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#1 (permalink) | |
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München: Treiben Singles die Mieten in die Höhe?
Ist das wahr? Laut einer neuen Studie sollen Singles die Mieten in München in schwindelerregende Höhen treiben. Die reagieren in Foren mit Wut und Unverständnis. http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Muenchen-Treiben-Singles-die-Mieten-in-die-Hoehe-_arid,2110394_regid,2_puid,2_pageid,4289.html |
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#2 (permalink) | |
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Singles schuld an horrenden Mieten in München?
Ist das wahr? Laut einer neuen Studie sollen Singles die Mieten in München in schwindelerregende Höhen treiben. |
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#3 (permalink) | |
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Ich würde sagen die Politik ist schuld! Die Deutschen - und noch viel mehr die von Norddeutschen und Rheinländern dominierte Bundespolitik - neigen dazu die Politik an den Bedürfnissen von Ostdeutschland, NRW und den Hanseaten auszurichten. Und dort geht die Bevölkerung vielerorts stark zurück, da ist Leerstand das Problem und nicht Wohnungsnot. Als "tüpisch doitsch" wird halt nicht München oder Ulm gesehen, sondern Gelsenkirchen und Kiel. Darum wurden die letzten Jahre die Wohnungsbauprogramme in Milliardenhöhe gekürzt und gestrichen, die Eigenheimförderung abgeschafft und gleichzeitig hat der Staat durch immer strengere Energieeinsparungsrichtlinien die Kosten für Neubauten stark in die Höhe getrieben. Wenn sich durch gestiegene Kosten und weggebrochene Förderung also immer weniger Normalbürger den Wohnraumbau leisten können müssten Investoren einspringen die die Wohnungen dann vermieten. Tun sie aber nicht weil die Abschreibungsmöglichkeiten ebenfalls weggestrichen wurden und gleichzeitig die Mieterrechte immer stärker ausgeweitet werden, auch durch höchstrichterliche Entscheidungen. Mietwohnungen versprechen also eher niedrige Renditen bei recht hohem Kapitaleinsatz, da geht man lieber in Aktien oder schiebt das Geld gleich in die "Schwellenländer". Jetzt die "Schuld" bei einzelnen Bevölkerungsgruppen zu suchen kann nicht angehen! |
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#4 (permalink) | |
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GAST
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Ich halte diesen Denkansatz für abwegig. Man muss sich nur einmal die Immobilienpreise in anderen Städten (europaweit) ansehen, dann weiß man um den Begriff "Mondpreis" Bescheid. In München schlägt auch der "Hauptstadtfaktor" zu: Man bildet sich ein, selbst für mickrige Bruchbuden horrende Summen verlangen zu können. Ich sehe die Singles eher als Melkkuh denn als Trampeltier, welches die Preise kaputtmacht. |
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#5 (permalink) | |
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So ein Schei...! Was man in diesem Land allmählich so Alles vorgesetzt bekommt,ist nicht mehr eine reine Veralberung,sondern grenzt schon arg an die Verletzung der Menschenrechte ! Könnte es nicht vielleicht eher sein,daß die Mietpreise deswegen wo hoch sind,weil JEDER der hier Beteiligten,Vermieter,Makler,die Stadt München mittlerweile so unglaublich GELDGIERIG geworden sind und sich die letzten Bruchbuden vergolden lassen?! Und könnte es nicht auch sein,daß gerade Immobilien-Makler wie "Jones Lang LaSalle" bei dieser Gier ganz weit vorne mit dabei sind ? 1-2 Monatsmieten (also etwa 3000 - 4000 Euro) Makler-Courtage sind auch keine Kleinigkeit . |
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#6 (permalink) | |
