Montag, 20. Mai 2013

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Kö-Umbau - der Thread der Jahre 2012 und 2013
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10.03.2012 23:30 Uhr
matti1982
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Zitat von schienenfreund
  

Brechung kann man auf ein kapazitätsstarkes (Sitzplatzanzahl!), ruhiges und pünktliches Verkehrsmittel durchaus verkaufen. Die Brechungen auf B1 und B3 sind einfach nur ärgerlich. Gerade der Bus wäre so flexibel einsetzbar, dass der Umbau am Kö kaum stören würde.

Warum fährt denn der B1 nicht alle 30 Minuten direkt nach Inningen oder Berheim weiter?

Ganz so wie dies auch beim Nachtbus- oder Sylvesterverkehr gelebt wird - hier in Augsburg!

Stattdessen wird stur eine Tramllinie mit Bussen bestückt und auf die guten Möglichkeiten verzichtet, die der Bus dann nun mal bieten würde.

 

Bin in Vertragsfragen der swa/AVG nicht so bewandert, aber war es nicht so, dass die Linien in den Außenbezirken (also z.B. 21, 34, 39, 43 usw.) an externe Dienstleiter weitervergeben wurden? Dann dürfte das auch der Grund sein, warum die Linien nicht "angefasst" werden, da hier vertragliche Bindungen bestehen.

Ansonsten stimme ich Ihnen bei diesem Ansatz zu, dass es sinnvoll wäre die Umsteigebeziehungen an B1 und B3 zu überdenken und Busse durchzuleiten. Allerdings sehe ich das nicht für die Linien 2, 13 und 64.

10.03.2012 23:51 Uhr
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Der Hobby-Fahrplanersteller

 

Zitat von schienenfreund
 

 Ansonsten ist das Prinzip bei einem solchen Verkehr einfach - Sichtweise in Göggingen Zentrum

Bus 1 nach Inningen (zum Kö fährt der Bus aus Inningen)
Bus 2 zurück zum Kö
Bus 3 zurück zum Kö
Bus 4 nach Bergheim (zum Kö fährt der Bus aus Bergheim)
Bus 5 zurück zum Kö
Bus 6 zurück zum Kö
Bus 7 nach Inningen (zum Kö fährt der Bus 1 aus Inningen)

Werfen Sie einfach einen Blick auf den gültigen Fahrplan, dann werden Sie feststellen, dass beide Busse zeitgleich ab Göggingen Rathaus starten. Und da Sie ja so besorgt um das Wohl der Fahrgäste sind - wie verträgt sich denn Ihr Vorschlag damit, wenn jemand von Inningen nach Bergheim will? Der kann heute direkt sein Ziel erreichen - mit Ihrem untauglichen Vorschlag darf er zum einen umsteigen und zum anderen auch noch 15 Minuten Wartezeit in Göggingen in Kauf nehmen. Zudem fährt die Firma Schäffler diese Linie in Lizenz der Stadtwerke, aber so etwas juckt Sie ja schon zweimal nicht.

________
" Demokratiefeindliche Strategien früh durchschauen und Gegenargumente entwickeln, um die rechten Umtriebe zu kontern.“

10.03.2012 23:59 Uhr
Klartexter
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Zitat von matti1982
 

 

Bin in Vertragsfragen der swa/AVG nicht so bewandert, aber war es nicht so, dass die Linien in den Außenbezirken (also z.B. 21, 34, 39, 43 usw.) an externe Dienstleiter weitervergeben wurden? Dann dürfte das auch der Grund sein, warum die Linien nicht "angefasst" werden, da hier vertragliche Bindungen bestehen.

Ansonsten stimme ich Ihnen bei diesem Ansatz zu, dass es sinnvoll wäre die Umsteigebeziehungen an B1 und B3 zu überdenken und Busse durchzuleiten. Allerdings sehe ich das nicht für die Linien 2, 13 und 64.

@matti1982, Sie schreiben richtig, dass diverse Buslinien ausgeschrieben und vergeben wurden. Hierzu zählt auch seit langen Jahren die Buslinie 38, diese wird von der Firma Schäffler betrieben. Deuringen und Leitershofen werden von der AVV-Linie 641 bedient, somit kann auch hier nicht einfach ein Bus durchgebunden werden.

________
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11.03.2012 00:22 Uhr
schienenfreund
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Zitat von Klartexter
Der Hobby-Fahrplanersteller

 Werfen Sie einfach einen Blick auf den gültigen Fahrplan, dann werden Sie feststellen, dass beide Busse zeitgleich ab Göggingen Rathaus starten.

