Dienstag, 22. Juli 2014

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Vorhang auf für die Brechtbühne
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28.02.2012 00:40 Uhr
Philidora
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Chaotische Zustände und Affronts

Interessant, was die AZ nicht schreibt:

Chaotische Zustände während der Besprechung, es gab kein Infopaper mit einer Liste aller Kürzungen, die in TOP2 folgten, Grab verriet auch nicht, wie er weiter sparen wolle, Worthülse folgte auf Worthülse...viele ZuhörerInnen reagierten erstaunt und ungläubig, wie die Sitzung ablief...es wurde gelacht über so viel sprachliche Wortklauberei. Frau Votteler fühlte sich wohl auf den Arm genommen und ihrer wertvollen Zeit beraubt, da selbst der Vortrag der Namensgebung des...nunja, des Containers aus der Bahn lief. Siehe dazu auch http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburg-Wo-wird-bei-den-Festivals-gespart-id18993821.html

Grab wurde zudem von einem bestimmten Herrn aus der Runde permanent geduzt, was am Stammtisch, aber absolut nichts in einer öffentlichen, beruflichen Sitzung zu suchen hat...Grab vertrat vehement sein Biennale-Konzept, das doch eigentlich längst vom Tisch sein soll...als die Stimmung hochzukochen drohte, meinte er, das alles wäre nicht passiert (weitere Kürzungen), wenn sein Konzept durchgegangen wäre...er hatte sichtlich zu kämpfen, weil er den großen Unmut der Gäste und den immer schärferen Gegenwind aus der Bevölkerung zu spüren bekam. Die Stimmung drohte jeden Moment in einen Aufruhr zu kippen.

Einem Affront kam es gleich, wie Grab mit Frau von Mutius verfuhr: er ging nicht auf ihre Fragen ein, obwohl er mehrmals darum gebeten wurde...zudem beachtete er sie am Ende der Sitzung schlicht überhaupt nicht mehr, obwohl sie vernünftig argumentierte und sachlich blieb, während andere sich persönlich angegriffen fühlten - als Grab in die Runde fragte, ob es noch weitere Wortmeldungen gäbe, meldete sich Frau von Mutius, hob dazu ihre Hand. Er schaute sie kurz an, sah also, dass sie sehr wohl noch etwas zu sagen hatte - und verkündete dann, dass die Sitzung nun geschlossen sei. Das sorgte bei einem Großteil der ZuhörerInnen für Empörung.

Wie diese Sitzung ablief, war höchst unprofessionell. Wer mit in dieser Sitzung war, wird bestätigen können, dass dies das bislang beste "Theater" in diesem Jahr war. Läge Brecht nicht schon lange unter der Erde - hier hätte er sich totgelacht.

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Lieber glorreich scheitern, als schäbig siegen. (Vita Sackville-West)

28.02.2012 06:29 Uhr
Bongo
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„BB“ oder „Brecht-Bühne“

Zu viel "Brigitte Bardot" & "Brecht", bis zum Erbrech(t)en>>>

ABC & iTheater >>>>>>>>>>(Augsburger-Brecht-Container & interimsTheater) waere klaschischer & ausdrucksstaerker; und hat keine Message, wie "Lach-am-Lech" Breites Grinsen..bis ich erbrech

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28.02.2012 07:31 Uhr
pro musica
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Ich finde es schon in Ordnung, dass im Stadtrat einige zurückrudern, nachdem wohl Proteste über die B-Box im Rathaus angekommen sind.  Ich denke, wer Brecht mit Box verpacken will, hat Brecht irgendwie  nicht verstanden. Bei Brecht Bühne wissen die Leute was das sein soll. Einfach nur  mit B davor, sei es B Box oder BB wissen nur die Eingeweihten, dass es sich beim B um Brecht handeln soll.  B könnte ja auch für Böll oder Buchowsky stehen! Wenn schon ein Namen als Pate, dann bitte in voller Länge!  Es ist auch noch keiner auf die Idee gekommen Mozart-Stadt hübsch abgekürzt " M-Stadt" zu nennen. oder das Leopold Mozart Kuratorium "LM-Box".

