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#16 (permalink) | |
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...ehm es sollte klar sein, pro musica, dass es nicht wirklich nur um Toiletten geht sondern das ein krasses Beispiel für die Unterfinanzierung von Schulgebäuden ist, weil man in einem wohlhabenden Industrieland davon ausgeht dass essentielle Dinge wie sanitäre Einrichtungen für hunderte KINDER, die so eine Schule gemeinsam besuchen, ohne jegliche Debatte stets auf dem neuesten Stand der Hygienestandards und tiptop sind. Von Standards wie an skandinavischen Schulen träumen wir ja noch nicht mal (moderne Lehrmedien, kleine Klassen, Ganztagsunterricht mit gutem gesunden Mitagessen in einer Schulkantine...), hiesige Ansprüche sind eigentlich recht bescheiden: anständige sanitäre Anlagen, funktionierende Heizung... |
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Zuletzt geändert von augschburgr, am 10.02.2012 um 06:32 Uhr
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#17 (permalink) | |
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Um nochh mal auf Schultoiletten zurückzukommen. In denen scheint eine unsichtare Macht zu sitzen die Schlüer dazu herausfordert deren Aggression dort auszuleben. Am harmlosesten ist das Beschmieren von Wänden und Türen/Trennwänden. Massiver sind beschädigungn an den Sanitären Anlagen. Sehr häufig sind verstopfte Clos, weil eine Rolle Clopapier den Abfluss behindert. Beim Unterhalt der Bausubstanz müssten die Schulträger finanzielle Rücklagen schaffen. Nun ist die Stadt mittlerweile ständig so klamm, dass nicht mal die notwendigsten Mittel zu verfügung stehen. Billiger ist es Räume oder Hallen zu sperren. Warum hatte der Regenbogen die Mittel die Weber jetzt nich aufbringt? Wir erleben auch immer wieder beherzte Eltern und Lehrer die zu Pinsel und Farbe greifen. Mir erzählte mal jemand von einer beherzten Lehrerin. Diese hatte ein Klassenzimmer mit Fensterfront zur Südseite. Im Winter zog es so gewaltig durch die Ritzen, dass die Schüler, die an der Fensterfront sassen die Jacken anzogen und im Sommer war es so heiss, dass man hechelte. Die Lehrerin brachte von der Kirche entsorgte, schwere dunkelgrüne Samtvoränge mit. Gardinenschienen waren bereits vorhanden. Super gell...nein, eben nicht. Die Lehrerin bekam massive Probleme mit der Schulleitung, da es eine Ungleichbehandlung aller Klassenzimmer der gesamten Schule war. Also, auf Deutsch, wenn schon Vorhänge, dann alle Klassenzimmer. Der Elternbeirat einigte sich mit der Schulleitung , dass nur die Südfront des Schulhauses mit Vorhängen ausgestattet werden soll uns brachte die Mittel auf für das Material. Anderer Fall: KIndergarten Untermeitingen. Neubau mit toller Glasfront. Im Sommer nicht auszumhalten. Die Kindergartenleiterin lief Sturm, aber der Gemeinderat stellte sich taub. Kein Geld! Als Bürgermeisterwahlen anstanden und das Wahllokal nicht benutzt werden konnte wich man auf den Kindergarten aus. Es war heiss, die Bürger stöhnten und die Wahlhelfer waren nach dem unfreiwilligem Saunagang 3 kilo leichter. Keine Drei Wochen später wurde eine Beschattung angebracht. Ich weiss aber auch von einem Malermeister, der Räume in einer Schule sanierte. Da ich wusste, dass in dieser Schule erst vor kurzen engagierte Eltern strichen, hab ich irritiert nach dem Grund gefragt. Er erzählte, dass die Elterninitiative falsche Farbe benutzte. Ich bin mir nun nicht mehr sicher ob es schimmelte oder die Farbe abblätterte. Der Maler musste die neu aufgetragenen Farbschichten entfernen und richtige aufpinseln. |
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#18 (permalink) | |
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#19 (permalink) | |
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also, ich würde überhaupt keine Clowand beschmieren. Vandalismus und Grafittischäden kommen der Stadt sicher auch teuer. |
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#20 (permalink) | |
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(Sorry, die Zitatfunktion spinnt mal wieder, deshalb ist der Kasten oben leer)