Die Fahrgäste, die gleichzeitig nach Inningen und nach Bergheim wollen, müssen berücksichtigt werden...

Apropos Hobby-Fahrplanersteller:

Haunstetten-Nord (ev. Kirche) zum HBF - im Takt 15 ab 19.00 Uhr und Sonntags

19 Minuten bis 19.3.2012

28 Minuten ab 20.3.2012

Wollen wir auch mal Samstags im Takt 10 schauen? Man könnte denken wegen besserem Takt schneller?

Heute 19 Minuten, ab 20.3.2012 meist 32 Minuten, alle halbe Stunde mal 27 Minuten (passt dann glücklich auf den 32er).

 

Zitat von matti1982

Bin in Vertragsfragen der swa/AVG nicht so bewandert, aber war es nicht so, dass die Linien in den Außenbezirken (also z.B. 21, 34, 39, 43 usw.) an externe Dienstleiter weitervergeben wurden? Dann dürfte das auch der Grund sein, warum die Linien nicht "angefasst" werden, da hier vertragliche Bindungen bestehen.

 

Der Umbau des Kö kommt so überraschend und schnell, 

dass eine Anpassung der Verträge nicht möglich war

Clown

 

Und reden kann man mit diesen angeblichen Dienstleistern nicht? Ich glaube die wollen Geschäfte machen und nicht Fahrgäste verärgern.

Zuletzt geändert von schienenfreund, am 11.03.2012 um 00:36 Uhr
11.03.2012 00:38 Uhr
Klartexter
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Zitat von schienenfreund
 

 

Die Fahrgäste, die gleichzeitig nach Inningen und nach Bergheim wollen, müssen berücksichtigt werden...

Apropos Hobby-Fahrplanersteller:

Haunstetten-Nord (ev. Kirche) zum HBF - im Takt 15 ab 19.00 Uhr und Sonntags

19 Minuten bis 19.3.2012

28 Minuten ab 20.3.2012

Wollen wir auch mal Samstags im Takt 10 schauen? Man könnte denken wegen besserem Takt schneller?

Heute 19 Minuten, ab 20.3.2012 meist 32 Minuten, alle halbe Stunde mal 27 Minuten (passt dann glücklich auf den 32er).

SIE dürfen gerne so fahren Clown

Meine Verbindung geht wesentlich schneller, aber natürlich ist die Umsteigemöglichkeit an der Haunstetter Straße für Sie nur dann relevant, wenn sie als "Beweis" für die Unsinnigkeit des Hauptbahnhofumbaus herhalten soll.

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11.03.2012 01:10 Uhr
Klartexter
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Zitat von schienenfreund
 

 

Die Fahrgäste, die gleichzeitig nach Inningen und nach Bergheim wollen, müssen berücksichtigt werden...

Klar, der Fahrgast, der blöderweise von der Schafweidsiedlung nach Inningen will, der wartet ja gerne 15 Minuten am Gögginger Rathaus auf den nächsten Bus nach Inningen. Und jener Fahrgast aus der Innenstadt, der eigentlich nach Bergheim will, der wartet ja gerne 15 Minuten auf den nächsten Bus, der ihn dann dort hin fährt. Seit Jahren kennt der Fahrgast den Takt 30, leicht zu merken, da zur Minute 15 und 45 ein Bus in die gewünschte Richtung fährt. Aber nach schienenfreund soll der Fahrgast jetzt umdenken...

Und Ihr ganzes Gejammere über die furchtbar schlechten Verbindungen zu irgendwelchen Schwachlastzeiten konterkarieren Sie höchstselbst, indem Sie dem Fahrgast unnötige Wartezeiten in Göggingen aufbrummen wollen.

 

Zitat von schienenfreund
 

Der Umbau des Kö kommt so überraschend und schnell, 

dass eine Anpassung der Verträge nicht möglich war

Clown

 

Und reden kann man mit diesen angeblichen Dienstleistern nicht? Ich glaube die wollen Geschäfte machen und nicht Fahrgäste verärgern.