Die Aussage der Votteler las ich mit Unbehagen: 

„Warum treffen wir vorab Entscheidungen, wenn dann wieder alles obsolet ist?“, war ihr Einwand, der unbeantwortet blieb.

Da sollte doch jemand endlich mal erkennen, dass einsame Entscheidungen in Augsburg nicht so sehr erwünscht sind, zumal sie ja den Büeger betreffen.

Des weiteren lässt Tsantilas lerlauten:

 Die Abkehr von allen zuvor beschlossenen Inhalten brachte Dimitrios Tsantilas (CSM) in Rage. „Sind wir hier Chaoten, oder was?“, fragte er in die Runde. Er betonte vor fast 100 Zuhörern mehrmals, dass über die auf der Sondersitzung ermittelten Vorschläge diskutiert werden und das letztlich die Intendantin Juliane Votteler entscheiden solle. Tsantilas: „Ich habe vollstes Vertrauen in sie.“

Ein Stadtrat der in einer öffendlichen Sitzung so respektlos in die Runde blafft - ob denn alle hier Chaoten seien, wird nicht mehr ernst genommen werden.

Vertrauen in Votteler ist gut, Vorsicht ist besser, zumal sie auf eigene Faust eigene Pläne für den "Container" hatte. Als Indentantin hat sie Ihre Berechtigung, jedoch in Sachen Container  ging bei Ihr, Grab  und dem Stadtrat sehr viel daneben.

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

28.02.2012 08:00 Uhr
Olsen
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Zitat von Philidora
Chaotische Zustände und Affronts

Interessant, was die AZ nicht schreibt:

Chaotische Zustände während der Besprechung, es gab kein Infopaper mit einer Liste aller Kürzungen, die in TOP2 folgten, Grab verriet auch nicht, wie er weiter sparen wolle, Worthülse folgte auf Worthülse...viele ZuhörerInnen reagierten erstaunt und ungläubig, wie die Sitzung ablief...es wurde gelacht über so viel sprachliche Wortklauberei. Frau Votteler fühlte sich wohl auf den Arm genommen und ihrer wertvollen Zeit beraubt, da selbst der Vortrag der Namensgebung des...nunja, des Containers aus der Bahn lief. Siehe dazu auch http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburg-Wo-wird-bei-den-Festivals-gespart-id18993821.html

Grab wurde zudem von einem bestimmten Herrn aus der Runde permanent geduzt, was am Stammtisch, aber absolut nichts in einer öffentlichen, beruflichen Sitzung zu suchen hat...Grab vertrat vehement sein Biennale-Konzept, das doch eigentlich längst vom Tisch sein soll...als die Stimmung hochzukochen drohte, meinte er, das alles wäre nicht passiert (weitere Kürzungen), wenn sein Konzept durchgegangen wäre...er hatte sichtlich zu kämpfen, weil er den großen Unmut der Gäste und den immer schärferen Gegenwind aus der Bevölkerung zu spüren bekam. Die Stimmung drohte jeden Moment in einen Aufruhr zu kippen.

Einem Affront kam es gleich, wie Grab mit Frau von Mutius verfuhr: er ging nicht auf ihre Fragen ein, obwohl er mehrmals darum gebeten wurde...zudem beachtete er sie am Ende der Sitzung schlicht überhaupt nicht mehr, obwohl sie vernünftig argumentierte und sachlich blieb, während andere sich persönlich angegriffen fühlten - als Grab in die Runde fragte, ob es noch weitere Wortmeldungen gäbe, meldete sich Frau von Mutius, hob dazu ihre Hand. Er schaute sie kurz an, sah also, dass sie sehr wohl noch etwas zu sagen hatte - und verkündete dann, dass die Sitzung nun geschlossen sei. Das sorgte bei einem Großteil der ZuhörerInnen für Empörung.

