Grundriss des Triebwagens können Sie hier einsehen: http://www.nahverkehr-franken.de/rbahn/sonderseiten/440-vorstellung/440-0_datenblatt.jpg (die Augsburger Version ist minimal anders - hat z.B. noch 4 Sitze mehr) Man sieht deutlich, dass man z.B. mit einem Fahrrad immer an der Toilette vorbei muss, wobei sich an der Wand allerdings noch Klappsitze befinden.
Ansonsten kann ich mich Ihnen im Punkt "Klappsitze vs Fahrräder" nur anschließen. Bei der Vogtlandbahn zwischen Regensburg und Hof haben mich diese Klappsitze direkt an der Toilette auch schon ziemlich genervt, hauptsächlich dann, wenn die Radler kamen. Bedenklich finde ich die geringe Anzahl von vier Türen pro Einheit. Bei einer Dreifachtraktion kommt man zwar auf zwölf, aber irgendwie kann ich mir nur schwer vorstellen, dass Ein- und Ausstieg reibungslos ablaufen können. Aber vielleicht liegt das an meiner mangelhaften Vorstellungskraft... :blush:

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11.08.2008 07:35 Uhr
romy72
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Zitat von schienenfreund
Anbei erste Fotos zur Erläuterung Die Einstiegshöhe beträgt übrigens 60cm - die Bahnsteige in Neusäß und Westheim sind nur knapp 20cm hoch, man muss also eine ca. 40cm Stufe in das Fahrzeug hochsteigen. Es gibt keinerlei Ausklappstufen etc.! Die Rampe zur Tür hinunter ist 85 cm lang und überbrückt dabei 12 cm Höhenunterschied. Den prinzipiellen Grundriss des Triebwagens können Sie hier einsehen: http://www.nahverkehr-franken.de/rbahn/sonderseiten/440-vorstellung/440-0_datenblatt.jpg (die Augsburger Version ist minimal anders - hat z.B. noch 4 Sitze mehr) Man sieht deutlich, dass man z.B. mit einem Fahrrad immer an der Toilette vorbei muss, wobei sich an der Wand allerdings noch Klappsitze befinden.
Überhaupt sind die Stellplätze für Fahrräder, Kinderwägen und Rollstühle ziemlich sparsam bemessen worden. Entspricht der Fugger-Express dem abgebildeten Grundriss, ist allenfalls noch für 8 Räder entlang der KLappsitze im ganzen Zug Platz, wenn man den Durchgang noch freihalten will. Auf der Seite der Toilettenkabinen ist ja auch durchgehend fest bestuhlt:no: Aber egal, Rollis schaffen den Einstieg sowieso nicht, Eltern mit Kinderwagen wird man so auch schnell vergraulen, und ein Radl kann man sich in München ja am Hauptbahnhof mieten! Im Endeffekt wird man den Erfolg haben, dass die Einstiegsbereiche vollgestellt werden... Klasse gemacht!:hammer:
11.08.2008 07:47 Uhr
schienenfreund
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Zitat von Aus Tschechien
Meine Frage an dieser Stelle wäre, als Laie, wie hoch überhaupt die Bahnsteige am Hauptbahnhof sind bzw. an den neugebauten Bahnhöfen/Haltepunkten zwischen Hbf und Mering? :confused1:
Die Strecke nach München ist wegen des Neu-/Ausbaus kein Problem! Das sollten überall 76cm werden. Das Problem liegt von Augsburg aus in Richtung Ulm und Donauwörth. EBO - Einzelnorm
§ 13 Bahnsteige, Rampen (1) Bei Neubauten oder umfassenden Umbauten von Personenbahnsteigen sollen in der Regel die Bahnsteigkanten auf eine Höhe von 0,76 m über Schienenoberkante gelegt werden; Höhen von unter 0,38 m und über 0,96 m sind unzulässig. Bahnsteige, an denen ausschließlich Stadtschnellbahnen halten, sollen auf eine Höhe von 0,96 m über Schienenoberkante gelegt werden. In Gleisbogen ist auf die Überhöhung Rücksicht zu nehmen.

