Sonntag, 23. November 2014

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Abgebautes Wasserrad am Schwalllech: Die Suche nach Geldgebern für ein neues
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26.07.2012 21:06 Uhr
Jürgen Marks
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Greater Augsburg

Der Abbau des Wasserrades ist tatsächlich ein starkes Stück. Habe das Thema im Zusammenhang mit der Augsburger Bewerbung um das Unesco-Weltkulturerbe in meinem Blog aufgegriffen.

Sind auch einige historische Bilder von Fred Schöllhorn dabei.

http://www.augsburger-allgemeine.de/community/profile/j_rgen_marks/Augsburger-Weltkulturerbe-ohne-ein-historisches-Wasserrad-id21209856.html

27.07.2012 00:03 Uhr
Heinz S.
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Zitat AZ: "Die Kosten in Höhe von rund 86000 Mark hatten die Handwerkskammer und Spender übernommen."
Zitat Blog Jürgen Marks: "Settele und der heutige CSU-Bezirksvorsitzende Johannes Hintersberger hatten 150.000 Mark für die neue Attraktion des Handwerkerweges gesammelt. Auch mit eigenem Geld hatte sich der Steuerberater engagiert..."

150 000 DM für das Wasserrad am Schwalllech gesammelt und 86 000 DM bezahlt. Und der Restbetrag?

27.07.2012 00:22 Uhr
germit
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“Dann”, so schrieb unser Reporter Klaus Utzni, “gibt er dem tonnenschweren Rad Tiefgang und es dreht sich malerisch im Licht der Schweinwerfer.”

Aha. Wurde auch dabei auch

"Brüh im Lichte dieses Glückes..."

gesungen?

http://www.spiegel.de/panorama/sarahs-nationalhymne-brueh-im-lichte-a-358515.html

 

 

30.07.2012 17:33 Uhr
Alchima
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Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Das Tiefbauamt hat die Gewässeraufsicht und wenn es eine Überschwemmungsgefahr sieht, dann muß es handeln.

Außerdem stand das Wasserrad still, sooft ich in der Vergangenheit vorbeikam. Wie ich jetzt erfahre, hatte es eine Unwucht. Und dafür hat Herr Hintersberger 150 000 DM von Sponsoren eingesammelt! Was ist das für eine Referenz? Hätten die Handwerker für so viel Geld nicht sorgfältiger arbeiten können, oder ist die alte Kunst der Mühlenräder schon ganz verloren gegangen?

Das haben die damaligen Spender jedenfalls nicht gewollt, ein schlecht gemachtes "Mühlrad", das sich nicht dreht, sondern steht. Nicht auszudenken, wenn das marode Holz auch noch eine Überschwemmung verursacht hätte ...

30.07.2012 18:48 Uhr
cato
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Zitat von Alchima
 

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Das Tiefbauamt hat die Gewässeraufsicht und wenn es eine Überschwemmungsgefahr sieht, dann muß es handeln.

Außerdem stand das Wasserrad still, sooft ich in der Vergangenheit vorbeikam. Wie ich jetzt erfahre, hatte es eine Unwucht. Und dafür hat Herr Hintersberger 150 000 DM von Sponsoren eingesammelt! Was ist das für eine Referenz? Hätten die Handwerker für so viel Geld nicht sorgfältiger arbeiten können, oder ist die alte Kunst der Mühlenräder schon ganz verloren gegangen?

Das haben die damaligen Spender jedenfalls nicht gewollt, ein schlecht gemachtes "Mühlrad", das sich nicht dreht, sondern steht. Nicht auszudenken, wenn das marode Holz auch noch eine Überschwemmung verursacht hätte ...

Daß das Wasserrad stillstand, erklärt einiges: Ständig nasses Holz fault nicht.

