Sonntag, 23. November 2014

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Abgebautes Wasserrad am Schwalllech: Die Suche nach Geldgebern für ein neues
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23.07.2012 18:01 Uhr
PuK
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Abgebautes Wasserrad am Schwalllech: Die Suche nach Geldgebern für ein neues

Wenn ich aus der Stadt komme und das Wetter ist schön, dann lege ich ganz gerne eine kurze Pause beim Wasserrad am Schwalllech ein. Das hat bisher immer so ausgesehen wie auf dem angehängten Foto.

Als ich heute dort war, dachte ich, ich sehe nicht richtig. Die Achse ist noch da. Einen von den Kränzen haben sie auch übrig gelassen. Aber die Querbretter sind alle abgesägt und verschwunden. Der andere Kranz ist teilweise demontiert. Und sie haben die Achse mit Metallstützen, wie man sie vom Bau kennt, abgestützt, die im Wasser stehen.

Leider hatte ich keine Kamera dabei. Es sieht jedenfalls brutal und schrecklich bis scheußlich aus und morgen fotografiere ich es. Weiß jemand, was das Ganze soll?

Zuletzt geändert von Anonyme, am 04.08.2012 um 23:07 Uhr
24.07.2012 09:16 Uhr
PuK
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Die setzen ihr Zerstörungswerk munter fort. Außerdem wissen sie angeblich nicht, was das werden soll, wenn's fertig ist.

Mein schönes Wasserrad. :crying:

24.07.2012 09:38 Uhr
Klartexter
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Heute steht in der Zeitung, dass das Wasserrad marode ist und deshalb abgebaut wird. Ich häng Dir den Artikel mal an.

________
Am liebsten sind mir die Leute, die ihren Hintern nicht hochbekommen, aber andere Leute heruntermachen wollen. Couchpotatoes eben...

24.07.2012 09:47 Uhr
PuK
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Zitat von Klartexter
 Heute steht in der Zeitung, dass das Wasserrad marode ist und deshalb abgebaut wird. Ich häng Dir den Artikel mal an.

Dankeschön. :flowers:

Ist ja super. Offenes Denkmal, Weltkulturerbe Augsburger Wasserwirtschaft und so.

Boah, ich könnte kotzen, wenn ich so etwas lese. Früher stand alles mögliche zur Disposition, wenn das Geld ausging, aber keine Denkmäler.

24.07.2012 09:58 Uhr
Gast_656328775
gelöscht
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Zitat von PuK

 

Dankeschön. :flowers:

Ist ja super. Offenes Denkmal, Weltkulturerbe Augsburger Wasserwirtschaft und so.

Boah, ich könnte kotzen, wenn ich so etwas lese. Früher stand alles mögliche zur Disposition, wenn das Geld ausging, aber keine Denkmäler.

 In dem von Dir verlinkten Text steht, dass das Rad erst 1986 wieder neu aufgebaut wurde.

Jetzt frag ich mich schon: Das ist grad mal gute 25 Jahre her. Was war das den für ne Pfuschaktion, wenn das Rad nun schon wieder abgebaut werden muss, weil es marode ist? Es gibt Wasser- und Mühlenräder, die sind ein paar hundert Jahre alt, und stehen noch?!?

24.07.2012 10:04 Uhr
montebaldo
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Zitat von Paul Cook
 

 

 In dem von Dir verlinkten Text steht, dass das Rad erst 1986 wieder neu aufgebaut wurde.

Jetzt frag ich mich schon: Das ist grad mal gute 25 Jahre her. Was war das den für ne Pfuschaktion, wenn das Rad nun schon wieder abgebaut werden muss, weil es marode ist? Es gibt Wasser- und Mühlenräder, die sind ein paar hundert Jahre alt, und stehen noch?!?

Das hören die Handwerker, die das auf ihre eigenen Kosten im Rahmen der Gestaltung des Handwerkerwegs gemacht haben, sicher gerne... Zwinkernd

Aber vllt. äußert sich ja noch jemand von der Handwerkskammer dazu.