Auch hier zeigen Sie mal wieder Ihre Ahnungslosigkeit. Die Linien wurden ausgeschrieben, der Dienstleister hat ein kalkuliertes Angebot abgegeben und später den Zuschlag bekommen. Der Dienstleister will ja auch etwas verdienen, also ist das Angebot genau durchgerechnet, praktisch auf den Zentimeter genau. Wenn er nun plötzlich für den vereinbarten Betrag mehr Kilometer fahren soll, dann ist seine Kalkulation nichts mehr wert. Also wird er mehr Geld wollen. Aber da es ja zum einen einen gültigen Vertrag gibt müsste die Leistung neu ausgeschrieben werden. Nur - welche Linie? Die Linie B1? Wohl kaum! Die Linie 38? Für die besteht ja ein gültiger Vertrag....

Es macht durchaus Sinn, dass sich beide Vertragspartner an geschlossene Verträge halten müssen. Mit Leuten wie Ihnen würde ich nie Verträge schließen wollen, da ich befürchten müsste, dass die Verträge je nach Wetterlage von Ihnen verändert und ausgelegt würden. Nein!

 

________
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11.03.2012 01:12 Uhr
Safado
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Eine durchaus interessante, facettenreiche und dennoch (zu?) langatmige Diskussion

Wie oft wird sowas wie der Umbau des Königsplatzes veranstaltet?

Das bei einem Projekt dieser Grösse Einbussen in den Leistungen des ÖV möglich sind, das sich Fahrzeiten verlängern können usw. sollte doch irgendwie einleuchten.

Setzt man voraus das nicht komplett taube Nüsse in den Positionen sitzen, welche sich mit Ersatzfahrplänen auseinandersetzen dürfen kann man davon ausgehen:

- von vielen Fahrgästen benutzte Strecken schränkt man nach Möglichkeit so wenig wie möglich ein

- Fahrstrecken welche von wenig Fahrgästen benutzt werden können von verschiedenen Massnahmen (andere Streckenführung. Zusammenlegung mit anderen Linien usw. usf.) betroffen sein

Für Fahrgäste ist dies sicher nicht toll und gerade im Berufsverkehr manchmal verständlicherweise auch ärgerlich, wenn sich nun die Fahrzeit zum/vom Arbeitsplatz verlängert.

 

Trotzdem, oder gerade wegen der langandauernden Diskussion um nichts/verletzte Gefühle/Rechthaberei(?) hier mal Erfahrungen des ÖV, dagegen sind die Diskussionen hier bloss das sprichwörtliche "Jammern auf hohem Niveau":

- Bus fährt zweimal täglich in die 60 km entfernte Stadt

- Strassenschäden sind an der Tagesordnung, die Strasssen könnten mal wenigstens behelfsmässig ausgebessert werden

- Unfälle mit tödlichem Ausgang sind auf der Strecke nicht gerade an der Tagesordnung, aber so alle 7-10 Tage kriegt es ein Autofahrer hin sich selbst und/oder andere ins Jenseits zu befördern

- die Busfahrer leben nach dem Motto "Fahre ich nicht jetzt, dann in einer Stunde. Oder zwei. Oder 5. Wenn nicht mehr heute, dann morgen. Vielleicht.". Dementsprechend vertrauenserweckend sehen auch die Beförderungsmittel aus. Defekte Bremsen sind hier das kleinste Problem...

 

 

Zitat von schienenfreund
  Apropos Hobby-Fahrplanersteller:

 

Haunstetten-Nord (ev. Kirche) zum HBF - im Takt 15 ab 19.00 Uhr und Sonntags

19 Minuten bis 19.3.2012

28 Minuten ab 20.3.2012

Wollen wir auch mal Samstags im Takt 10 schauen? Man könnte denken wegen besserem Takt schneller?

Heute 19 Minuten, ab 20.3.2012 meist 32 Minuten, alle halbe Stunde mal 27 Minuten (passt dann glücklich auf den 32er).

 

*omg* *omg* *lufthol* 9 Minuten länger und das nach 19 Uhr laut lachend

 

Salutos

Safado

 

ps: den ÖV den ich hier beschreibe kann beispielsweise in der Gegend um Lauro de Freitas (kann auf Karten gefunden werden  Breites Grinsen ;) im Bundesstaat Bahia/Brasilien "bewundert" werden. Touristen welche sich für solchen Abenteuerurlaub interessieren mögen zuvor eine private Krankenversicherung abschliessen und an Gott oder sonstwen glauben um wieder heil aus der Sache rauszukommen.

9 Minuten länger. Wenn die Welt nur solche "Probleme" hätte... Teufel .

Zuletzt geändert von Safado, am 11.03.2012 um 01:26 Uhr
11.03.2012 01:14 Uhr
schienenfreund
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Zurück zum Schwellenland - Auto statt ÖPNV?