Gemessen wird ab Schienenoberkante - einige Haltepunkte in der Region sind schlicht unzulässig...

11.08.2008 10:19 Uhr
tom_woerthsee
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@Schienenfreund: Die zulässigen Bahnsteighöhen gelten für Neubauten, nicht für den Altbestand! Bitte genau lesen!!!!! So kann man auch Stimmung gegen die Bahn machen.
11.08.2008 10:29 Uhr
romy72
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Zitat von Aus Tschechien
Bedenklich finde ich die geringe Anzahl von vier Türen pro Einheit. Bei einer Dreifachtraktion kommt man zwar auf zwölf, aber irgendwie kann ich mir nur schwer vorstellen, dass Ein- und Ausstieg reibungslos ablaufen können. Aber vielleicht liegt das an meiner mangelhaften Vorstellungskraft... :blush:
Besonders lustig wird es für die Sitzplätze im mittleren Bereich. Wenn alle Klappsitze - falls frei - mit Fahrrädern vollgestellt sind, gibt es da kein Entkommen mehr.:)
11.08.2008 10:34 Uhr
Redaktion
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Von Janka Kreißl Ihren neuen Regionalzug „Fugger-Express“ hat die DB Regio Bayerisch-Schwaben gestern am Hauptbahnhof zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Der „ET 440“ wird ab 14. Dezember auf der Strecke München - Augsburg - Ulm beziehungsweise München - Augsburg - Donauwörth unterwegs sein. Bis zu vier Triebzüge mit je 240 Sitzplätzen können dabei aneinandergekuppelt werden, „ein großer Vorteil vor allem während der Stoßzeiten morgens und abends“, erläutert Antonia von Bassewitz, Geschäftsführerin der DB Regio Bayerisch-Schwaben. „Zudem sind für Ende des Jahres dichtere Taktzeiten geplant, so wird alle 30 Minuten ein Fugger-Express nach München fahren.“ 160 Stundenkilometer schafft der 70 Meter lange Triebwagen - insgesamt hat die DB Regio 37 Fahrzeuge für 160 Millionen Euro erworben. Von der Geräumigkeit im Zug zeigten sich viele Besucher überrascht. „Toll, dass man hier auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl bequem durchkommt“, freute sich Margarete Noack, „und sogar Wickeltische gibt es! „Auch von den bequemen Sitzen und den Panoramafenstern war sie angetan. Besonders interessant für viele war der Blick in das Führerhaus und auf die technischen Details. „Da kommt man ja sonst nie rein“, so Besucher Peter Meinert, und ließ sich gleich einmal das GPS-gesteuerte Informationssystem für Fahrgäste erklären. Claudia Hafner interessierte derweil etwas ganz anderes: „Ich muss meine Bekannten finden, denn wir wollen der Stadt Augsburg helfen, ihre Wette zu gewinnen.“ Die 23-Jährige war in historischem Gewand zum Bahnhof gekommen - die DB Regio hatte gewettet, dass OB Gribl es nicht schaffen würde, mit 100 Besuchern das Fugger-Express-Lied zu singen. „Das kriegen wir schon hin“, war sich Claudia sicher, auch wenn viele ihrer Kollegen der „Schwarzen Ritter zu Augsburg“ entweder auf dem Bürgerfest oder an ihrem Arbeitsplatz festsaßen. Am 29. August gibt es Eis Doch sie hat Recht behalten: Mit fast 200 historischen Sängern und bester Stimmung während der musikalischen Einlage wurde die Wette locker gewonnen und Kurt Gribl vorm Brezen-Verteilen an Pendler bewahrt. Stattdessen muss nun die DB Regio Bayerisch-Schwaben am 29. August ab 12 Uhr auf dem Rathausplatz Eis an alle verschenken.

