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Prozess um Ausbeutung von Erntehelfern
Von Margot Weber Augsburg/Oberndorf. Nicht als Täter sondern als Opfer fühlt sich der 49-jährige Polizist, der seit Mittwoch in Augsburg vor Gericht steht. Der Vorwurf: Er habe rumänische Erntehelfer ausgebeutet und unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten lassen. Voller Hoffnung waren die rumänischen Erntehelfer nach Deutschland gekommen. Sie wollten fleißig Erdbeeren pflücken und für ihre Verhältnisse viel Geld verdienen. Wahrscheinlich hätten sie sogar die menschenunwürdige Unterbringung in dem schlecht ausgestatteten Containerdorf in Oberndorf (Kreis Donau-Ries) in Kauf genommen, wenn sie ihren versprochenen Stundenlohn von fünf Euro bekommen hätten. In Einzelfällen gab es aber nur 72 Cent. Verantwortlich dafür fühlt sich der Plantagenbesitzer jedoch nicht, obwohl die Staatsanwaltschaft ihm Lohnwucher in Höhe von mehr als 20.000 Euro und Menschenhandel in sechs Fällen vorwirft. Beim Prozessauftakt am Mittwoch bestritt der Angeklagte jegliche Schuld - ganz im Gegenteil: Der 49-jährige im Erziehungsurlaub befindliche Polizist aus dem Landkreis Donau-Ries stellte sich vielmehr als Opfer dar. Immer wieder betonte der Mann, der seit 19. Juni in Untersuchungshaft sitzt, dass die Rumänen Selbstständige gewesen seien, dass es Gesellschafter-Verträge gegeben habe und die Finanzen klar geregelt waren. Heißt konkret: Akkordarbeit, 1,80 Euro pro fünf-Kilogramm-Kiste und drei Euro Abzug für die Übernachtung. "Pro Stunde schafft man locker drei Kisten - das sind dann auch fünf Euro", sagte der einschlägig vorbestrafte Angeklagte, der lässig gekleidet in Shirt und Jeans vor Gericht saß. Dass kaum einer der Helfer diese Leistung erbrachte, schob er auf die fehlende Motivation der Rumänen: "Die Leute haben bei Weitem nicht die Leistung erbracht wie erhofft." Kein Wort des Bedauerns äußerte der Mann, der sich selbst in der Zeit des Vorfalls als psychisch labil beschrieb, über die Situation in dem schäbigen Containerdorf. "Ich habe alle anfangs vorhandenen Missstände behoben. Ich habe nach und nach Kühlschränke und Herdplatten gebracht. Und auf einmal waren sie wieder alle weg." In dieser Sache belastete ihn der zweite Angeklagte aus dem Landkreis Schwäbisch-Hall, der als Vermittler die Rumänen nach Deutschland gelockt hatte, und nun der Beihilfe beschuldigt wird. "Es gab nicht ausreichend Matratzen, Decken und Kissen", berichtete dieser. Er sprach von einem "Chaos" vor Ort. Knackpunkt im ganzen Geschehen sind die Verträge, die mit den Erntehelfern geschlossen wurden. Der Polizist, der sich seit 1984 mal mehr und mal weniger erfolgreich dem Erdbeergeschäft widmet, stützt sich auf ein Modell - entwickelt von einem Anwalt - das Saisonarbeitskräfte ohne Arbeitsgenehmigung als Selbstständige zulässt. Dieses Modell sei schön und gut, so der Vorsitzende Richter Rudolf Weigell, aber in den entscheidenden Punkten gehen Papier und Praxis auseinander - vielleicht mit Absicht? Zum Angeklagten: "Ich würde Ihnen nahelegen, sich da mal etwas durch den Kopf gehen zu lassen, was mit G beginnt - nämlich Geständnis." |
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#2 (permalink) | |
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GAST