________

24.07.2012 10:07 Uhr
PuK
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Zitat von Paul Cook
 Jetzt frag ich mich schon: Das ist grad mal gute 25 Jahre her. Was war das den für ne Pfuschaktion, wenn das Rad nun schon wieder abgebaut werden muss, weil es marode ist? Es gibt Wasser- und Mühlenräder, die sind ein paar hundert Jahre alt, und stehen noch?!?

Ja, das wurde noch von der Birne persönlich eingeweiht.

Als ich nach Augsburg gezogen bin, war meine erste Wohnung in der Schwibbogengasse und ich kam jeden Tag an dem Ding vorbei. Es war ja immer höhenverstellbar. Und damals (so ca. 2002 bis 2004) war es noch fast immer im Wasser. Irgendwann danach haben sie dann angefangen, das Ding immer öfter aus dem Wasser herauszuheben und am Ende war es eigentlich immer in der oberen Stellung.

Das sah erstens mal nicht so toll aus, weil es schöner war, wenn es sich drehte. Und zweitens frage ich mich, ob das gut fürs Holz war. Die Pfahlbauten in Unteruhldingen zum Beispiel. Die waren tausende von Jahren lang immer nass und man hat trotzdem immer noch Holzreste gefunden. 

24.07.2012 10:07 Uhr
heletz
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Zitat von Paul Cook
 

 

 ... Es gibt Wasser- und Mühlenräder, die sind ein paar hundert Jahre alt, und stehen noch?!?

Deren Holz ist aber auch regelmäßig erneuert worden.

________
Ein Hinweis: Gott sei Dank muß man nur in Schulen und Behörden die neue Rechtschreibung verwenden.

24.07.2012 10:22 Uhr
Gast_656328775
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Beiträge: 2721

 

Zitat von montebaldo

 

Das hören die Handwerker, die das auf ihre eigenen Kosten im Rahmen der Gestaltung des Handwerkerwegs gemacht haben, sicher gerne... Zwinkernd

Aber vllt. äußert sich ja noch jemand von der Handwerkskammer dazu.

 Na tschhuldigung, aber 25 Jahre is nun wirklich mau. Holz muss gepflegt werden, logisch, sonst geht's schneller kaputt. Aber 25 Jahre? Wie PuK je schrieb, gibt es andere Bauten und Geräte aus Holz, die seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten Kontakt mit Wasser haben, und immer noch da sind. Dagegen wirken, ohne den entsprechenden Handwerker diskreditieren zu wollen (lt. Link von PuK war es eine unterfränkische Firma. Eigene Kosten?), 25 Jahre wirklich nicht ,nuja, besonders qualitativ?!?

Die Vermutung, dass hier nicht geeignetes Holz verwendet wurde, von mangelnder Pflege mal abgesehen, liegt doch schon sehr nah, oder?

24.07.2012 10:31 Uhr
Heinz S.
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Zitat von PuK
 

 

Dankeschön. :flowers:

Ist ja super. Offenes Denkmal, Weltkulturerbe Augsburger Wasserwirtschaft und so.

Boah, ich könnte kotzen, wenn ich so etwas lese. Früher stand alles mögliche zur Disposition, wenn das Geld ausging, aber keine Denkmäler.

Das ist doch kein echtes Denkmal, sondern die Inszenierung eines solchen. Dieser Nachbau eines Wasserrades ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Politiker lassen sich für Termine buchen. Sinn und Zweck war letztendlich die Selbstbeweihräucherung von jemand, der es nötig hat.

24.07.2012 10:36 Uhr
montebaldo
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Zitat von Paul Cook
 

 

 Na tschhuldigung, aber 25 Jahre is nun wirklich mau. Holz muss gepflegt werden, logisch, sonst geht's schneller kaputt. Aber 25 Jahre? Wie PuK je schrieb, gibt es andere Bauten und Geräte aus Holz, die seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten Kontakt mit Wasser haben, und immer noch da sind. Dagegen wirken, ohne den entsprechenden Handwerker diskreditieren zu wollen (lt. Link von PuK war es eine unterfränkische Firma. Eigene Kosten?), 25 Jahre wirklich nicht ,nuja, besonders qualitativ?!?