Sie haben Recht, wenn bei einem Gebäude das erste Fenster zerschlagen ist und nicht gleich repariert wird, sind die restlichen Fenster binnen kürzester Frist auch zerschlagen. Wenn eine Einrichtung erst einmal verwahrlost ist, gibt niemand mehr auf die Dinge acht. In der Folge bedeutet dies, dass wesentlich höhere Kosten entstehen als wenn Mängel unverzüglich behoben würden. Sanierungsmittel für Schulen zusammenzustreichen ist also von finanzpolitischer Kurzsicht geprägt und absolut kontraproduktiv. Aber die Mehrheit im Rathaus will es offenbar so, christliche oder soziale Aspekte kann ich hier wahrlich nicht entdecken, mit dem Rotstift wird hier deshalb das Entstehen asozialer Verhältnisse befeuert. |
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#21 (permalink) | |
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Hinter Ihrer Clowa nd hat sich wohl ein Clown versteckt, gell! In der Sache haben Sie natürlich Recht, "Scheißhausdichter sind selten große Lichter" pflegte schon meine Frau Mutter zu sagen. Und wie schon im vorherigen Beitrag ausgeführt: Das aktuelle Sparpaket wird die Stadt teuer zu stehen kommen. Törichte Finanzpolitik sieht aber so aus. |
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#22 (permalink) | |
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Jetzt sind die Schüler also selbst schuld dass sie jahrzehntealte sanitäre Anlagen mit minimalem Unterhalt nutzen müssen?! Gekritzel auf der Kabinentür oder mal ein mutwillig verstopftes Klo ändern daran nichts und verursachen, nebenbei bemerkt, auch keinen Gestank. Abwiegeln gilt nicht. Im Übrigen ist es das Normalste der Welt dass bei einem Haufen Kinder und Pubertierender auch mal was zu Bruch geht. Meine Schulzeit ist nicht so lange her als dass ich dazu nicht ruhigen Gewissens sagen könnte: das ist gemessen an der Zahl der Kinder die absolute Ausnahme aber dadurch dass nichts instand gesetzt wird begleiten einen diese wenigen Vandalen natürlich lange Zeit und es staut sich eine Summe an Vandalismus, der nicht beseitigt wird, der einen anderen Eindruck vermitteln mag dass die Schüler rücksichtslos mit ihrer Schule umgehen. Harmloses Beispiel: am Peutinger ist seit zig Jahren ein Grafiti an der Wand zur Straße mit "Puschel ich liebe dich", keiner weiss wer Puschel ist, das ist da wohl schon länger als ich überhaupt alt bin und wird, weil es inzwischen zur Schule gehört, sogar höchstoffiziell von der Schule selbst "gepflegt" (wenn die Wand gestrichen wird dann wird es sogleich erneut angebracht). Ein Neubürger der kürzlich nach Augsburg gezogen ist würde daraus schließen "Da ist soviel Vandalismus, kaum neu gestrichen und schon wieder ist da ein Grafiti". Dabei ist es das einzige Grafiti an dieser Wand seit eh und je. Verstehen'S? Im Übrigen, selbst wenn es so wäre wie es nicht ist (darum bitte jetzt nicht auf diesen Seitenaspekt versteifen, ich sag es nur der Ordnung halber - das ist nicht mein Hauptargument!), dann ist es immer noch kein Grund dass die Masse der Schüler die sich umsichtig verhält darunter leiden darf was wenige anrichten. Nach der Prämisse sähe die ganze Welt irgendwann wie eine einzige Kloake aus, weil sich einige Wenige immer wie Vandalen verhalten und wenn man es dann einfach so belässt dann summiert sich das entsprechend. Und - das ist nicht nur eine Vermutung sondern entspricht dem Stand der psychologischen Forschung! - Vandalismus der nicht rasch beseitigt wird zieht neuen Vandalismus nach sich, immer mehr und extremer. Die Soziologen nennen das die "Broken Window Theorie", wird ein eingeworfenes Fenster einer leerstehenden Lagerhalle rasch repariert bleibt es dabei, wird es so gelassen ist in recht kurzer Zeit jedes andere Fenster ebenfalls eingeworfen und das ganze Gebäude wird zum Objekt hemmungslosen Vandalismus. Warum das so ist, bitte Fachleute befragen, da ich kein Vandale bin kann ich nur spekulieren und das bringt uns nirgendwo hin. |
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