 

Zitat von Klartexter

Meine Verbindung geht wesentlich schneller, aber natürlich ist die Umsteigemöglichkeit an der Haunstetter Straße...

Es gibt keinen abgestimmten Takt zwischen Tram und Bahn. Anschluss ist am Wochenende mit stark ausgedünntem Bahnangebot Glückssache, Fahrgastinfo über Verspätungen bei der Bahn gibt es in der Tram nicht; aber richtig, so kann es auch mal in 18 bis 20 Minuten klappen. Sie stehen dann auf einem Bahnsteig am HBF und müssen ggf. wieder ein paar Minuten in´s Bahnhofsviertel gehen.

Die oft langen Fahr- und Wartezeiten des Kö-Ersatzverkehrs am Abend und am Wochenende kann man nicht wegkommunizieren. Vielleicht können ja die Sympaten im Winter warme Getränke reichen?

Montag bis Freitag tagsüber wird das weniger das Problem sein; hier wird die Kapazitäts- und Komfortfrage im Vordergrund stehen. Abends und am Wochenende wird der vorliegende Fahrplan von B1 und B3 für deutlichen Ärger sorgen. In 9 Tagen ist es soweit...

PS: Wer 110 Mio Euro am HBF verbauen möchte, sollte nicht zu sehr auf die Verhältnisse in ärmeren Ländern verweisen. Der HBF könnte sonst mit seinen bereits vorhandenen Rampen und Gepäckförderbändern als luxuriös erscheinen.

Zuletzt geändert von schienenfreund, am 11.03.2012 um 01:24 Uhr
11.03.2012 01:19 Uhr
Klartexter
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Zitat von Safado
 

9 Minuten länger. Wenn die Welt nur solche "Probleme" hätte... Teufel .

Danke Zwinkernd

Ich kenne die von Ihnen beschriebenen Verhältnisse aus Südafrika - Abenteuerurlaub ist sehr höflich ausgedrückt. Ja!

Saudações para o Brasil

________
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11.03.2012 01:22 Uhr
Klartexter
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Zitat von schienenfreund
 

Abends und am Wochenende wird der vorliegende Fahrplan von B1 und B3 für deutlichen Ärger sorgen. In 9 Tagen ist es soweit...

Dann stellt man eben ab 19 Uhr den Betrieb auf der B3 ein Tt2

Und damit wünsche ich Ihnen eine gute Nacht und einen schönen Sonntag.

________
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11.03.2012 02:11 Uhr
Safado
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Zitat von Klartexter
 

 

Danke Zwinkernd

Ich kenne die von Ihnen beschriebenen Verhältnisse aus Südafrika - Abenteuerurlaub ist sehr höflich ausgedrückt. Ja!

Saudações para o Brasil

 

De nada.

Saudações para o Alemanha.

In Südafrika an der Ostküste nahe Port Alfred lebt eine Tante von mir. Leider, im Gegensatz zu meinen zwei Onkeln, blieb es mir bisher verwehrt sie dort zu besuchen. Aber was nicht ist kann noch werden und mit ein paar Brocken Afrikaans könnte ich noch aufwarten.

Ich nehme an, das sich die Verhältnisse bezüglich ÖV und Zuverlässigkeit zwischen Südafrika und Brasilien nur marginal unterscheiden mögen, ebenso die Qualität des Strassennetzes. In der Regenzeit sind Schlaglöcher mit einer Tiefe von 50-70 cm keine Seltenheit. Manch Tourist welcher das Land auf eigene Faust mit einem günstig gekauften Auto erkunden wollte schoss sich so bestenfalls die Stossdämpfer ab oder schickte die Achse über den Jordan. Ein Tourist schaffte es sogar sein kleines Auto in der "Pfütze", wie er sie vor der doch sehr nassen Begegnung als solche befand, komplett zu versenken. Quasi ein U-Boot auf vier Rädern. Mann, das war ein Spass laut lachend *träneausdemaugewisch*

 

Aber zurück zum Thema...