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Hallo, ich verfolge diese ganze Geschichte schon eine Zeit lang mit, und meine Meinung dazu ist das wir Aussenstehende das ganze eigentlich gar nicht richtig nachempfinden können und uns eigtl. auch kein Urteil erlauben dürfen, denn keiner der Leser weiß was genau passiert ist und aus was für Beweggründen dies verantstaltet wurde.Es heißt einfach dieser Mann hat dies und dies falsch gemacht, und diese Saisonarbeiter nicht?! Vll. stimmt es ja doch das diese Leute schlecht geerntet haben? Ich denke schon, denn sonst wären diese Leute doch nicht nach zwei bis drei wochen vom Gurkenbauern wieder vor die Tür gesetzt worden?! Und so schlecht kann es ihnen doch nicht gegangen sein, denn sonst hätten sie sich keine neuen Handys oder ständig Zigaretten leisten können. Im Grunde finde ich diese ganze Sache eine Gemeinheit, denn keinem Kinderschänder oder Mörder ergeht es so wie diesem Mann momentan. Ps: Ich hoffe es gibt noch ein paar andere die so denken wie ich und dass sich alles noch zu seinen Gunsten regelt! Lg Christian |
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#3 (permalink) | |
Als nächstes kommen sie dann mit der tollen Behauptung daher, daß die Rumänen ja froh sein durften, überhaupt arbeiten zu dürfen, richtig? |
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#4 (permalink) | |
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Oberndorf/Augsburg (wego) - Überraschende Wende im Prozess um die ausgebeuteten Erntehelfer im Landkreis Donau-Ries. Der Hauptangeklagte, ein beurlaubter Polizist, hat nun doch ein umfassendes Geständnis abgelegt. Damit könnte der Prozess schon am Montag zu Ende gehen. "Er hat sich in allen Punkten, die ihm zur Last gelegt werden, schuldig bekannt - sowohl Lohnwucher als auch Menschenhandel", sagte Richter Rudolf Weigell auf Anfrage unserer Zeitung. Nach etlichen Gesprächen mit allen Verfahrensbeteiligten habe man sich darauf geeinigt, den Prozess abzukürzen. Sein Verteidiger, Dr. Grimme, erklärte, dass es nur ein kurzes Geständnis ohne weitere Erläuterungen gegeben habe. Auch über das Strafmaß, das erst am Montag bekannt gegeben wird, sei bereits verhandelt worden - im Rahmen der Absprache sei die mögliche Höchststrafe auf 2 Jahre und 6 Monate festgelegt worden. Ohne das Geständnis wäre die Strafe im Falle einer Verurteilung wahrscheinlich deutlich höher ausgefallen, so der Verteidiger. Der 49-jährige Mann aus dem Donau-Ries-Kreis sitzt schon seit Juni 2007 in Untersuchungshaft. Er hatte im Sommer 2007 rumänische Erntehelfer unter falschen Voraussetzungen nach Deutschland gelockt. In der Hoffnung 5 Euro pro Stunde zu verdienen, kamen die Männer und Frauen nach Oberndorf. Der Angeklagte aber ließ sie auf dem Feld stundenlang Erdbeeren pflücken und zahlte nur 1,80 pro Kiste. Im Durchschnitt schufteten die Erntehelfer etwa zehn Stunden auf dem Feld und bekamen nur einen Tageslohn von etwa 20 Euro. Davon mussten sie noch drei Euro täglich für die schäbige Unterkunft in dem Containerdorf abdrücken. Nach Rechnungen der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte den Rumänen also Löhne in Höhe von rund 20.000 Euro vorenthalten. Problem: Bei sechs der Erntehelfer handelte es sich um Personen unter 21 Jahren. Diese wurden ebenso als Arbeitskräfte ohne ausreichend Pausen und Lohn ausgenutzt, so dass hier der Strafbestand des Menschenhandels in Frage kommt. Zu Prozessbeginn stellte der Polizist sich selbst noch als Opfer dar. Er habe die Erntehelfer keineswegs ausgebeutet. Immer wieder versuchte er dem Gericht zu erklären, dass es sich bei den Rumänen um Selbstständige gehandelt habe, die von den Vertragskonditionen wussten. Außerdem hätten - so der Plantagenbetreiber - die Frauen und Männer nur fleißig arbeiten müssen, dann hätten sie auch fünf Euro verdient. Ursprünglich sollte der Prozess erst am 14. Februar zu Ende gehen. Am kommenden Montag, an dem nun die Plädoyers gehalten werden, sollten zehn rumänische Erntehelfer vor dem Augsburger Landgericht aussagen. |