Wie diese Sitzung ablief, war höchst unprofessionell. Wer mit in dieser Sitzung war, wird bestätigen können, dass dies das bislang beste "Theater" in diesem Jahr war. Läge Brecht nicht schon lange unter der Erde - hier hätte er sich totgelacht.

Thank you!

Augsburg lebt.

Olsen

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28.02.2012 08:42 Uhr
Bulletin
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Affront? Peinlich nur peinlich Frauchen! wenn gefragt wird noch Fragen sag ich ja hier und losgeht's erstens zweitens drittens peinlich das so was im Stadtrat hockt , man stelle sich mal vor, es ginge nur ansatzweise um wirklich wichtige Themen !
28.02.2012 08:56 Uhr
Bulletin
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und dann heftet sich die Schreiberin noch ein Zitat von Vita Sackville West ans Revers noch peinlicher! Habe jetzt das Original gelesen auf Vita hahaha !-:)
28.02.2012 09:38 Uhr
pro musica
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Zitat von Bulletin

Affront? Peinlich nur peinlich Frauchen! wenn gefragt wird noch Fragen sag ich ja hier und losgeht's erstens zweitens drittens peinlich das so was im Stadtrat hockt , man stelle sich mal vor, es ginge nur ansatzweise um wirklich wichtige Themen !

 Hä?? Ich habe SIe et`s nicht mal ansatzweise verstanden...

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

28.02.2012 11:00 Uhr
Bulletin
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Zitat von pro musica
 

 

 Hä?? Ich habe SIe et`s nicht mal ansatzweise verstanden...

Wen wundert das, Sie haben natürlich vollkommen recht!  Wenn ich den Post daher  noch mal mit Verstande lese, war es wohl eher so, dass keine/keiner  weitere Fragen hatte, außer Frauchen und sie damit allen (bis auf die Zuhörerinnen  natürlich) so dermaßen auf den Geist ging, dass ihr der Oberguro kommentarlos und noch schlimmer, ohne sie auch nur noch eines Blickes zu würdigen, das Wort abschnitt, ja wirklich, ein Affront!

 So wie ich Brecht kenne, hätte er sich darüber allerdings eher nicht totgelacht, denn was dieses spezielleThema anbelangt, war er ein echter Macho Zwinkernd 

 

28.02.2012 11:12 Uhr
circusmaximus
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Die spinnen,die Teutonen !

 

Warum muß eigentlich ein so simples Stück wie ein Theater-Name -noch dazu auch noch ein vorübergehender- von einer viel-köpfigen Stadtratsversammlung diskutiert werden ?!

Wenn diese Damen und Herren keine anderen Themen zu diskutieren haben  -dann sind diese Stadträte völlig überflüssig und sollten vom Souverän - dem Volke !- entlassen werden.

Stadräte bräuchten wir -der Souverän -eigentlich überhaut keine ! Ebenso,wie wir keine über-600-Köpfe-hoch zählende Abgeordneten-Plauderplätzchen im Bundestag und wieviel auch immer in den Landtagen bräuchten.

Diese Damen und Herren wollen nur keine richtige,verantwortugsvolle und sinnhafte Arbeit machen .

Augsburg ,nein - ganz Deutschland ist ein wahres Tollhaus !

Zuletzt geändert von circusmaximus, am 28.02.2012 um 11:16 Uhr
28.02.2012 11:16 Uhr
HamsterX  
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Brecht Bühne geht garnicht

Grund: In Augsburg, Auf dem Rain 6 gibts die bereits. Zu finden im Brechts Bistro. Inhaber:

Klaus Wengenmayr und Heinz Schulan

 

Gruß an den allerwertesten Augsburger Stadtrat

 

HamsterX

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Ungebildete verwenden Anglizismen falsch. Halbgebildete verwenden sie richtig. Gebildete Menschen verwenden Anglizismen gar nicht.