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11.08.2008 10:34 Uhr
dwegener
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Unvollständige Berichterstattung
Ich bin ja schon mal gespannt, wie die Bahn die steigenden Fahrgastzahlen bewältigen will. Ein höherer Takt ist prima - aber nirgendwo in Ihren Artikeln zum Thema wird erwähnt, daß mit dem neuen Fahrplan auch die jetzt im Einsatz befindlichen Doppelstockwaggons abgeschafft werden. Die dürften so ziemlich die doppelte Kapazität der neuen Wagen haben, so daß unter dem Strich keine Erhöhung, sondern nur eine Streckung der Kapazität herauskommt. Ich empfehle den Schreibern der betreffenden Artikel, sich mal mit den Zugbegleitern auf der Linie Augsburg-München zu unterhalten. Die freuen sich nämlich mindestens genauso über diese Ablösung wie wir Fahrgäste.
11.08.2008 11:08 Uhr
SüdMensch
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Zitat von dwegener
Ich bin ja schon mal gespannt, wie die Bahn die steigenden Fahrgastzahlen bewältigen will. Ein höherer Takt ist prima - aber nirgendwo in Ihren Artikeln zum Thema wird erwähnt, daß mit dem neuen Fahrplan auch die jetzt im Einsatz befindlichen Doppelstockwaggons abgeschafft werden. Die dürften so ziemlich die doppelte Kapazität der neuen Wagen haben, so daß unter dem Strich keine Erhöhung, sondern nur eine Streckung der Kapazität herauskommt.
Das stimmt so nicht. Wen man von der maximal möglichen Länge (300m) der Regionalzüge ausgeht, hat man die Möglichkeit vier ET 440 im Verbund zu fahren oder 10 DoStos (mit dann 2 111ern) zu fahren. 4*ET 440 = 960 Sitzplätze 10* DoSto, (davon 1 1.Klasse-Wagen) = 1050 Sitzplätze Der Unterschied ist also je Zug gerade mal 90 Sitzplätze. Dafür gibt's aber jetzt mindestens zwei Züge je Stunde, macht also je Stunde 870 Sitzplätze (oder 83%) mehr in der "Grundlast" bei höherer Flexibilität in der Reisezeit. Außerdem soll's -nach meinem Kenntnisstand- in den Stoßzeiten noch weiterhin zusätzliche Verstärkerzüge (dann mit Dosto-Wagen) geben. Der klare Vorteil der ET 440 liegt darin, dass man die Züge im Verband von München nach Augsburg fahren und ab Augsburg den Zug nach Ulm und Donauwörth "flügeln kann. Damit gibt's mehr umsteigefreie Verbindungen nach München für Pendler, die nicht erst in Augsburg Hbf zusteigen.

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11.08.2008 12:18 Uhr
tom_woerthsee
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@SüdMensch Danke, dass es noch Menschen gibt, die auch mal das Positive sehen! Scheint ein Volkssport zu sein, Alles, aber auch Alles in Frage zu stellen...
11.08.2008 12:39 Uhr
schienenfreund
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sachliche Kritik statt Lobhudelei!
Zitat von tom_woerthsee
@Schienenfreund: Die zulässigen Bahnsteighöhen gelten für Neubauten, nicht für den Altbestand! Bitte genau lesen!!!!! So kann man auch Stimmung gegen die Bahn machen.