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#5 (permalink) | |
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Bild
Dem Aufmacher auf der Startseite, würde mehr Text besser tun als ein ein derart schlechtes Bild. Diese verpixelten Fotos von Übeltätern kann man sich sparen. Und um die Personen zu schützen wäre das auch wünschenswert. |
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#6 (permalink) | |
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GAST
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Bin ja mal gespannt ob der Staatsbedienstete auch noch mit einer milden Strafe belohnt wird nur weil er sein vorgegangenes Leugnen revidiert hat. Schätz mal das wird wieder so ein Urteil über das man sich wochenlag aufregen könnte und die "Mißhandelten" gehen mal wieder leer aus. Nach dem Abgelten der vermutlich und im Vergleich zum Normalbürger milden Strafe wird dieser Herr wohl wieder friedlich und frei im eigenen Häuschen und auf den eigenen Feldern spazieren welcher er durch solche "Einsparmaßnahmen" finanziert hat. Aber gut, wir werden es sicherlich lesen ;-) |
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#7 (permalink) | |
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Oberndorf (wego) - Überraschende Wende im Prozess gegen den Plantagenbesitzer. Nach einem Geständnis hat der Angeklagte heute seine Aussage zurückgezogen. Damit platzte auch die Vereinbarung, die die Verteidigung mit der Staatsanwaltschaft geschlossen hatte. Auch ein Urteil wird heute somit nicht fallen. "Ich würde Ihnen nahelegen, sich da mal etwas durch den Kopf gehen zu lassen, was mit G beginnt - nämlich Geständnis." Dies legte der Vorsitzende Richter Rudolf Weigell dem Angeklagten im Prozess um die ausgebeuteten Erntehelfer bereits am ersten Prozesstag nahe. Am dritten Tag nahm sich nun der 49-jährige Mann auf der Anklagebank die Worte zu Herzen und ließ durch seinen Anwalt ein kurzes Geständnis - ohne jegliche weitere Erklärung - verlesen. Sein Mandant bekenne sich schuldig in allen Punkten, so der Verteidiger Dr. Mark-Alexander Grimme. Obwohl der zur Tatzeit beurlaubte Polizist aus dem Raum Harburg sich zu Beginn des Prozesses eher als Opfer sah, kam eine schnelle Wende: "Wir haben beschlossen, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, die Weichen zu stellen und die Taktik zu ändern", so sein Verteidiger. Man habe den Kontakt zu Richter und Staatsanwalt gesucht und eine Vereinbarung getroffen. Das Strafmaß soll gemäß den Absprachen für den vorbestraften Plantagenbesitzer nicht höher sein als zwei Jahre und sechs Monate - ohne Bewährung. Dieser Deal ist durch das Zurückziehen des Geständnisses heute geplatzt. Damit wäre der zweifache Familienvater eventuell einer noch höheren Haftstrafe entgangen, denn im Falle einer Verurteilung könnte der Tatbestand des Menschenhandels das Strafmaß weiter nach oben treiben. Das Gesetz sehe - so Grimme - für jeden Fall von Menschenhandel eine Strafe zwischen einem und zehn Jahren vor. Dem Angeklagten wurde Menschenhandel in sechs Fällen vorgeworfen. Thema beim letzten Verhandlungstag war auch die moralische Komponente des Geschehens. "Dies ist eine tragische Geschichte, sowohl für meinen Mandanten als auch für die Erntehelfer", so der Verteidiger. Er hob im Gespräch mit unserer Zeitung die Menschlichkeit des Angeklagten hervor. "Normalerweise bekommen die Arbeiter am Ende der Tätigkeit ihr Geld - egal welche Verträge es gibt. Mein Mandant hat den Rumänen trotzdem einen Vorschuss gewährt." Dazu sei er keineswegs verpflichtet gewesen. Zur Sprache kam vor Gericht auch noch einmal die Wohnsituation in den Containern. Wieso war es dort verdreckt? Reichten die Duschcontainer aus? Wer war für die Reinigung zuständig? Der Angeklagte hatte schon zu Beginn der Verhandlung berichtet, dass er im Sommer 2007 psychisch labil war und sich nicht richtig um die Vorbereitung kümmern konnte. Bilder, Hintergründe und ein Forum zum Thema finden Sie unter www.donauwoerther-zeitung.de |
