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Straßenbahnlinie 5
Da es um die geplante Linie 5 still geworden ist wollte ich mal in die Runde fragen wer einen aktuellen Sachstand weiss? Wie ist der Verlauf entlang der Ackermannstraße jetzt geplant? Und die Hinführung vom Hbf dorthin? Mit Umweg über Hessenbach (ein Areal was durch die 3er Haltestelle bereits exzellent erschlossen ist)? Und wo soll die Wendeschleife "beim Klinikum" denn positioniert sein? Bei der jetzigen 2er Wendeschleife - oder gar Richtung Neusäß? Gibt es Gespräche für eine Wendeschleife in Neusäß? Wie ist die "Fahrtzeit" einzuschätzen? Es dürften ja kaum Kreuzungen mit dem Straßenverkehr die Tramfahrt bremsen und einen direkteren Weg vom augsburger Westen ins Zentrum als über die angedachte Trassierung gibt es auch per PKW nicht. Die Fahrtzeit müsste also beispiellos kurz sein (ich wüsste keinen Linienast im aktuellen Tramnetz der so ungestört vom Straßenverkehr verläuft). Wodurch auch endlich Park and Ride für Pendler extrem attraktiv werden würde, von einem geplanten neuen großen P+R Platz habe ich aber noch gar nichts gehört, der vorhandene der 2er ist winzig und nur nicht überlastet weil die Fahrtzeit der 2er viel zu lange ist bis man in der Stadt ist, ihn darum fast keiner nutzt. Mit der 5er wäre das ganz anders, da fährt man zur Stoßzeit dann entspannt im 5 Minuten Takt und schneller Fahrt am Dauerstau auf der Ackermannstraße vorbei. Und was heißt das für die 2er? Kein Mensch wird dann noch dort einsteigen wollen, schon gar nicht am P+R Augsburg West was ja auch die aktuelle Endhaltestelle der 2er recht überflüssig machen dürfte - selbst der Halt am Klinikum dürfte nur noch für Fahrgäste aus Oberhausen attraktiv sein.
Kommen wird und muss die Linie 5 ja, da ja regelmäßig erklärt wird dass die Fördermittel für das Gesamtprojekt "Mobilitätsdrehscheibe" nur "ganz oder gar nicht" gezahlt werden, also nur wenn auch alle Teilprojekte umgesetzt werden - die Linie 5 ist eines (und ein Verzicht auf die 5er wäre folgerichtig durch die verlorenen Fördergelder unter dem Strich viel teurer als deren Bau..). Ich kenne die Spekulationen a lá "Kommt ja eh ned", die wahrscheinlich bis zum Tag des ersten Baggerbiß zu hören sein werden. |
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Zuletzt geändert von augschburgr, am 04.12.2011 um 21:19 Uhr
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#2 (permalink) | |
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Äußerst erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 4/26/07 Beiträge: 7166 |
Der schnellste Weg vom ZK zum regionalen Schienenverkehr wird die Linie 2 zum Oberhauser Bahnhof bleiben. Der schnellste Weg aus dem Bereich Rathausplatz/Karlsstraße und den darauf zuführenden Linien aus Richtung Osten 1, 22, 23 wird die Linie 2 bleiben. Aber Sie haben schon recht, es ist wieder still um die 5er geworden. |
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#3 (permalink) | |
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Aber Moment, schauen Sie sich die lahme Durchschnittsgeschwindigkeit der 2er an, zumal die ungeheure Umwege führt, beispielsweise von der Wertachbrücke über das Fischertor, was niemand außer den wenigen Zusteigern dort etwas bringt - die Mehrzahl fährt einen Umweg oder muss an der Wertachbrücke in die 4er umsteigen, was lästig ist und wenn man gerade eine verpasst hat und nochmal 5 Minuten warten muss auch keine Verbesserung ist. Summasummarum ist die 2er mit ihrer Route und ihrer Fahrtzeit wirklich keine attraktive Tramlinie. Mein Punkt ist halt der, kannibalisiert die 5er nicht Fahrgäste der 2er bei der aktuell angedachten Route? |
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#4 (permalink) | |
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Äußerst erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 4/26/07 Beiträge: 7166 |
Ein Jünger des Achsenkreuzes? Die 2er ist im Abschnitt Kö - Stadtwerke/Dom lahm. Die Stadtwerke lassen die Linie ja zeitgleich mit der 1er vom Kö abfahren, wodurch sich 1er und 2er immer an den folgenden Haltestellen (Moritzplatz und Rathausplatz) gegenseitig behindern.Die Vorrangschaltung an der Karstraße ging ja mit Herrn Wenninger in den Ruhestand. Man hat die Fahrgastzahlen durch die Umleitung der 2er am Kö (nicht mehr zum HBF) schon erfolgreich gesenkt, aber der Abschnitt vom Kö bis zum Mozarthaus ist auch jenseits der Schulverkehrs am stärksten besetzt. Zwischen ZK und Oberhauser Bahnhof wird die Fahrzeit von 9 bis 10 Minuten normalerweise problemlos eingehalten. Ich sehe da keine Punkte zur Kritik. Das ist die relevante Fahrzeit zwischen ZK und dem Regio-Schienen-Dingsbums. Solange die 2er im Takt 5 fährt, sind auch die Verzögerungen durch die allfälligen Behinderungen im Bereich Wertachbrücke erträglich. Man wartet halt mal 10 Minuten. Ab März nächsten Jahres wird das im Takt 7,5 wesentlich ungemüticher... Das Problem Wertachbrücke wird bislang nicht wirksam angegangen (Signaltechnik, Überwachung Halteverbote im Zulauf, evtl.kleinere Gleislageänderungen) und am neuen Kö soll ja auch weiterhin alles gleichzeitig abfahren. Den Außenabschnitt sehe ich dabei aber bei ausreichenden Pufferzeiten nicht übermäßig betroffen.