Die Regelungen für Neubauten sind sinnvoll und gut begründet! Die Fa. Alstom hat halt ein Fahrzeug gebaut, das auf den heutigen Bahnsteig-Standard ausgerichtet ist. Fakt ist, dass sich beim "Fugger Express" Baureihe 440 an vielen Bahnhöfen unzumutbare Stufen von über 40 cm ergeben, die dann natlos in eine 85 cm lange 14% Steigung in den Fahrgastraum übergeht. Da gibt es nichts zu diskutieren - das ist ein Rückschritt! Gehen Sie davon aus, dass die Zulässigkeit dieser kombinierten Situation noch beim EBA angefragt wird. Sobald das Fahrzeug an den Stationen mit den niedrigen Bahnsteigen eingesetzt wird, werden auch davon eindrucksvolle Bilder mit Kinderwagen, Fahrrädern, Kindern, alten Menschen etc. im www zu sehen sein. Die Bahn hat noch 4 Monate Zeit für eine Lösung... Kapazitätsfrage: Wir kennen noch nicht den Fahrplan und auch nicht den Umfang der zusätzlich für den Berufsverkehr angekündigten Zusatzzüge (evtl. noch Doppelstock). Mehrere gekuppelte Triebwagen verhindern aber eine gleichmäßige Verteilung der Fahrgäste im Zug und führen so zu ungleichmäßigeren Besetzung, die sich bei einem Lokbespannten Zug üblicherweise durch "Wanderungen" ausgleicht. Von der nominellen Sitzplatzanzahl wird es extrem wahrscheinlich nicht schlechter, aber die Zugänglichkeit wird durch weniger Türen sicher zu langsameren Fahrgastwechseln führen, ohne dass hier noch Fahrräder im Spiel wären. Ist jedem jetzt auch klar, warum kürzlich die kostenlose Fahrradmitnahme im AVV abgeschafft wurde?
11.08.2008 13:28 Uhr
Klartexter
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2,5 Zentimeter bedeuten den Weltuntergang?
Zitat von schienenfreund
Die Einstiegshöhe beträgt übrigens 60cm - die Bahnsteige in Neusäß und Westheim sind nur knapp 20cm hoch, man muss also eine ca. 40cm Stufe in das Fahrzeug hochsteigen. Es gibt keinerlei Ausklappstufen etc.!
Sorry, schienenfreund, aber man kann natürlich überall Probleme sehen. Nur sticht Ihr Argument in diesem Fall nicht! Im Raum Augsburg werden Fahrzeuge der Baureihe 642 eingesetzt, diese haben eine Einstiegshöhe von 575 mm über Schienenoberkante. Sie werden uns hier doch wohl nicht erzählen wollen, dass genau diese 2,5 Zentimeter das Kraut fett machen? ;) Ganz abgesehen davon werden sowohl EBA wie auch die Fa. Alstom und die Deutsche Bahn den Teufel tun und hier wegen der ANA neue Fahrzeuge konstruieren, die Bahnsteige in Neusäß und Westheim stilllegen oder sonst irgend eine Aktivität starten. Mag sein, dass die Bahn im Laufe der Zeit die Bahnsteige anpasst, aber das macht sie dann sicher nicht auf Druck der ANA. Das EBA wird dem Verein auch mitteilen, dass diese Bahnsteighöhen durchaus zulässig sind, da es sich um Bestände und nicht um Neubauten handelt. Und Alstom geht die Kritik an einem gewissen Körperteil vorbei. :yes:

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11.08.2008 13:59 Uhr
SüdMensch
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Zitat von schienenfreund
Mehrere gekuppelte Triebwagen verhindern aber eine gleichmäßige Verteilung der Fahrgäste im Zug und führen so zu ungleichmäßigeren Besetzung, die sich bei einem Lokbespannten Zug üblicherweise durch "Wanderungen" ausgleicht. Von der nominellen Sitzplatzanzahl wird es extrem wahrscheinlich nicht schlechter, aber die Zugänglichkeit wird durch weniger Türen sicher zu langsameren Fahrgastwechseln führen, ohne dass hier noch Fahrräder im Spiel wären.
