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#1 (permalink) | |
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Biogasanlage: Explosive Stimmung in Willishausen
Landwirt Hubert Fischer plant eine Anlage auf seinem Hof. Das passt den Nachbarn nicht. Jetzt gibt es Stunk |
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Zuletzt geändert von Anonyme, am 12.05.2012 um 15:20 Uhr
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#2 (permalink) | |
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Heiliger St. Florian - verschon mein Haus zünd' andre an
Dieser dumme Spruch fällt mir ein, wenn ich die Debatte in Willishausen verfolge. Unstrittig ist, dass eine solche Anlage Nebeneffekte mit sich bringt, ist bei einem Schweinestall das gleiche. Auf dem Land im allgemeinen und in einem noch bäuerlich geprägten Ort im besonderen ist es nunmal so, dass Geruchsbelästigung, Strassendreck, Tiergeräusche, ect. dazugehören. Und nachdem ein landwirtschaftlicher Betrieb heute nach anderen Kriterien arbeitet als vor 100 Jahren bringt mit sich, dass z.B. eine Vergasung der Gülle ein weiteres Segment zum Deckungsbeitrag Anteil hat. Auf's Land zu ziehen, weils günstige Bauplätze gibt (wird ja im Artikel auch sehr trefflich dargestellt) und dann sich über die Gegebenheiten beschweren ist unanständig. Das erinnert irgendwie an die Kuhglocke im Allgäu, die einem zugezogenen Menschen aus dem hohen Norden in seiner friedvollen Ruhe störte. Erinnert mich auch an die Anwohner der Lokalbahn, die dort kauften und mieteten und sich wunderten, dass diese Lokomotiven in aller Herrgottsfrühe Lärm verursachen. Gerade so manche Öko-Fritzen (z.B. der grüne Ortsverband Diedorf) sind zwar für die Energiewende - aber doch bitte nicht vor der eigenen Tür. |
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#3 (permalink) | |
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Über den Stand der Bauern schrieb der Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl (1823 - 1897) lobend: "Es ruht eine unüberwindliche konservative Macht in der deutschen Nation, ein fester, trotz allem Wechsel beharrender Kern - und das sind unsere Bauern." Dieser Satz findet sich allerdings in dem Kapitel seines Buches, das die Überschrift trägt: "Der Bauer von guter Art". Doch Riehl kannte bereits den anderen, den er dann in dem folgenden Kapitel beschrieb: "Der entartete Bauer". Da heißt es etwa: "Der rasch erzielte Bargewinn verlockte wie ein Zauber, ein förmliches Bergbaufieber ergriff ganze Gemeinden. Jeder wollte schürfen, jeder sich eigene Gruben erwerben. Es kam vor, daß Bauern ihre Häuser mitten im Dorf niederrissen, um auf ihrer Stätte nach Eisenerz zu graben!" Wie einst das Eisenerz lockte, so locken gegenwärtig Windräder, Solar- und Biogasanlagen. Und selbstverständlich hat man nicht ausschließlich "Bimbes" - oder Euros - im Kopf, sondern fragt sich, wie denn "die Energiewende gelingen soll", wenn sich bereits gegen kleinere Anlagen Widerstand regt. Nichts Neues also unter der Sonne. |
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#4 (permalink) | |
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Und wo sollen rund um Willishausen dann die vielen Maisäcker hin? So breit ist das Schmuttertal dort auch nicht. Denn auch diese Biogasanlage wird mit bis zu 60% (neues EEG) Mais betrieben werden. Dann wird der Mais aus größerer Entfernung angefahren, zusätzlich steigen für die konventionellen Ackerbauern und Milchviehhalter die Pachtpreise in der näheren Umgebung. Deswegen gibt es durchaus unter den Landwirten einige, die bei einer zusätzlichen Biogasanlage nicht "Hurra" schreien |
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#5 (permalink) | |
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Im Artikel steht es anders. "Diese will er zu 80 Prozent mit Gülle befüllen, hauptsächlich aus dem eigenen Stall, der Rest soll Mist und Futterreste aus seinem Betrieb sein. „Zusätzlicher Mais wird dafür nicht angebaut“, versichert Fischer." |
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#6 (permalink) | |
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NA so was.. Im Ort in dem ich lebe, haben Bürger eine Genossenschaft gegründet um die Nahwärmeversorgung via Biogasanlage finanzieren zu können. Die Anlage ist am Dorfrand und nicht hinter 4 Tagwerk Wiesen. Heute sieht es so aus:
Bild wegen möglicher Urheberrechtsverletzung entfernt, Altstadtbewohner/ Mod |
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Zuletzt geändert von Altstadtbewohner, am 14.05.2012 um 16:28 Uhr
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#7 (permalink) | |
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Haben die Gegner der Anlage schon mal eine Biogasanlagen besichtigt? " Explosionsgefahr" selten so gelacht jede Tankstelle ist eine Gefahr da haben die Leute aber kein Problem. Denken die Gegner der Landwirt investiert viel Geld um dann die Anlage explodieren zu lassen?! Aber noch einen Grund nennt Ute Giestel, der ihrer Meinung nach gegen die Anlage spricht: Die freien Baugrundstücke in unmittelbarer Nähe des Betriebs würden durch die Anlage praktisch unverkäuflich und auch die bestehende Wohnbebauung verliere an Wert. . Ja so ein schmarrn, guenstiges Heizen ist wohl eher foederlich fuer den Verkauf der benachbarten Grundstuecke und die Guelle stinkt wohl mehr wenn diese aufs Feld gebracht wird. Noch eine Sache Fr.Ute Giestel der Landwirt versucht die Ozonbelastung zu reduzieren fuer unsere Kinder!!! Der Landwirt hat auch Familie, er wuerde wohl kaum seine eigene Familie einem Explosionsrisiko aussetzen.