Wer hat's gekürzt ? Hans Eichel war's ! Von diesem "Herrn" wurden nämlich ab Mitte der 90er Jahre die ganzen sogenannten "bundeseigenen Wohnungen" und die mit Bundesmitteln geförderten Wohnungen (dies waren nämlich die doch relativ günstigen Wohnungen,die Menschen mit geringerem Einkommen bbevorzugten) nebst den dazugehörigen Wohnungsbaugesellschaften an Investoren versilbert. Nur so konnte dieser "Herr" die bereits damals exorbitant in die Höhe schnellende Haushaltsverschuldung kurzzeitig nach unten drücken. Die Jahre des Finanzministers Eichel sind nämlich recht unrühmlich in die Geschichte eingegangen : als die Jahre-in denen der Bund (zur Schuldentilgung) alles verkaufte,was nicht niet- und nagelfest war ! |
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#7 (permalink) | |
Und wer hat ihn durch seine Husarenstücke dazu quasi gezwungen? Theo Weigel war´s Da braucht man doch die Hand nicht umdrehen bei den Herrschaften. |
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#8 (permalink) | |
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GAST
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Hans Eichel war ab März 1999 Finanzminister bis 27. Oktober 1998 Theo Waigel Finanzminister Übrigens gehört er der CSU an und ist ein "Schwarzer" und kein "Roter" ;) |
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#9 (permalink) | |
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Wer auch immer es war, die Wohnbauförderung muss schleunigst wieder hochgefahren werden. In Augsburg haben wir ja noch Glück, die Preise ziehen zwar gerade in den schönen Innenstadtwohnlagen merklich an aber wir haben die WBG die viele preiswerte Wohnungen anbietet, zum Glück hat die Stadt Augsburg dem Privatisierungsdruck widerstanden und die WBG behalten. Da wäre sicherlich ein guter Verkaufspreis drin. |
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#10 (permalink) | |
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Also ich möchte auch gern in Augsburg mal eine bezahlbare Wohnung haben..... Bei Bewerbungen um einige Wohnungen kommt irgendwann immer die Frage nach dem Arbeitgeber und grundsätzlich wird wohl davon ausgegangen das wenn jemand bei einem großen Arbeitgeber arbeitet er auch GROß verdient. Dies ist leider nicht immer der Fall. Ich hatte es inzischen schon häufiger das die Miete nach Angabe des Arbeitgebers doch immer noch teuer wurde als in Zeitungsinseraten angegeben. Immer mit dem Hinweis. Das die Zeitung es falsch abgedruckt hätte oder bestimmte Kosten noch nicht mit eingeflossen sind. Bei der letzten Besichtigung wollte der Vermieter auch auf einmal 50 Euro mehr im Monat weil ja die Kabelgebühren noch fehlten.....als ich dann fragte wozu die Satelitenschüssel dann auf dem Dach ist geriet er in Erklärungsnöte. |
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#11 (permalink) | |
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GAST
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Wie können sie auch eine solche "gemeine Frage" stellen. :D |
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#12 (permalink) | |
H. Eichel hat (als Ministerpräsident) diese Strategie bereits von 1995 an in Hessen fahren lassen,insbesondere im Rhein-Main-Gebiet,wo man in diesen Jahren mit soetwas noch Geld machen konnte! Als er dann Finanzminister im Bund wurde,hat er dann munter weitergemacht. In diesem Zusammenhang ist das Parteibuch übrigens völlig egal,denn ein Finanzminister der Union oder FDP hätte es auch nicht anders gemacht . |
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#13 (permalink) | |
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Der letzte schuldenfreie Bundeshaushalt wurde 1969 vorgelegt - also bevor die "68er" soziale Wohltaten en Masse durchgesetzt haben die dann über Jahrzehnte auf Pump finanziert wurden. Wenn sich Kinder der alten Bundesrepublik in Nostalgie üben, wie viel besser "damals" in den 70ern und 80ern doch alles war dann war das ein auf Pump finanzierter Wohlstand und inzwischen sind wir eben zu überschuldet dazu. Das allermeiste Geld wurde dabei nicht investiert sondern verkonsumiert. Allerlei Geldleistungen, Steuergeschenke und Zuschüsse an die Bürger die schon lange ausgeben wurden und das allermeiste was damit