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#8 (permalink) | |
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Warum kann man so ein menschliches Schwein nicht mal für 5 Jahre in ein Arbeitslager nach Romänien schicken? Auf die Anklagebank gehören auf jeden Fall auch noch die Vertreter der Zuständigen Behörden die Monatelang geschlafen haben. |
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#9 (permalink) | |
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Ich möchte auch mal was dazu sagen, aber man bräuchte hier mehr Hintergrundinformationen... Irgendwie wird meiner Meinung hier etwas verschleiert bzw. den Bürgern vorenthalten, was die Vorgeschichte des ehem. Polizisten/Plantagenbesitzer anbelangt... Hier mal ne Frage, viell. kann Sie irgendjemand da draußen beantworten?!?! Ist es ein Polizist od. war es mal ein Polizist, denn es wird von einer Vorstrafe gesprochen wg. der er eventl. sogar beurlaubt ist/war, als die Sache mit den Erntehelfern in Oberndorf ablief.... |
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#10 (permalink) | |
Der Polizist war zur Tatzeit im Mutterschutz (ja sie haben richtig gelesen im Mutterschutz)! Ich nehme an das er bis jezt noch Polizist ist und er erst nach seiner Verurteilung aus dem Dienstverhältnis entfernt wird! Ich persönlich würde im nach Sibierien (Russland) versetzen!!!:yes: |
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#11 (permalink) | |
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GAST
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Wär es gnädigerweise Ihrerseits denkbar, dass Richter und Anwälte, die sich mit den Fakten des aktuellen Falles etwas ausführlicher beschäftigen als Sie, die Verhandlung vor Gericht erst einmal zu Ende bringen dürfen? P.S.: Das heisst nicht, dass ich an die Unschuld des Mannes glaube. |
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#12 (permalink) | |
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Nach einem Geständnis Unschuldig ?
Ich weiß das Sie als Clark der Foren Guru Persönlich etwas gegen mich haben aber ich frage drauch ich von Ihnen immer einen Superschlauen lapidar nichtsagenden Gegenkommetar im Prinzip Nein! Kummern sie sich doch mal um Ihren eigenen Müll den Sie verzapfen!!! Lasen Sie Mich in Ruhe ich werde Sie zukünftig ebenfals Ignorieren da Sie Lediglich auf Provokation aus Sind! Mein Therapievorschlag für Sie!! ![]() |
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#13 (permalink) | |
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@ Gary der polizist ist wegen seiner Kinder in Erziehungsurlaubs..... naja und die Zeitung naja sie hat auch nicht wirklich alles geschrieben.... (Beleidigung/Kraftausdrücke editiert) |
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#14 (permalink) | |
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So so, in Erziehungsurlaub? Und wer erzieht dann seitdem er in Haft ist die Kinder?
Demanch scheint er ja noch im Dienst zu sein und nebenbei sein Geld in Erdbeeren (oder Menschenhandel?) zu machen. |
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#15 (permalink) | |
Früher gabs noch sowas wie Kinderstube bei Ihnen wars woll ein Stall! Anscheinend wird in diesem Forum jeder gemommen!:crying::crying::crying: |
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