Die Dame hat wohl keine Ahnung oder denkt Sie das andere Orte Ihre Einwohner mit Absicht in Gefahr bringt. Das Verhalten der Gegner spricht fuer sich. Das anfeinden der Landwirtsfamilie ist einfach nur unverschaemt nachdem die Gegner nicht zu einer Diskussion bereit sind. |
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Zuletzt geändert von Altstadtbewohner, am 14.05.2012 um 16:28 Uhr
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#8 (permalink) | |
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Das Märchen mit den unverkäuflichen Bauplätzen kann ich ebenfalls aufräumen. Im Bioenergiedorf gehen die Bauplätze weg wie warme Semmeln. Ich hätte grosse Lust Hubert Fischer und seine Gegner hierher einzuladen zur Beischtigung, sie sollen sehen wie das läuft und dass der Bauer weitsichtiger ist als die Angsthasen. |
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#9 (permalink) | |
Wenn man aber mal mit einer Suchmaschine nach "Unfall Biogasanlage" sucht beginnt man schon zu Überlegen ob man in unmittelbarer Nähe einer solchen Anlage wohnen möchte. Für Tankstellen findet man keine solchen Meldungen.
Nein. Aber das ein Bauer mit möglichst wenig Kapitaleinsatz einen maximalen Gewinn erzielen will. Da bleibt halt oft die Sicherheit auf der Strecke. Nachzulesen z.B. in " Merkblatt Sicherheit in Biogasanlagen" der Kommission für Anlagensicherheit des BMU. Danach weisen 80% der überprüften Anlagen bedeutsame Mängel auf.
Dort ist der Abstand zur Anlage aber auch groß genug. |
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#10 (permalink) | |
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Wenn sie das so sehen ist eine unsachgemaess betriebene Tankstelle auch eine Gefahr. Die Anlage unterliegt einer wiederkehrender Ueberpruefung. http://ew.bgetem.de/praevention/arbeits_gesundheits/gas/merkblatt_sicherheitspruefungen_2008.pdf siehe Paragraph 14
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Zuletzt geändert von bonsai0987, am 14.05.2012 um 11:59 Uhr
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#11 (permalink) | |
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Biogas in Willishausen
Zum Kommentar von Jana Tallevi „Biogas-Ärger, Bitte die Form wahren“ in der AZ vom 9.05.2012 |
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#12 (permalink) | |
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Werte Neu-userin, richtig, die Form sollte gewahrt werden. Was ist bisher passiert? Ein Landwirt, alteingesessen, mitten im Dorf, will die von seinen Tieren produzierte Gülle vergasen statt sie auf die Wiesen rund ums Dorf auszubringen. Er stellt bei der Gemeinde eine Bau voranfrage. Die Nachbarn erfahren davon, haben Sorgen deswegen, sammeln Unterschriften und erzeugen Öffentlichkeit. Alles in Ordnung - ohne Zweifel. So werte @ansi2012, wer hat bis jetzt die Form nicht gewahrt? Wohl keiner! Übrigens, die Düfte wenn "der Bauer im Märzen die Rösslein einspannt" habe ich im Nachbardorf fast ganzjährig. Nur weiss ich für mich eines: ich bin auf's Land gezogen, die Landwirte waren schon da und die Umstände, die ein Landwirtschaftsbetrieb mit Viehhaltung mit sich bringt, waren mir auch klar. Auch dass sich Landwirtschaft verändert ja verändern muss! Insoweit kann, darf und muss man über Details sicher debattieren. Was mich stört ist die grundsätzliche Haltung, derartige Vorhaben im Grundsatz zu bejahen und vor der eigenen Haustür dagegen zu sein. Darüber sollten sich die Aktivisten, meist Zugezogene (wie ich) Gedanken machen.
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#13 (permalink) | |
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Denn klären Sie hier auf über wahre Sachverhalte. |
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#14 (permalink) | |
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Ich kläre Sie gerne über Ihre Sachverhalte auf. Sie verwenden Texte und Bilder, ohne die Texte als Zitat oder als Quelle zu benennen. Ihr Beitrag #6 wurde von dieser Seite geklaut, in diesem Webauftritt gibt es auch eine Seite mit rechtlichen Hinweisen: Alle Inhalte sind nur zur persönlichen Information bestimmt und unterliegen dem Urheberrecht und den Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Der Inhalt darf nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet, kopiert, verändert oder verbreitet werden. Weiter heißt es da: Bildrechte: Alle hier gezeigten Bilder und Fotos sind Eigentum der Nahwärme Oberopfingen eG. Es handelt sich bei allen Bildern um urheberrechtlich geschützte Werke und diese dürfen ohne Zustimmung nicht verwendet oder weiterverbreitet werden . Sie haben diese Zustimmung? |
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#15 (permalink) | |
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Man kann auch das Allgäuer Beispiel Wildpoldsried-Frohnschwenden nehmen . Da läufts auch perfekt mit der Biogasanlage. |
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