gekauft wurde ist schon lange wieder entsorgt worden - die Schulden davon sind geblieben. Und so ist es auch heute. Für Rentenzuschüsse, für Abwrackprämie, für "Kurzarbeit", für Pendlerpauschale, Kindergelderhöhung... alles schöne wünschenswerte Dinge die aber derzeit allesamt über neue Schulden (80 Milliarden, alleine beim Bund, dieses Jahr!) finanziert werden. Und weil den Leuten diese Konsumwünsche stehts näher zu stehen scheinen als bleibendere Investitionen in Bildung, Infrastruktur usw. spart sich die Bundesrepublik seit Jahrzehnten selbst in den Ruin indem jede Mark / jeder Euro sofort wieder für aktuelle Konsumwünsche ausgegeben wird, an Infrastruktur, Bildung etc. - also Investitionen die den Wohlstand der Zukunft sichern - aber gespart wird. Denn im Gegensatz zu Nullrunden bei der Rente oder Subventionsstreichungen spüren die Bürger das nicht so unmittelbar. Waigel und Eichel sind dafür mit Sicherheit nicht ursächlich. So wie generell nicht einzelne Politiker sondern die Anspruchshaltung ganzer Nachkriegsgenerationen für die "dafür ist aber kein Geld da" kein echtes "Argument" war, wie quenglige Kinder ("ich will aber!") haben sie doch bekommen was sie wollten und es wurde eben auf Pump finanziert. |
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#14 (permalink) | |
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Äußerst erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 4/26/07 Beiträge: 6050 |
Münchner Luxusproblem!
Eine völlig richtige Entscheidung, weil die Bevölkerung abnimmt - München kann nicht der Maßstab sein. Zu viel Geld ging auch in Gegenden wo keiner hin will. Das ist ein Märchen - inflationsbereinigt wurden Immobilien in D nicht teurer. Außerdem wurden bisher nur kleinere Verbesserungen verpflichtend eingeführt, die im Neubau kaum Mehrkosten ggü. früher verusachen. Entweder weil das notwendige Material billig ist (Schaumstoff um Warmwasserrohre) oder durch die technische Entwicklung ohne Mehrkosten (z.B. Fensterglas, Ziegel) deutlich verbessert wurde. Mieten ist flexibler als Wohneigentum. Es war nicht klug die Grunderwerbsteuer auch für eigengenutzte Immobilien auf 3,5% zu erhöhen. Die gehört in Zeiten wo von Mitarbeitern Flexibilität gefordert wird auf 0% gesenkt. |
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#15 (permalink) | |
Die süddeutschen Ballungsräume haben auf breiter Front massive Einwohnerzuwächse zu verzeichnen. Beim "Aufbau Ost" hat ja auch keiner Probleme eine bestimmte Region klar mit öffentlichen Gelder zu bevorzugen / zu überschütten. Oder bei der Steinkohle. Oder für den Hafenausbau und Subventionen für norddeutsche Werften. Nur für uns böse, spießige, katholische, konservative (hab ich was vergessen?) Bürger im "tiefsten Bayern" haben die feinen Bundespolitiker, personell auffallend häufig Norddeutsche, natürlich nur Häme übrig. Alles Zufall. Wir müssen uns hier mehr auf die Hinterbeine stellen, es kann nicht sein dass wir hier im Süden das "Powerhouse" der deutschen Wirtschaft sind, auch die meisten Steuern erwirtschaften, aber bei uns besonders rumgeknausert wird so dass sich hiesige Familien kaum noch bezahlbaren Wohnraum leisten können! Wenn man wo sparen will dann bitte endlich in den Regionen die massiv an Einwohner verlieren! Dass gerade da die öffentliche Hand das meiste Geld investiert verstehe wer will, wirkt fast so wolle man die Leute trösten, "wenn schon keine Arbeit dann wenigstens schöne Bushaltestellen". Ja, das tröstet die Leute sicher ungemein. :confused1: Selbst wenn bei uns die Einwohnerzahlen mittelfristig nicht weiter zunehmen würden gäbe es trotzdem steigenden Wohnraumbedarf, da es eben einen Trend zu Single-Haushalten gibt da hat der Artikel schon recht. Außerdem zB ein großer Bedarf an Umbauten für's altersgerechte Wohnen (ist auch billiger für den Staat als wenn Leute aufgrund fehlender Barrierefreiheit in's Pflegeheim müssen obwohl sie noch alleine klar kommen). |
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