Okay, ich habe nur den Artikel in der AA gelesen gehabt und meinte, es sei so eine Gemeinschaftsarbeit der Augsburger Handwerkerschaft gewesen, wie die Rathauskuppel, die anlässlich eines Bürgerfestes gezimmert wurde und die jetzt am Hochablass steht. Ja, die Handwerkskammer Augsburg und Sponsoren habens bezahlt.

Aber im Grunde ist es ja egal, WEM man den Pfusch vorwirft. Die Frage ist doch, ob es tatsächlich an der Fertigung liegt oder aber, wie es PuK andeutet, an falschem Betrieb.

 

________

24.07.2012 10:44 Uhr
Gast_656328775
gelöscht
Beiträge: 2721

 

Zitat von montebaldo

 

Okay, ich habe nur den Artikel in der AA gelesen gehabt und meinte, es sei so eine Gemeinschaftsarbeit der Augsburger Handwerkerschaft gewesen, wie die Rathauskuppel, die anlässlich eines Bürgerfestes gezimmert wurde und die jetzt am Hochablass steht. Ja, die Handwerkskammer Augsburg und Sponsoren habens bezahlt.

Aber im Grunde ist es ja egal, WEM man den Pfusch vorwirft. Die Frage ist doch, ob es tatsächlich an der Fertigung liegt oder aber, wie es PuK andeutet, an falschem Betrieb.

 

 Die "Pfuschaktion" sah ich auch gar nicht mal nur auf die Herstellung, sondern quasi auf den ganzen Zeitraum zwischen Bau und Abbau bezogen (und hier sind 25 Jahre wirklich verdammt wenig).

Vermutung 1: Das Holz war von Anfang an nicht das beste. (Buche geht z. B. bis zu Faktor 10 schneller Kaputt als Eiche oder Pockholz)
Vermutung 2: Kaum war das Rad aufegebaut und diverse Honorationen durften dazu in die Kamera lächeln, war das Interesse am Rad verfolgen, was zu
Vermutung 3 führt: Man hat das Rad fälschlicherweise aus dem Wasser gezogen (wie PuK schrub), was, wenn man sich ein bisschen mit Holz auskennt, grundverkehr ist. Holz, das Kontakt mit Wasser hatte, sollte auch im Wasser belassen werden. Zieht man es dauerhaft heraus, vermoderts um so schneller.

Diese Vermutungen in Summe ergeben für mich ... Pfusch. Klar, eigentlich egal, ohne das Rad geht die Welt nicht unter. Aber ich hab 6 Jahre fast direkt daneben gewohnt, und fand das Rad immer sehr schön. Tut mir halt leid drum.

24.07.2012 11:20 Uhr
PuK
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Beiträge: 20542

 

Zitat von Heinz S.
 Das ist doch kein echtes Denkmal, sondern die Inszenierung eines solchen.

Meingottna... :rolleyes:

Auch die Denkmäler an den 70er-Krieg waren mal neu. Und außerdem hat die Stadt Augsburg (Frevler!) die Konstruktion selbst als Denkmal bezeichnet, also muss sie sich das Wasserrad als Denkmal zurechnen lassen. Selber schuld.

24.07.2012 11:50 Uhr
Gast_989792743
gelöscht
Beiträge: 2242

Ja, schade!

Man hätte ja auch einen Generator danebenstellen können und damit mehr Strom als mit jeder WKA produzieren können. Das Rad hätte sich dann selber bezahlt.

Ich schätze, so weit hat aber niemand gedacht.

 

24.07.2012 12:19 Uhr
Heinz S.
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Beiträge: 1159
Wenn die Kameras weg sind

 

Zitat von Paul Cook
 

Diese Vermutungen in Summe ergeben für mich ... Pfusch. Klar, eigentlich egal, ohne das Rad geht die Welt nicht unter. Aber ich hab 6 Jahre fast direkt daneben gewohnt, und fand das Rad immer sehr schön. Tut mir halt leid drum.

Natürlich war das alles Pfusch von vorn bis hinten. Von der Idee, bis zur Ausführung. Und so eine lächerliche Fassade bricht halt dann irgendwann weg und es wird sichtbar, dass nichts dahinter ist. Dann schwammen ein paar faulige Bretter den Bach hinab und das wars dann.

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augsburg | Wasserrad


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