31.07.2012 13:41 Uhr
plupps
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Ohne Wasserrad schwinden die Chancen

Heute in der AA, S.40

Also wenn das wirklich so sein sollte und der "Geschichtsexperte" Martin Kluger mit seiner Befürchtung recht hätte, dass die Bewerbung um den Titel "Weltkulturerbe" darunter leiden könnte ... ja was soll man dazu noch groß sagen?

Ein nachgebautes Wasserrad am falschen Ort, das nie in Betrieb war ... soll das Zünglein an der Waage sein!? Hilfe-Smilie

Muaahahahahaha!

Bewerbung bitte einstellen. Zurück auf Null!

31.07.2012 14:48 Uhr
Heinz S.
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Beiträge: 1159

 

Zitat von plupps
Hilfe-Smilie

Muaahahahahaha!

Bewerbung bitte einstellen. Zurück auf Null!

Ja, es darf gelacht werden. Ein einziger Blick in die Aufnahmekriterien der Unesco genügt:

"Bei der Entscheidung über die Aufnahme in die Welterbeliste werden die übergreifenden Kriterien der Einzigartigkeit, der Authentizität (historische Echtheit) und der Integrität (Unversehrtheit) angewendet....."

Die Bewerbung dürfte sich damit erübrigen. Jeder weitere Euro ist rausgeworfenes Geld.

 

01.08.2012 02:27 Uhr
Remarc
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Jetzt kuck ich hier doch auch mal vorbei... worst Timing ever! Die UNESCOs sind nicht die Hellsten, machen aber gerne Ortstermine. Darüberhinaus könnten sich sowohl das bayerische Kabinett als auch die Kultusministerkonferenz dezent verkohlt vorkommen, wenn die Realität dem Prospekt nicht mehr gerecht wird. Das Replika muss wieder her, auf Biegen und Brechen. Die Kollateralkosten lassen das Bewerbungsbudget mal eben auf welchen Betrag schnellen? Wie, eine neue Spendenaktion? Die kann sich das Kurti auf die Glatze nageln, dabei helfen ihm Settele und Hintersberger sicher gern.

01.08.2012 09:51 Uhr
Alchima
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Am 24. Juli stand in der AZ, dass die Wasserrad-Replik vor 26 Jahren 86 000 DM gekostet habe, was die Handwerkskammer und Spender bezahlten.

Jürgen Marks von der Redaktion schrieb in seinem Blog (Zitat): "Settele und der heutige CSU-Bezirksvorsitzende Johannes Hintersberger hatten 150.000 Mark für die neue Attraktion des Handwerkerweges gesammelt. Auch mit eigenem Geld hatte sich der Steuerberater engagiert und in den vergangenen Jahren auch notwendige Reparaturen bezahlt." Wenn das stimmt, waren in der Spendenkasse 64 000 DM übrig.

Am 31. Juli lesen wir aber in der AZ, dass das Tiefbauamt über all die Jahre "viele Tausend Euro" in das Rad investiert hat. Das Rad hatte eine Unwucht, weshalb es die meiste Zeit nicht im Wasser war, sondern vor sich hin faulte. Warum hat das Tiefbauamt die Reparaturen bezahlt, wenn so viel Spendengeld da war?

Sponsoren die gerne ihre persönlichen Ideen im öffentlichen Raum verwirklichen, sowie die politischen Entscheider die ihnen dazu verhelfen, sollten sich über die Zukunft solcher "Geschenke" Gedanken machen, bevor sie über die maroden Holzscheitl stolpern.

01.08.2012 15:34 Uhr
Remarc
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Zitat von Alchima

Am 24. Juli stand in der AZ, dass die Wasserrad-Replik vor 26 Jahren 86 000 DM gekostet habe, was die Handwerkskammer und Spender bezahlten.

Jürgen Marks von der Redaktion schrieb in seinem Blog (Zitat): "Settele und der heutige CSU-Bezirksvorsitzende Johannes Hintersberger hatten 150.000 Mark für die neue Attraktion des Handwerkerweges gesammelt. Auch mit eigenem Geld hatte sich der Steuerberater engagiert und in den vergangenen Jahren auch notwendige Reparaturen bezahlt." Wenn das stimmt, waren in der Spendenkasse 64 000 DM übrig.