Ja wenn man sie gerade verpasst hat; die durchschnittliche Wartezeit ist wohl geringer. Ab März 2012 wird da erst mal nicht mehr so häufig umgestiegen.
Nochmals, ab Rathausplatz wird die 2 schneller als die schnellste vorstellbare 5er bleiben. Die knappen Finanzen lassen wenn überhaupt eine recht langsame 5er erwarten. Teure höhenfreie Trassierungen im Bereich der B17 und der Kriegshaber-Str. sind nicht zu erwarten. Gerade an der B17 Kreuzung ist eine wirksame Vorrangschatung undenkbar, wenn man nicht die grenzwertige Leistungsfähigkeit der Kreuzung weiter reduzieren will. Die Fahrt durch den HBF Tunnel wird auch nicht schneller als die Fahrt zwischen Dom und Fischertor. |
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Zuletzt geändert von schienenfreund, am 07.12.2011 um 17:07 Uhr
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#5 (permalink) | |
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Wieso sollte bei der 5er gespart werden? Die angesetzten Baukosten sind glaub ich 10 Mio höher als bei der 6er, der Trassenverlauf ist recht unproblematisch. Wohin soll das Geld fließen, wenn nicht in möglichst starke bauliche Trennung vom Straßenverkehr? Und die Tram kann richtig aber so richtig Tempo machen auf eigener Trasse und gerader Strecke entlang der Ackermannstraße. |
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#6 (permalink) | |
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Die "bessere 5er" der ANA kommt wohl so sicher wie das Amen in der Kirche... |
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#7 (permalink) | |
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Äußerst erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 4/26/07 Beiträge: 7166 |
Warten Sie ab... Technisch ist so eine neue Wertachbrücke wirklich unproblematisch.
Wertachbrücke, Tiefgaragen für Wohnanlagen der WBG, Verlegung von Tankstellen, kompletter Umbau der Ackermann-Str. über den ganzen bestehenden Querschnitt, viele neue Ampelanlagen, ggf. höhenfreie Querungshilfen für Fußgänger/Fahrgäste, Umgehungsstraße Güterbahnhof.