Ich mein, auf schlechten Service, Verspätungen und Ausfälle müsste der Ottonormaldeutsche doch schon längst geeicht sein. Die Deutsche Bahn dürfte das Training ihrer Kunden bezüglich der Schmerzbefreitheit ob Verspätungen, schlechten Service und Ausfällen doch schon seit Jahrzehnten betreiben und existiert seltsamerweise immer noch. Und das, obwohl schon alle ein "das nächste Mal nehme ich aber das Auto" murrten als die Bahn sich verspätete oder gar ausfiel Breites Grinsen

Wie schon geschrieben... Verständlich ist der Kummer (oder Ärger) in gewisser Weise schon wenn sich durch was auch immer die Fahrzeit verlängert, aber es lässt sich bei einem Projekt dieser Grösse eben nicht immer vermeiden und dafür sollte man ein gewisses Mass an Verständnis aufbringen können.

Wenn man denn meint es besser zu wissen dann kann man sich, seine Kenntnisse und möglichen Erfahrungen ja auf die eine oder andere Art in ein solches Projekt einbringen. Es gibt etliche Möglichkeiten, angefangen vom Verhindern des Umbaus des Königsplatzes über die Mitsprache an der Fahrplangestaltung für die Ersatzbusse bis hin zu der möglichen Verkürzung der Umbauzeit. Wenn man sich denn wirklich ernsthaft engagieren will und dies auch zeigt ist vieles möglich...

Sonst... Ein wenig mehr Gelassenheit kann nicht schaden. Ob der Bus nun 5 Minuten länger hat oder nicht, ob er nun 5 Minuten zu spät kommt... Ich würde die Zeit so gut wie möglich geniessen. Es kündigt sich ja der Frühling an. Wie wäre es mit "Sonne aufs Gesicht scheinen lassen und entspannen", oder "den Vögeln zuhören" oder die Leute beobachten wie die sich ärgern weil ihr Verkehrsmittel schon wieder Verspätung hat? Ja!

Man kommt mit sich ärgern genauso schnell oder langsam ans Ziel wie ohne sich zu ärgern.

Salutos

Safado

11.03.2012 03:06 Uhr
Safado
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Werter Schienenfreund

Zitat von schienenfreund

PS: Wer 110 Mio Euro am HBF verbauen möchte, sollte nicht zu sehr auf die Verhältnisse in ärmeren Ländern verweisen. Der HBF könnte sonst mit seinen bereits vorhandenen Rampen und Gepäckförderbändern als luxuriös erscheinen.

 

Selbst würde ich mich nicht als "Globetrotter" bezeichnen, auch wenn ich schon vieles sehen und erfahren durfte.

 

Dennoch möchte ich einen Kritikpunkt (mit Erklärung weshalb) anbringen: "Probleme (in) der Wohlstandsgesellschaft"

 

Ich habe in Brasilien vor Krankenhäusern in der Schlange der Hilfsbedürftigen schon Menschen sterben sehen, weil sie sich keine Krankenkassenversicherung leisten konnten. Da wartet man in der Schlange und hofft das man eher vom Arzt versorgt wird bevor einen der Tod (ein)holt.

In Deutschland schachert man um 20 Milliarden. Soll sie der Schäuble bekommen, sollen die 10 Euro Arztgebühr wegfallen, sollen die Versicherten profitieren. Wird eine Woche darüber diskutiert wer was von dem 20-Milliarden-Euro-Kuchen wie abbekommen soll sterben in Brasilien in der gleichen Zeit um die 50 Menschen vor Krankenhäusern...

 

Bevor Sie nun wieder mit "Verhältnisse in ärmeren Ländern" argumentieren wollen... In brasilianischen Krankenhäusern gibt es oft, nicht überall aber oft, zwei Eingänge. Den einen habe ich schon beschrieben, der andere ist für die Krankenkassenversicherten. Die dürfen sich über eine exquisite Versorgung meist ohne Wartezeit erfreuen. Wenn es nicht so eilig ist gibt es in einigen Krankenhäusern für die Versicherten sogar so etwas wie einen Spa-Bereich mit Fernsehen, Computer und allem Schnickschnack.

Und ja, in Brasilien gibt es Leute die mit dem eigenen Hubschrauber(/eigenen Piloten) von Zuhause zur Arbeit fliegen,mit soetwas kann das topmoderne Augsburg wahrscheinlich nicht aufwarten. Sie mögen mir meinen Sarkasmus sicher verzeihen, aber 110 Millionen Euro als Argument für Reichtum und die Vergleichbarkeit mit einem "armen" Land in eine Diskussion einbringen zu wollen mutet ein wenig Seltsam an.