Am 31. Juli lesen wir aber in der AZ, dass das Tiefbauamt über all die Jahre "viele Tausend Euro" in das Rad investiert hat. Das Rad hatte eine Unwucht, weshalb es die meiste Zeit nicht im Wasser war, sondern vor sich hin faulte. Warum hat das Tiefbauamt die Reparaturen bezahlt, wenn so viel Spendengeld da war?

Sponsoren die gerne ihre persönlichen Ideen im öffentlichen Raum verwirklichen, sowie die politischen Entscheider die ihnen dazu verhelfen, sollten sich über die Zukunft solcher "Geschenke" Gedanken machen, bevor sie über die maroden Holzscheitl stolpern.

Ja, ein Blick in die Bücher könnte interessant werden. Wer hat jetzt was bezahlt? Hat am Ende ein Ansichtsmodell über oberflächliche Reparaturen Geld in die falschen Kanäle fliessen lassen? Einer von 1000 neuen Steuertricks vielleicht? Und bevor die Experten kommen, reisst man das heruntergewirtschaftete Ding einfach ab und beseitigt die Spuren? Die Seite 50 des offiziellen Bewerbungsbuches wird wohl keiner schwärzen, eine 2.Auflage ist eh fraglich, der tarnbraune Schinken liegt z.B. in der Bahnhofsbuchhandluch unbeachtet im Regal. Damit hätte Augsburg eine fantastische Erfindung gemacht, das trojanisch-potemkinsche Rad. Dummerweise gibt es keinen Nobelpreis für unlauteren Wettbewerb, man müsste sich schon selbst ein Siegel verleihen, den Zirbelbarbierlöffel in Katzengold. Immerhin hat die Geschichte das Zeug zum Sketch:

UNESCO-Testgast (die Bewerbung studierend): "Das Wasserrad am Schwallech mit Kohl, können Sie mir das empfehlen?"

Ober Gribl: "Das ist die Spezialität des Hauses, aber heute leider schon aus..."

01.08.2012 16:59 Uhr
PuK
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Ich war heute dort. Jetzt ist es ganz verschwunden. Nicht mal von dem Zaun, der nicht nur am Schwalllech entlang der Lechkanäle verbaut wurde, hatten sie noch Elemente übrig. Der Betonsockel, der auf der betretbaren Seite steht, ist jetzt mit einer 08/15-Drahtgitter-Konstruktion aus solchen Elementen eingefasst. 

Schön ist was anderes. Daumen runter

01.08.2012 19:29 Uhr
Alchima
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Zitat von Remarc

UNESCO-Testgast (die Bewerbung studierend): "Das Wasserrad am Schwallech mit Kohl, können Sie mir das empfehlen?"

Ober Gribl: "Das ist die Spezialität des Hauses, aber heute leider schon aus..."

Klasse Beifall

02.08.2012 23:33 Uhr
Remarc
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Zitat von Alchima

Klasse Beifall

Schmeckt's? Im Prinzip ist das Loriot, aber besser gut geklaut als schlecht gebaut...

04.08.2012 18:06 Uhr
Thufir
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Beiträge: 36

Wenn wirklich ein neues gebaut wird, laßt es nicht so verkommen wie das Alte Rad.

Wenn es gepflegt und gewartet wird, lebt es vielleicht länger.

Und gebt ihm ne Aufgabe, nen Generator der ne Lampe antreibt osw.

04.08.2012 18:06 Uhr
Redaktion
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Wasserrad: Suche nach Geldgebern
Das alte Wasserrad am Schwalllech ist bereits vernichtet. Jetzt sucht die Regio nach Geldquellen, um ein neues zu finanzieren - auch in München
Wasserrad: Suche nach Geldgebern

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