28.02.2012 11:29 Uhr
Philidora
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@Bulletin - Ihre sexistischen Bemerkungen ("Frauchen") können Sie sich sparen, die haben in Foren jedweder Art nichts verloren. Und solches Gebahren hatte auch in dieser Sitzung nichts verloren...ein schäbiger "Sieg" Grabs.

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Lieber glorreich scheitern, als schäbig siegen. (Vita Sackville-West)

28.02.2012 11:29 Uhr
pro musica
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Zitat von Bulletin

 

Wen wundert das, Sie haben natürlich vollkommen recht!  Wenn ich den Post daher  noch mal mit Verstande lese, war es wohl eher so, dass keine/keiner  weitere Fragen hatte, außer Frauchen und sie damit allen (bis auf die Zuhörerinnen  natürlich) so dermaßen auf den Geist ging, dass ihr der Oberguro kommentarlos und noch schlimmer, ohne sie auch nur noch eines Blickes zu würdigen, das Wort abschnitt, ja wirklich, ein Affront!

 So wie ich Brecht kenne, hätte er sich darüber allerdings eher nicht totgelacht, denn was dieses spezielleThema anbelangt, war er ein echter Macho Zwinkernd 

 

 Ach so...Sie meinen Verena von Mutius. Leider steht im Bericht nicht, was sie definitiv gefragt hat. Das muss sehr unangenehm gewesen sein für Grab, sonst hätte er nicht so demonstrativ die Sitzung beendet. Ausserdem beschieb die Userin es anders: Grab hat die von Mutius sehr wohl angeschaut und als er diese ignorierte, waren ZuschauerInnen  nicht begeistert.

Totgelacht hätte sich Brecht nicht, aber als Meister des Widerspruchs dem ganzen eine Pointe aufgesetzt. 

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„Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Mutigen ist sie die...

28.02.2012 11:57 Uhr
Olsen
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Persönliche Animositäten scheinen in der Augsburger Politik wichtiger zu sein, als demokratische Prozesse. Deswegen wird die Stadt teilweise wie eine Klitsche geführt.

Verena von Mutius ist die einzige Kulturpolitikerin in der Stadt, die immer wieder insistierend ihre Aufgabe als Oppositionspolitikerin wahrnimmt.

In diesem Zusammenhang muss man auch einmal fragen, wie arbeitet Frau Votteler mit ihrem Theater eigentlich in die Stadt hinein? Wie? Mit was? Man nimmt sie nur wahr, wenn es um die ureigenen Belange geht, nicht, wenn es um gesellschaftspolitische Prozesse der Stadtbevölkerung geht. So völlig auf sich bezogen, darf öffentlich gefördertes Theater  nicht mehr funktionieren.

Sogar die Namensfindung des neuen Hauses will man ihr überlassen. Grund genug auf die Theaterbarrikaden zu steigen.

Olsen

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28.02.2012 14:57 Uhr
Philidora
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http://www.neue-szene.de/nsa/index.php/startseite/show/id/3231

Weiteres Interessantes, von der AZ nicht Erzähltes aus der Kulturausschuss-Sitzung. Das hätte ich gerne auch in der AZ gelesen.

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Lieber glorreich scheitern, als schäbig siegen. (Vita Sackville-West)

Zuletzt geändert von Philidora, am 28.02.2012 um 15:27 Uhr
29.02.2012 12:06 Uhr
gerrit2410
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ist doch ganz einfach...

Was haben die Beschäftigten des Theater vorgeschlagen? "Kleines Haus" oder "Intermezzo". Nachdem wir das "Große Haus" haben, wäre das "Kleine Haus" eine klare und logische Bezeichnung. "Intermezzo" ginge auch, bezogen auf die geplante Lebensdauer des Gebäudes. Was gibt es darüber hinaus noch zu diskutieren?
Alle Bezeichnungen im Zusammenhang mit Bert Brecht wecken Erwartungen, die doch so weder zu erfüllen noch beabsichtigt sind.


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