Das Gegenteil Ihrer ersten Behauptung können Sie täglich in der Münchener S-Bahn erleben. Da sind die Triebwagen einigermaßen gleichmäßig ausgelastet, obwohl dort bis zu drei autarke Einheiten verbunden sind. Das eigentliche Problem ist nicht die Durchgängigkeit im Zug, sonst würden die steten Durchsagen an die "Vorplatz- und Gangsteher" nach dem Verlassen von Frankfurt Hbf am Freitag Nachmittag obsolet. ("Bitte gehen Sie in die Wagen 1-3 , dort sind noch ausreichend Sitzplätze frei..."). Problematisch ist eher, dass an einem 300-m Doppelstockzug mit 20 Türen ca. 70% der Reisenden durch die ersten fünf Türen (in Fahrtrichtung München) einsteigen "müssen". Offenbar werden die "gesparten" drei Minuten am Bahnsteig in München Hbf gerne durch eine Fahrt im Stehen "erkauft".

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11.08.2008 14:11 Uhr
Aus Tschechien
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Zitat von Klartexter
Sorry, schienenfreund, aber man kann natürlich überall Probleme sehen. Nur sticht Ihr Argument in diesem Fall nicht! Im Raum Augsburg werden Fahrzeuge der Baureihe 642 eingesetzt, diese haben eine Einstiegshöhe von 575 mm über Schienenoberkante. Sie werden uns hier doch wohl nicht erzählen wollen, dass genau diese 2,5 Zentimeter das Kraut fett machen? ;)
Sie mögen ja en gros Recht haben, Klartexter, doch möchte ich zu bedenken geben, dass Großmütterchen auf der Paatalbahn erhebliche Schwierigkeiten haben, sich in den Zug hineinzuhieven. Und nur, weil es dort praktiziert wird, heißt das nicht, dass es jetzt auch woanders gemacht werden sollte.
Zitat von Klartexter
Ganz abgesehen davon werden sowohl EBA wie auch die Fa. Alstom und die Deutsche Bahn den Teufel tun und hier wegen der ANA neue Fahrzeuge konstruieren, die Bahnsteige in Neusäß und Westheim stilllegen oder sonst irgend eine Aktivität starten. Mag sein, dass die Bahn im Laufe der Zeit die Bahnsteige anpasst, aber das macht sie dann sicher nicht auf Druck der ANA. Das EBA wird dem Verein auch mitteilen, dass diese Bahnsteighöhen durchaus zulässig sind, da es sich um Bestände und nicht um Neubauten handelt. Und Alstom geht die Kritik an einem gewissen Körperteil vorbei. :yes:
Auch da mögen Sie Recht haben, jedoch sollte man sich schon mit den Veränderungen kritisch auseinandersetzen und fordern, dass im Sinne von mehr Komfort für die Reisenden, eine Lösung gesucht werden und umgesetzt werden sollte. Bahnsteiganpassung wäre wohl das Einfachste. Leider kann ich die baulichen Zustände in Neusäß und Westheim nicht beurteilen, doch kann ich mir gut vorstellen, dass eine Modernisierung wohl in absehbarer Zeit ohnehin nötig wäre. :confused1:
Zitat von SüdMensch
Das eigentliche Problem ist nicht die Durchgängigkeit im Zug, sonst würden die steten Durchsagen an die "Vorplatz- und Gangsteher" nach dem Verlassen von Frankfurt Hbf am Freitag Nachmittag obsolet. ("Bitte gehen Sie in die Wagen 1-3 , dort sind noch ausreichend Sitzplätze frei..."). Problematisch ist eher, dass an einem 300-m Doppelstockzug mit 20 Türen ca. 70% der Reisenden durch die ersten fünf Türen (in Fahrtrichtung München) einsteigen "müssen". Offenbar werden die "gesparten" drei Minuten am Bahnsteig in München Hbf gerne durch eine Fahrt im Stehen "erkauft".
Dieses Phänomen kann man nicht nur in Richtung München, ab und an auch in Richtung Augsburg (v.a. bis Mering) immer wieder beobachten. Also ich gehe in Richtung München immer in den letzten Wagen, da ist nämlich soooo viel Platz... :blink:

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