Die Augsburger Tram hat keine LZB und wird auch keine bekommen. Die Kurven im Zulauf zum geplanten Bahnhofstunnel sind nun mal so eng, dass ständig auf 20 bis 30 Km/h abgebremst werden muss. Es gibt eben keine schnelle Fahrt in den Westen. http://www.architekturforum-augsburg.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/a1.jpg Dazu kommen die umfangreichen Weichenanlagen für die westlich der Haltestelle geplante Wendeschleife, bei der ja angabegemäß ein Automatikbetrieb vorgesehen ist. Durch die Wendeschleife wird auch das letzte längere gerade und schnell befahrbare Streckenstück des Bahnhoftunnels beeinträchtigt. Die westliche Ausfahrt hat keinen eigenen Gleiskörper sondern befindet sich im Straßenraum, der von heute 2 Spuren auf 1 Fahrspur verengt wird und 2 Tramlinien zusätzlich aufnehmen soll. Ihr U-Bahn Vergleich ist daher reines Wunschdenken. |
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#8 (permalink) | |
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schienenfreund ist schon eifrig dabei, wie man lesen kann. Die sogenannten Probleme beim Hauptbahnhof sind die gleiche Luftnummer wie seinerzeit der angebliche Zusammenbruch am THP, wenn die Stadionlinie fährt. Aber es ist sinnlos, hier zu diskutieren, da ja klar ist, dass die Planer alles falsch machen..... |
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#9 (permalink) | |
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Äußerst erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 4/26/07 Beiträge: 7166 |
Diese Falschinformation wird von unserem Nebeltexter natürlich widerspruchslos hingenommen. Es ist genau anders herum; die Ansätze der 5er sind deutlich niedriger als die der 6er: http://www.stawa.de/fahrgaeste/genehmigungsverfahren_und_finanzierung.php 6er: 58,9 Mio 5er: 51,7 Mio. Nur völlige Wirrköpfe sehen die engen Kurven und die Gleise im Straßenraum nicht. Ich sprach auch nicht von Problemen, sondern dass die Tram da nicht schneller als zwischen Dom und Fischertor unterwegs sein wird und es mit diesen Plänen keine schnelle Fahrt nach Westen gibt. Der Bereich THP und Eser wird jetzt umgebaut; die Kreuzung am THP drastisch vereinfacht und die Trasse am Eser ist künftig für die Tram reserviert, die Busse müssen auf die Straße. Und das ist gut so! |
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Zuletzt geändert von schienenfreund, am 08.12.2011 um 07:10 Uhr
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#10 (permalink) | |
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Nur gut, dass man gegenwärtig noch sehr schnell nach Westen kommt, nicht wahr, schienenfreund? Was kümmert einen der Rückstau in der Pferseer Unterführung schon... Und natürlich sind 180 Meter vom Bucheggerplatz zur Pferseer Straße mindestens eine Katastrophe, wenn nicht gar der Weltuntergang.... |
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#11 (permalink) | |
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hä??? Wie kommt man gegenwärtig schnell vom HBF in den Westen? |
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#12 (permalink) | |
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Am schnellsten geht es mit dem alten und bewährten Kfz., egal welches. |
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#13 (permalink) | |
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Zuerst war die Tram, jegliches KFZ kam danach (historisch). Von wegen bewährt |
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#14 (permalink) | |
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Stadtbahn vs. Strassenbahn
Der Dauerstau ist nicht auf der Ackermannstrasse, sondern in den Abfahrten der B17 sowohl süd-, als auch nordgehend. Wenn diese Kreuzung nicht leistungsfähiger wird, dann gibt das dort richtig Probleme. Der Rückstau in den Abfahrten blockiert die Richtungsfahrbahnen. Sowie die Abbiegespur von der B300 nach Norden und Süden auf die B17 aus Westen. Bei den bisherigen Planung habe ich nicht gesehen, dass sich an der verkorksten Kreuzung was ändert, nur die Tram wird in Nordlage noch höhengleich reingequetscht. Ob die da dann gut durchkommt, wage ich zu bezweifeln (trotz Vorrangschaltung). Also doch bitte Stadtbahnlike bauen und aus der Kreuzung raushalten.
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#15 (permalink) | |
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Wo es geht werden alle neuen Strecken eh nur als "Stadtbahn" ausgeführt, was IMHO ein furchtbarer Modebegriff aus den 1990ern ist, weil man in vielen Städten die Straßenbahn nach deren Abschaffung wieder einführen wollte und die konservative Wählerschaft Straßenbahnen für "altmodisch" hält (die hatten halt noch die alte "Bimmelbahnen" aus Opas Zeiten im Kopf). Und mit "Stadtbahn" wollte man andeuten dass es sich um was ganz anderes handele. Dabei ist das einfach ein modernes Konzept der guten alten Straßenbahn. Eben (nahezu) komplett querungsfreie Ausführung auf eigenen Trassen. Das geht halt in einer vorhandenen Bebauung teilweise einfach nicht, siehe 2er Verlängerung damals. Aber bei der 5er hat man noch große Gebiete die sich am Anfang ihrer Entwicklung befinden, die ganzen ehemaligen Militärflächen und die Brachen, wie der ehemalige Festplatz. Da kann man dann das bauen was Sie "Stadtbahn" nennen, wird man schon machen da nur dafür Fördergelder fließen. Zumindest war es bisher so dass Streckenabschnitte die aus diversen Gründen nicht auf unabhängiger Trasse gebaut werden (können) nicht gefördert werden und vom jeweiligen Verkehrsbetrieb komplett selbst gezahlt werden müssen. Sie können sich also vorstellen dass der Anreiz für "Stadtbahntrassierung" entsprechend hoch ist. |
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