Ich kenne sowohl Deutschland wie auch Brasilien, einige ihrer Bräuche, Gepflogenheiten und Vor- und Nachteile. Nein, ich kenne nicht alles, aber zumindest soviel um ein Bild skizzieren zu können. Sie jammern hier, wie ich meine, auf sehr hohem Niveau über beinahe nichtige Wohlstands-"probleme".

Gehen Sie doch mal in die Schulen von Augsburg. Schauen Sie sich den Zustand der Bausubstanz an, fragen Sie die Eltern der Kinder die dort zur Schule gehen wann sie das letzte Mal Farbe und Pinsel sponsern wollten damit die Wände wieder einigermassen gut aussehen. Oder wann wollten die Eltern Abdichtungsmaterial für defekte Fensterrähmen sponsern, damit es im Winter nicht mehr so kalt reinzieht?

Ich könnte die Liste ellenlang fortführen wenn ich denn wollte, was ich aber nicht wirklich will.

Wichtig für Sie, werter Schienenfreund, dürften folgende Erkenntnisse sein:

- Brasilien ist nicht arm

- auch Brasilien schafft es mehrere hundert Millionen Euro beziehungsweise die Summe umgerechnet in Real für ein Projekt aufzuschmeissen, egal wie sinnvoll oder sinnlos es auch erscheinen mag

- der Unterschied in der Bausubstanz deutscher Schulen nähert sich mit immer grösseren Schritten den der brasilianischen Schulen an (und nicht nur die Bausubstanz, PISA und zunehmende Verarmung immer grösserer Bevölkerungsschichten lassen  grüssen)

 

Will schreiben, es gibt sehr wohl ein anderes, wohlhabendes Brasilien wie es die Leute in Europa nicht kennen. Aber, die soziale Schere wie sie in Brasilien existiert ist in den Grundzügen auch schon in Deutschland beobachtbar. Stichwort "Zweiklassengesellschaft" oder -"medizin". Das "arme" Brasilien lebt eine Art des Neofeudalismus vor welcher in den USA (auch) schon praktiziert wird und dessen ersten Vorboten auch in Europa zu beobachten sind.

Sie mögen sich über Probleme echauffieren welche in meinen Augen keine sind...

Bevor Sie nun wieder schreiben wollen, gehen Sie in sich und überlegen welche Motivation Sie haben sich an dieser Diskussion zu beteiligen und auch welche Motivation ich habe könnte mich in diese Diskussion einzuklinken. Kleiner Tipp: Manchmal ist man so auf seine Sichtweise fixiert das man es einem sehr schwer fällt eine andere Position für eine neue Sichtweise einzunehmen. Ihre als "gross" empfundenen Probleme werden bei einer anderen Sichtweise möglicherweise auf die richtige Grösse zurechtgestuzt.

 

Salutos

Safado

11.03.2012 09:00 Uhr
Gast_326375014
gelöscht
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Es wird wieder über Zeiten usw. diskutiert. Dies ist eine völlige Scheindiskussion.

Es erinnert mich an die schwachsinnigen Disput um die Plätze im Fugger-Express, die Sitzanordnung in der neuen Straßenbahn usw.. Die Menschen richten sich nach den neuen Gegebenheiten. und kommen damit klar. Einzele Fälle aus dem Fahrplan herauspicken, ist völliger Unfug. Es müssen einige dagegen sprechen, sonst hätten Ihre Vereine keine Existenzsberechtigung. Mir macht Angst, dass dieses Vereine den Anspruch erheben, die Menschen zu vertreten. Dies nenne ich eine Anmaßung.

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11.03.2012 10:31 Uhr
Klartexter
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Zitat von TomTinte
 

Es müssen einige dagegen sprechen, sonst hätten Ihre Vereine keine Existenzsberechtigung. Mir macht Angst, dass dieses Vereine den Anspruch erheben, die Menschen zu vertreten. Dies nenne ich eine Anmaßung.

Falls Sie einen bestimmten Verein mit drei Buchstaben in Augsburg meinen - deren Homepage ist topaktuell Teufel zum gegenwärtigen Königsplatzumbau - letzter Eintrag unter " Neueste Themen" stammt vom Juni 2010. Aber vielleicht hat deren Webmaster ja zu viel mit dem suchen nach Verschlechterungen im Fahrplan zu tun? Da bleibt dann keine Zeit mehr für andere Aktivitäten.

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11.03.2012 11:14 Uhr
Gast_326375014
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edit.

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Schlagworte

Königsplatz | Kö-Umbau | augsburg


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